Fehlende Sonnenstrahlen Vitamin-D-Mangel im Winter

Vitamin D-Präparate sind im Winter  oft relevant, denn 80 % der Bevölkerung sind in der dunklen Jahreszeit unterversorgt.

Nahrung mit Vitamin D Vitamin-D-Mangel im Winter © yulka3ice/iStock

Im Sommer kann sich der Vitamin-D-Haushalt normalisieren, was leider nicht immer realisierbar ist. Viele Verbraucher sollten daher das ganze Jahr hindurch zusätzliche Vitamin D-Präparate zu sich nehmen.

Was ist zu tun, um mit genügend Vitamin D versorgt zu sein?

Wer gern Lachs oder Hering isst, sorgt automatisch für die erhöhte Vitamin D-Zufuhr. Allerdings sind zusätzliche Präparate sinnvoll, denn nur Lachs oder Hering zu essen, reicht keinesfalls aus. In der Regel verfügt die Sonne von März bis Oktober nicht über genügend Kraft, um uns mit Vitamin D zu versorgen. Viele Leute sind der Meinung, der Besuch im Solarium ist nützlich. Leider muss an dieser Stelle auf die Gefahr der Hautschädigung hingewiesen werden. Experten behaupten sogar, dass ein Solarium-Besuch zwar sehr angenehm ist, aber den Mangel an Vitamin D nicht behebt. Die UVA-Strahlung wird zwar gezielt auf die Haut gerichtet, sorgt auch für Körperbräune, beinhaltet jedoch nicht die notwendige UVB-Strahlung, die für die Produktion von Vitamin D verantwortlich ist. Wer sich im Sommer selten draußen aufhält, wird über einen Vitamin D-Mangel zu klagen haben. Grundsätzlich benötigt jeder Mensch eine gewisse Menge Vitamin D, das einzige Vitamin, welches der Körper mittels genügend Sonnenstrahlen selbst bilden kann. Schwerwiegende Schäden treten unter Umständen bei dauerndem Vitamin D-Mangel auf.

Schäden, die durch Vitamin D-Mangel entstehen

Der Körper hat aufgrund der verminderten Kalziumzufuhr Probleme mit der Knochenstruktur. Bei Kindern kann dieser Mangel zu der uns allen bekannten Krankheit Rachitis führen, daher bekommen Babys und kleine Kinder bis zu einem gewissen Alter prinzipiell vom Kinderarzt Vitamin-D-Präparate. Rachitis führt zu weichen Knochen; X- und O-Beine sind die Auswirkungen dieser schweren Krankheit. Osteoporose ist in einigen Fällen auf Vitamin D-Mangel zurückzuführen. Bei älteren Menschen hingegen steigt die Gefahr, dass ein Sturz mit Knochenbrüchen endet. Es ist darüber hinaus eine Tatsache, dass Menschen mit Vitamin D-Mangel anfälliger für Infekte jeglicher Art sind; es ist sogar die Rede davon, dass Krebszellen schneller wachsen bei einem Patienten, der unter Vitamin D-Mangel leidet. 

Welche Mitbürger sind besonders gefährdet

Menschen, die nicht genügend Sonne bekommen, leiden automatisch unter Vitamin D-Mangel. Es gibt jedoch Unterschiede, welcher Personenkreis stärker gefährdet ist:

  • Ältere Menschen sind betroffen, weil die Haut nicht mehr in der Lage ist, genügend Vitamin D zu bilden. Außerdem gehen ältere Menschen aus gesundheitlichen Gründen seltener an die frische Luft. 
  • Babys werden der Sonne nicht stark ausgesetzt; aber für Säuglinge gibt es die Vitamin-D-Präparate ohne Aufforderung vom Kinderarzt.
  • Menschen mit dunkler Haut produzieren zu wenig Vitamin D. 
  • Wer im Sommer komplett bekleidet draußen herumläuft, wird kaum genügend Vitamin D aufnehmen können. 
  • Patienten mit Leber- und Darmerkrankungen, 
  • Stark übergewichtige Menschen haben wiederum zu viel Vitamin D, weil sich das Vitamin D im Fettgewebe ablagert und nicht mobilisiert werden kann. 

Ärzte raten, den Vitamin D-Spiegel vom Hausarzt bestimmen zu lassen, um Gewissheit zu erlangen, ob und wie viel Vitamin D dem Patienten fehlt. 

Verschiedene Arten von Vitamin D

Vitamin D 2 wird auf pflanzlicher Basis hergestellt, tierisches Vitamin gehört zur Gruppe D 3. In den USA wird die Version D 2 bevorzugt, während in Deutschland D 3 zum Einsatz kommt. Was geschieht bei einer Überdosierung? Vitamin D wird meistens mit dem Urin ausgeschieden, wenn der Körper über zu viel Vitamin D verfügt. Eine Überdosis ist somit nicht lebensgefährlich. Wenn Sie Ihren Vitamin-D-Bedarf auf natürliche Weise decken wollen, ist wenigstens eins der wichtigsten Lebensmittel täglich zu sich zu nehmen:
Fisch: Hering, Lachs, Sardinen, Austern, Makrelen, 

  • Gemüse: Avocado, Steinpilze, Champignons, 
  • Käse: Schmelzkäse, Gouda, 
  • und Eier, Milch, Butter.

Der herkömmliche Lebertran, der allerdings geschmacklich nicht an erster Stelle steht, ist jedoch das Mittel, welches am ehesten den Mangel beseitigen kann. Als Lebertran-Ersatz sind erstklassige Präparate auf dem Markt. Der Hering sorgt für den meisten Vitamin-D-Anteil mit 26 µg, die Butter für den geringsten Anteil mit 1,2 µg.

Typische Symptome eines Vitamin-D-Mangels

Einige Krankheitsbeschwerden sind alarmierend:

  • Wenn Sie über auffallend häufig auftretende Infektionskrankheiten klagen, liegt der Verdacht nahe, an Vitamin D-Mangel zu leiden.
  • Erschöpfung und Müdigkeit, die fast täglich den Menschen in seiner Leistungsfähigkeit behindern,
  • Muskel-, Knochen-, Rücken- und Gelenkschmerzen sind weitere Anzeichen,
  • Vitamin D-Mangel kann zu Depressionen führen,
  • Wunden heilen schlecht,
  • Haarausfall ist ein weiteres Merkmal, 
  • Hautunreinheiten wie Akne oder Schuppenflechte,
  • Knochenschwund, tritt häufig bei älteren Menschen auf. 

Viele Leute sind der Meinung, dass ihnen Calcium fehlt, was allerdings auf Vitamin D-Mangel zurückzuführen ist. Sie haben ganz einfach zu wenig Vitamin D und können daher nicht ausreichend Kalzium aufnehmen. 

Was bewirkt Vitamin D?

Vitamin D ist hauptsächlich in folgenden Bereichen erfolgreich einzusetzen:

  • Knochenbau,
  • der Blutdruck senkt bzw. normalisiert sich,
  • das Diabetesrisiko wird reduziert,
  • für das Immunsystem ist Vitamin D unentbehrlich.

In den Sommermonaten mit genügend Sonnenkraft, schafft es der Körper allein, genügend Vitamin D zu produzieren; im Winter herrscht jedoch bei vielen Menschen, vor allem in Nordeuropa, ein Manko an Vitamin D. Ärzte empfehlen, dass gefährdete Menschen zu Vitamin D-Präparaten greifen sollten. Die Medikamente sollten jedoch nur bei einem festgestellten starken Mangel an Vitamin D eingenommen werden. Überdosiert nützen die Tabletten gar nichts. Die Ärzte empfehlen täglich 20 Mikrogramm Vitamin D. Die Grippewelle im Winter führen viele Ärzte auf Vitamin D-Mangel zurück. 

Fazit

Häufig empfinden Verbraucher die Erkenntnis des Vitamin D-Mankos nicht als signifikant oder ignorieren schlichtweg diese Tatsache. Aufgrund der Forschungsergebnisse ist dieser Mangel jedoch nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Ernste Krankheiten können durch Vitamin D-Mangel entstehen oder sich verschlechtern. Es ist sinnvoll, einen Vitamin D-Spiegel beim Hausarzt durchführen zu lassen. Bei einem festgestellten starken Vitamin D-Mangel sind entsprechende Präparate unbedingt einzunehmen, um weiteren Schäden vorzubeugen; es sollte allerdings ein Beratungsgespräch mit dem Hausarzt stattfinden. Gleichzeitig ist die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten erheblich reduziert. Eine Überdosis ist in dem Sinne nicht gefährlich, da der Körper zu viel Vitamin D ausscheidet. Wenn Sie kein Fischesser sind, ist die Alternative, Vitamin D-Präparate zu berücksichtigen. Vitamin D ist eigentlich in dem Sinne kein Vitamin, sondern könnte als Hormon eingestuft werden; Hormone produziert der Körper selbst. Unter Winterdepression leiden viele Mitbürger, welche nicht auf den Mangel an Licht zurückzuführen ist, sondern eher auf Vitamin D-Mangel. Es ist wichtiger vorzubeugen, als schwere Erkrankungen in Kauf zu nehmen. 

 
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