Die Kraft des Atems

Die Kraft des Atems

Wir tun es jeden Tag unentwegt und es scheint uns in der Regel keine Mühe zu bereiten. So wenig sogar, dass wir es kaum bemerken, obwohl es lebensnotwendig für uns ist. Die Rede ist vom Atmen. Die Atmung ist ein Vorgang, den wir häufig als vollkommen selbstverständlich wahrnehmen. Unser Körper atmet vollkommen automatisiert und obwohl viele Teile des Organismus daran beteiligt sind, müssen wir uns nicht bewusst darauf konzentrieren, damit es stattfindet. Dennoch ist gerade unsere Atmung so unglaublich wichtig für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Leider merken wir dies oft erst dann, wenn sie nicht wie gewünscht funktioniert und Erkrankungen oder andere Einflüsse zu Einschränkungen in der Atmung und all der damit zusammenhängenden Folgen führen.

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Was versteht man unter Atmung?

Die Atmung ist ein Vorgang im Körper, an denen Zwerchfell, Lungen und der gesamte Brustraum beteiligt sind. Durch das Vergrößern des Brustraums fließt Atemluft in die Lungenflügel. Dieser Vorgang ist die Basis dafür, dass Sauerstoff in den Körper gelangen kann und zu den Körperzellen geleitet werden kann. Beim Ausatmen hingegen werden die Stoffe, die der Körper nicht mehr benötigt und die als Abfallprodukte bezeichnet werden können, wieder abgegeben. Vornehmlich ist dies Kohlendioxid, aber auch Wasser.

Wie wichtig ist die Atmung für den Organismus?

Selbstverständlich ist die Atmung für den Organismus unerlässlich. Denn unser Körper hat keinerlei Möglichkeit, den überlebenswichtigen und für die Gewinnung von Energie notwendigen Sauerstoff zu speichern und auf diese Reserven zurückgreifen zu können. Gleichzeitig muss auch das Kohlendioxid wieder aus dem Körper ausgeschieden werden. Aus diesem Grund ist es notwendig, dass ein stetiger Gasaustausch stattfindet, weshalb die Atmung auch z.B. nachts im Schlaf bei gesunden Menschen nicht stockt.

Was passiert mit dem Körper, wenn etwas mit der Atmung nicht stimmt?

Wenn etwas mit der Atmung nicht stimmt, diese also nicht wie gewohnt vonstatten gehen kann oder funktioniert, kann es je nach Ausformung und Intensität zu einer Reihe von Folgen kommen. Grundsätzlich kommt es in einem solchen Fall relativ schnell zu einem Sauerstoffmangel im Blut. Dieser kann nur akut vorliegen, wenn die Ursache schnell wieder verschwindet, aber auch chronisch vorliegen, wenn die Atmung zwar funktioniert, aber eben nur eingeschränkt. Durch diesen Sauerstoffmangel im Blut ist das Auftreten von Schwächeanfällen eher möglich. Auch ein Schwindelgefühl wird häufig beschrieben. Deutlichere Symptome sind Störungen des Wärmehaushalts im Körper sowie Schweißausbrüche, aber auch Schmerzen im Brustbereich. Es kann sogar zu Bewusstlosigkeit führen. Gerade, wenn die Ursachen nicht abgestellt werden können und sich die Betroffenen mitunter sogar auf ihre flache und unzureichende Atmung anpassen bzw. diese ignorieren, kann es auch zu Organschäden kommen.

Welche Krankheiten gibt es, die sich auf die Lunge schlagen?

Die Lunge ist das wohl wichtigste Organ im Atemsystem. Dennoch kann auch sie von Krankheiten bedroht sein, die sich auf ihre Leistungsfähigkeit und Funktion negativ auswirken. Dies sind z.B. Allergien wie Heuschnupfen, aber auch Tierhaarallergien und andere allergische Reaktionen, die die Atemwege betreffen. Dazu gilt Asthma als ein wesentlicher Risikofaktor für die Lungenfunktion. Ein Faktor, der auch in Deutschland häufig auftritt, ist das Hypoventilationssyndrom, das zu einer Verengung der Atemwege vor allem bei übergewichtigen Menschen führen kann.

Was kann man dagegen tun?

Je nachdem, welche Krankheiten vorliegen, gibt es glücklicherweise auch Maßnahmen, die dagegen ergriffen werden können, um die Atemfunktion zu schützen. Allergischen Reaktionen sollte am besten mit einem Allergietest auf den Grund gegangen werden, um die Auslöser dafür im Idealfall zu meiden oder eine Behandlungsmethode zu finden. Bei Asthma geht es zumeist um die Linderung der Symptome. Liegt hingegen das Obesitas-Hypoventilationssyndrom vor, stehen Maßnahmen von Schlafmasken bis hin zu operativen Eingriffen zur Auswahl. Jede Maßnahme sollte natürlich mit einem Arzt abgeklärt werden.

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