Fitness-Trends Trailrunning

Ein Trendsport, der es in sich hat! Trailrunning ist ein Geländelauf, bei dem die asphaltierte Straße links liegen gelassen wird. Häufig laufen Trailrunner 60 oder mehr Kilometer, dabei stets über Stock und Stein.

Trendsport Trailrunning Trailrunning © MichaelSvoboda/iStock

Beim Trailrunning gibt es im wahrsten Sinne keine Grenzen. Mehr noch: Diese Outdoor-Sportart fängt erst dort an, wo die Laufstrecke normalerweise aufhört. Straßen und befestigte Wege werden von Trailrunnern nämlich gemieden. Stattdessen geht es in die sprichwörtliche Pampa, sprich: ins offene Gelände. Die Jogger bewegen sich über Stock und Stein, was besondere Aufmerksamkeit erfordert, weil der unebene Untergrund kleinere Unfälle wie Umknicken oder Ausrutschen wahrscheinlicher werden lässt und so die Verletzungsgefahr erhöht. Dennoch schwören Trailrunner auf ihren Sport, denn er bietet deutlich mehr Action und Abwechslung als die immergleiche Straße oder gar das Laufband im Fitnesscenter - mit den richtigen Schuhen auch im Winter!

Die Grundformen des Trailrunning

Meist laufen Sportler über längere Strecken und benutzen Sand- und Schotterwege, Wald- und Wiesenpfade. Es lassen sich drei Grundformen von Trailrunning unterscheiden. Mit aufsteigendem Schwierigkeitsgrad sind dies Cross-Running, Cross-Trail und Trail-Adventure.

  • Beim Cross-Running startet der Läufer in der Regel von zu Hause und somit auf einer befestigten Straße. Erst am Eingang zum Wald oder Park wechselt er auf den unebenen Untergrund, wobei er in der Regel aber nicht mit größeren Hindernissen rechnen muss.
  • Cross-Trail ist schon etwas anspruchsvoller und kennt keine Asphaltstraßen mehr. Der Läufer bewegt sich ausschließlich im Gelände und bewältigt dabei auch Steigungen, kleine Berge und Hindernisse. Er benutzt aber Wege und Pfade,
  • die beim Trail-Adventure kaum noch von Bedeutung sind. Hier heißt es: einfach drauf los! Da gerade hier die Verletzungsgefahr durch unebenen Untergrund und Hindernisse am größten ist, eignet sich das Trail-Adventure nur für geübte Läufer und fordert auch diesen maximale Aufmerksamkeit ab.

Tipps für Trailrunning-Strecken

Bei diesem Trendsport lautet die Devise: Einfach loslaufen und ein neues Abenteuer erleben. Wichtig ist, dass Sie die ersten Läufe im Gelände langsam und achtsam angehen. Schließlich lauern offroad mehr Stolperfallen als beim normalen Lauftraining auf der Straße: unbedingt auf Wurzeln, Steine und Äste aufpassen! Haben Sie sich erst einmal an die Unebenheiten und die verschiedenen Bodengegebenheiten gewöhnt, knicken Sie garantiert auch nicht mehr so oft um. Regen oder Schnee? Mit den richtigen Trailrunning-Schuhen lässt sich jede Strecke problemlos laufen. Bei schlechten Wetterbedingungen macht das Joggen durch das Gelände oft noch mehr Spaß und bietet wahre Herausforderungen für alle Sportbegeisterten! 

Der GutsMuths-Rennsteiglauf

Bereits seit den 1970er-Jahren findet in Thüringen der GutsMuths-Rennsteiglauf statt, eine der größten Trailrunning-Veranstaltungen Europas. Die Gesamtstrecke verläuft von Eisenach nach Schmiedefeld im Thüringer Wald und ist 72,7 Kilometer lang. Es können aber auch kürzere Strecken wie Marathon oder Halbmarathon gelaufen werden. Da die Strecke viele Steigungen und schwieriges Gelände beinhaltet, ist nicht nur die Fitness und Ausrüstung der Teilnehmer entscheidend, um heil und gesund ins Ziel zu kommen. Auch die Verpflegung an der Strecke spielt eine wichtige Rolle. Beim GutsMuths-Rennsteiglauf wird das leibliche Wohl der Läuferinnen und Läufer besonders ernst genommen: Es gibt Verpflegungsstellen mit Mineralwasser, Cola, Gel, isotonischen Getränken, Tee, Obst, Haferschleim, Wurst, Brühe und - 4,44 Kilometer vor dem Ziel - sogar mit kleinen Schlucken Schwarzbier zur finalen Stärkung. Auch wenn Sie persönlich keine 70 Kilometer am Stück laufen: Achten Sie immer auf eine angemessene Versorgung mit Flüssigkeit und Mineralstoffen nach dem Laufen! Denn beim Sport verliert Ihr Körper diese beiden Dinge. 

 
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Autor:
Oliver Wasse