27. Juli 2021
Corona trotz vollständiger Impfung: Diese Personengruppe ist besonders gefährdet

Corona trotz vollständiger Impfung: Diese Personengruppe ist besonders gefährdet

Immer mehr Menschen sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft – doch wie sehr schützen die einzelnen Vakzine wirklich vor einer Erkrankung und einem schweren Krankheitsverlauf? Und wer ist besonders gefährdet, trotz vollständiger Impfung an Corona zu erkranken?

Die Corona-Impfung verspricht zwar einen Schutz gegen die Lungenkrankheit Covid-19, doch werden immer mehr Fälle laut, in denen Menschen trotz vollständiger Immunisierung an Corona erkranken – und das teilweise sogar mit schwerem Krankheitsverlauf.

Die Schutzwirkung der Corona-Impfung

Schon lange ist bekannt, dass sich Menschen trotz einer Impfung weiterhin mit Corona infizieren können. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit um 65 bis 95 Prozent geringer, nach einer vollständigen Impfung an Covid-19 zu erkranken: Die Wirksamkeit der einzelnen Impfstoffe wird bei Biontech/Pfizer mit 95 Prozent, bei Moderna mit 90 Prozent, bei AstraZeneca mit 76 Prozent und bei Johnson & Johnson mit circa 67 Prozent angegeben. Die Ständige Impfkommission (Stiko) geht dennoch davon aus, dass viele vollständig Geimpfte keinen ausreichenden Schutz aufgebaut haben – und dies betrifft besonders eine bestimmte Personengruppe.

Corona trotz Impfung: Wer besonders gefährdet ist

Die Wirksamkeit des Impfstoffes gegen das Coronavirus hängt in erster Linie vom Immunsystem ab – Menschen mit einem geschwächten Immunsystem könnten daher einen geringeren Schutz aufbauen. Thomas Mertens, der Vorsitzende der Stiko gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe:

Es gibt inzwischen mehrere Studien, die zeigen, dass die Impfung gegen Covid-19 bei Menschen, deren Immunsystem medikamentös gebremst wird, nicht so gut wirkt wie bei anderen.

Eine Immunantwort fällt bei dieser Personengruppe schlechter oder sogar ganz aus. Gerade Menschen mit Rheuma, Patienten nach einer Organtransplantation oder Krebspatienten sind hiervon besonders häufig betroffen.

Ältere Menschen sind ebenfalls betroffen

Doch nicht nur vorerkrankte, sondern auch ältere Menschen leiden häufiger unter einer verzögerten Immunantwort. Dies belegte nun auch eine Studie der Berliner Charité. Das Immunsystem bei jüngeren Menschen reagiert einfach viel schneller als bei Personen in einem höheren Alter.

Menschen mit Adipositas könnten geringere Impfwirkung haben

Und damit nicht genug: Eine italienische Studie hat nun ergeben, dass Menschen mit starkem Übergewicht nicht nur ein höheres Risiko für eine Corona-Infektion haben, sondern auch von einer geringeren Impfwirkung betroffen sind als Menschen mit Normalgewicht. Ein schwächerer Impfschutz ist bei Adipositas laut dieser Studie schon von anderen Impfungen bekannt.

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