Zahnersatz schnell und professionell Implantate an einem Tag

Viele Menschen verlieren im Laufe ihres Lebens die natürlichen Zähne. Abhängig von den individuellen Voraussetzungen, der Zahnpflege sowie der Mundhygiene geschieht das bei den einen früher, bei den anderen später. Implantate sind dann in vielen Fällen eine gute Lösung. Was ist ein Implantat, wie läuft die Behandlung üblicherweise ab und was ist das Besondere an der schnellen Methode „Implantate an einem Tag“?

Implantate an einem Tag Implantate an einem Tag © Fotolia

Endlich wieder unbeschwert lachen – Zahnersatz schenkt Lebensqualität

Was ist ein Implantat und was heißt Implantation?

Die Implantation beschreibt den Vorgang beim Setzen eines Implantats. Das Implantat selbst ist der künstliche Zahnersatz. Dieser besteht aus drei Teilen:

  • Der Implantatkörper
  • Der Implantataufbau (Abutment)
  • Der sichtbare Zahnersatz

Der Implantatkörper ist praktisch die Zahnwurzel, die im Kieferknochen verankert wird. Es handelt sich dabei um das Fundament, auf dem der künstliche Zahn aufgebaut wird. Im Abhängigkeit von der Beschaffenheit des Kieferknochens  lassen sich verschiedene Implantate in diversen Ausführungen benutzen. Die gängigste Form ist wohler Schraubenimplantat. Dabei wird ein Loch in den Kieferknochen gebohrt und das Implantat wie eine Schraube hineingedreht. Oben aus dem Kieferknochen ragt als Verbindungsstück (das Abutment), auf dem später die Suprakonstruktion, also der sichtbare Zahnersatz, befestigt wird.

Der übliche Ablauf des Eingriffs

Bevor ein Implantat gesetzt wird, müssen Patienten einige Vorbereitungen durchlaufen. Zunächst gibt es die Vorbesprechung beim Zahnarzt, der die Details genau offenlegt. 

Danach folgt die Voruntersuchung. Gegenstand dieser Untersuchung ist es, den Knochenaufbau zu überprüfen. Es muss sichergestellt werden, dass die Qualität des Knochens für den geplanten Eingriff geeignet ist. Auch dürfen keine Entzündungen im Mundraum herrschen, da diese den operativen Eingriff bis zu ihrer Ausheilung unmöglich machen. 

Gut zu wissen: Falls festgestellt wird, dass nicht genügend Kieferknochen da ist, um das Implantat zu setzen, kann ein Knochenaufbau durchgeführt werden. Das ist eine langwierige Angelegenheit, die im Schnitt ein Dreivierteljahr Zeit beansprucht.

Im nächsten Schritt wird das Implantat geplant.  Patienten erhalten als Ergebnis vom Zahnarzt den Heil- und Kostenplan. Dieser wird zwecks Finanzierung bei der Krankenkasse eingereicht. Da gesetzliche Krankenkassen nur Festzuschüsse leisten,  schließen viele Patienten rechtzeitig vorher eine Zahnzusatzversicherung ab. Diese übernimmt bei entsprechender Vertragsgestaltung einen großen Teil der Kosten.

Bevor die neuen Zähne zum Einsatz kommen, müssen die Prothesen sorgfältig vorbereitet werden. pixabay.com©robynsworld

Sind die Vorab-Untersuchungen gelaufen und ist die Finanzierung geklärt, kann der Zahnarzt sich darum kümmern, dass das Implantat hergestellt wird. Am Tag der Operation wird unter Betäubung das Implantat gesetzt, was je nach Ausgangssituation zwischen einer und mehreren Stunden dauern kann.

  • Das Zahnfleisch wird geöffnet und der Kiefer freigelegt.
  • Der Zahnarzt bohrt die Löcher in den Kiefer.
  • In die Bohrungen werden die künstlichen Zahnwurzeln eingeschraubt und anschließend von oben mit einem Deckel verschlossen.
  • Die Wunde wird vernäht.

Nach dem Einsetzen der Implantatkörper folgt die Einheilungsphase, die sich über einige Monate hinziehen kann. Während dieser Zeit erhalten Patienten einen provisorischen Zahnersatz. 

Für einen oder zwei Zähne ist der Ablauf und die damit im Zusammenhang stehenden Einheilzeiten und Kosten akzeptabel. Doch wenn ein Patient ein grundlegend schlechtes Gebiss hat und mehrere Implantate bräuchte oder ein Kiefer gar zahnlos ist, dann kommen mehrere Implantate in der nötigen Anzahl aus rein technischen, aus gesundheitlichen oder aus finanziellen Gründen oft nicht in Frage. Für Patienten in dieser Situation gibt es eine Lösung, die sehr schnell und vergleichsweise günstig zu guten Ergebnissen führt und praktisch an einem Tag ein ganz neues Lebensgefühl schenkt.

Implantate an einem Tag: so funktioniert der schnelle, professionelle Zahnersatz

Leiden Patienten unter schlechten Zähnen oder zahnlosen Kiefern, suchen sie einen perfekten Zahnersatz. Dass sich inzwischen  Implantate an einem Tag setzen lassen, kommt ihnen in der Regel sehr entgegen. Die Methode ermöglicht tatsächlich innerhalb kürzester Zeit einen festen Zahnersatz, und das zu fairen Preisen.
Geeignete ist die Methode vor allem für zahnlose Kiefer. Der fest sitzende Zahnersatz wird lediglich von vier Implantaten getragen. Ein Knochenaufbau, die sogenannte Augmentation, ist in der Regel nicht nötig. Zwei der vier Implantate werden im Seitenbereich verankert. Dabei weisen sie einen Winkel von 35° bis 45° auf. Die zwei anderen Implantate sitzen im Frontbereich und werden parallel zueinander gesetzt.

Damit nun auf die vorbereiteten vier Implantate der Zahnersatz ideal Halt findet, ist eine saubere Vorausplanung unerlässlich. Zahnärzte setzen hier oft auf das 3-D Planungsverfahren.  Das Herstellen eines festsitzenden Zahnersatzes auf vier Implantaten erfordert viel Erfahrung, präzise Arbeit und große Sorgfalt. Deshalb wird von den eingesetzten Implantaten über das 3-D Planungsverfahren genau ermittelt, wie der Zahnersatz hergestellt werden muss, damit er perfekt passt.

Am Tag der Implantierung erhalten Patienten zunächst einen provisorischen Zahnersatz und haben tatsächlich an einem Tag komplett neue Zähne. Der provisorische Zahnersatz ist ästhetisch und funktionell so ausgebildet, dass er sofort belastet werden kann und auch in Gesellschaft vorzeigbar ist. 

Der Patient muss eine Woche später noch einmal in die Praxis, um die Fäden ziehen und die Wunden reinigen zu lassen. Außerdem kontrolliert der Zahnarzt den Heilungsverlauf in Anpassung an den Zustand des Kiefers über einige Woche. 
Währenddessen wird anhand der 3-D Planung die Suprakonstruktion hergestellt und in einem der nächsten Termine angepasst. Die Anpassung erfolgt, sobald die Implantate vollständig eingeheilt sind. Die Einheilungsphase nimmt je nach Ausgangssituation 6 bis 12 Wochen Zeit in Anspruch.

Vorteile der Methode „Implantate an einem Tag“

Mit dieser Methode erhalten Patienten komplett neue Zähne, die auf vier Implantaten im Kiefer verankert werden. Sie können das neue Gebiss sofort benutzen. Die Vorteile zeigen sich insbesondere in diesen Aspekten:

  • Nur vier Implantate nötig, das spart Geld.
  • Kein Knochenaufbau erforderlich, weil Implantate seitlich schräg abgewinkelt eingesetzt werden.
  • Das Provisorium ist sofort belastbar. Patienten haben nach dem Eingriff direkt neue Zähne.
  • Die Einheilungszeit ist kürzer, weil lediglich vier Implantate nötig sind.
  • Alle vier Implantate werden an einem Tag gesetzt, es ist nur ein OP Termin dafür nötig.

In manchen Fällen kann ist nötig werden, dass statt 4 sogar 6 Implantate für den neuen, festsitzenden Zahnersatz eingeplant werden müssen. Die Anzahl legt der behandelnde Zahnarzt in Abhängigkeit von den gesundheitlichen Voraussetzungen und der Qualität der Knochen fest.

Zwar sind bei der Methode „Implantate an einem Tag“ mehrere Termine nötig, doch die Behandlungszeit ist überschaubar. Die wenigen Zahnarzttermine kommen vor allem Angst-Patienten entgegen sowie Personen, die wenig Zeit haben oder sich ihrer weitgehend fehlenden Zähne schämen und sich schnelle Ergebnisse wünschen. Sie alle profitieren von dem Vorteil, dass sie nach dem ersten Behandlungstag bereits ein voll funktionsfähiges Gebiss vorzeigen und benutzen können.
 

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