12. September 2019
Verhütung ist Vertrauenssache –so verhüten Sie hormonell

So verhüten Sie hormonell

Nebenwirkungen der Pille danach
© AndreyPopov/ iStock/ Thinkstock
So verhüten Sie hormonell

Verhütung ist Vertrauenssache –so verhüten Sie hormonell


Verhütung ist Vertrauenssache –so verhüten Sie hormonell

Auch wenn Verhütung keineswegs mehr „Frauensache“ ist, die meisten Produkte zur Verhütung gibt es immer noch für Frauen. Und da hat Frau die Qual der Wahl. Die Verhütungsmethoden reichen von der natürlichen Verhütung über mechanische und chemische bis hin zur hormonellen Verhütung. Welche Methode für Sie die Beste ist, hängt von verschiedenen Kriterien ab. Das Alter spielt dabei ebenso eine Rolle wie die Sicherheit, eventuell vorhandene Erkrankungen oder die Familienplanung. Wer auf Nummer „Sicher“ gehen möchte, greift meist zur hormonelle Verhütung. Aber welche Vor-und Nachteile haben die verschiedenen Methoden?

Die Hormonspirale

Im Gegensatz zur Pille brauchen Sie bei der Hormonspirale nicht jeden Tag an die Einnahme denken. Die Verhütungsmethode ist sehr sicher und bietet eine Langzeitverhütung über mehrere Jahre. So ist die Hormonspirale Levosert für eine Liegedauer von fünf Jahren zugelassen. Dabei können Sie die Hormonspirale jederzeit wieder entfernen lassen, wenn Sie einen Kinderwunsch haben. Oft wird die Zeit der Regelblutung kürzer und die Blutung an sich schwächer. Die Hormonspirale kann auch während des Stillens als hormonelle Verhütung eingesetzt werden.

Auch die Verträglichkeit ist meist besser und der Hormonspiegel um vieles geringer als bei der Einnahme der Pille. Von vielen Frauen wird eine Hormonspirale besser vertragen, da kaum Nebenwirkungen auftreten. Die Kosten sind zwar am Anfang relativ hoch, amortisieren sich aber über die Zeit. Bei fünf Jahren Liegezeit ist die Hormonspirale sogar günstiger als die Pille. Weitere Informationen finden Sie hier.

Die Antibabypille

Die Pille ist immer noch der Klassiker unter den Verhütungsmitteln. Sie ist sehr sicher, sofern das passende Präparat ausgewählt wurde. Neben ihrer Anwendung als Verhütungsmittel kann die Pille auch das Risiko für Eierstock-oder Gebärmutterkrebs reduzieren und sich positiv auf Akne auswirken. Außerdem kann die Pille sehr wirksam bei Menstruationsbeschwerden sein. Zyklusstörungen und Menstruationsschmerzen verschwinden meist oder werden zumindest gemildert.

Allerdings hat die Pille auch einen entscheidenden Nachteil: wird sie nicht regelmäßig eingenommen, ist die Wirkung fraglich. Und auch andere Medikamente können die Wirkung der Pille beeinflussen. Dazu kommt ein leicht erhöhtes Risiko für Thrombosen und Embolien, besonders dann, wenn andere Risikofaktoren wie Rauchen oder erhöhter Blutfettspiegel dazukommen. Eventuell müssen Sie auch mit Nebenwirkungen rechnen, zu denen Gewichtszunahme, Stimmungsschwankungen und Übelkeit gehören.

Die Minipille

Im Gegensatz zur Antibabypille enthält die Minipille nur ein Hormon. Mit dem Hormon Gestagen wird der Eisprung nicht verhindert, sondern die Verflüssigung des Schleims gehemmt. Dadurch können die Samenfäden nicht in die Gebärmutter eindringen. Die Minipille können Sie auch während der Stillzeit nehmen. Ein weiterer Unterschied zur Pille: Sie müssen die Minipille immer einnehmen, ohne Pause. Sind Sie bei der Einnahme nicht sehr diszipliniert, verliert die Pille schnell an Wirkung. Der Vorteil der Minipille liegt im Einsatz nur des einen Hormons Gestagen. Dadurch ist die Minipille auch für sehr junge Mädchen geeignet.

Die Verhütungsstäbchen

Verhütungsstäbchen sind für Sie geeignet, wenn Sie kein Östrogen vertragen oder aus verschiedenen Gründen nicht nehmen dürfen und gleichzeitig eine unkomplizierte Anwendung und Sicherheit wünschen. Regelschmerzen und die Monatsblutung werden meist weniger.

Verhütungsstäbchen können aberauch Nebenwirkungen haben. So können Stimmungsschwankungen, sexuelle Unlust und Akne entstehen. Im Gegensatz zur Hormonspirale und zur Pille sind die Stäbchen, die exakt unter der Haut platziert werden müssen, auch relativ teuer. Problematisch kann auch eine Entfernung werden, wenn die Verhütungsstäbchen wandern oder zu tief unter die Haut gesetzt wurden.

Das Verhütungspflaster

Zur hormonellen Verhütung gehört auch das Verhütungspflaster, ein kleines Pflaster, welches auf Po, Bauch, Oberarm oder eine andere Stelle geklebt werden kann. Das Pflaster enthält eine Kombination aus den Hormonen Gestagen und Östrogen und gibt diese dosiert ab. Der Vorteil zur Antibabypille liegt in der Verabreichung. Das Pflaster gehört zu den sicheren Verhütungsmethoden und ist leicht anzuwenden, ohne das Sie täglich an die Einnahme denken müssen. Im Gegensatz zur Pille ist die Wirkung des Verhütungspflasters bei Durchfall oder Erbrechen nicht eingeschränkt. Diese Verhütungsmethode ist deshalb bei verschiedenen Erkrankungen wie Bulimie oder Darmerkrankungen geeignet.

Wie bei der Pille kann es auch beim Verhütungspflaster zu Nebenwirkungen kommen. Dazu gehören Stimmungsschwankungen, Spannungsgefühl in den Brüsten oder Kopfschmerzen. Außerdem steigt das Risiko für Schlaganfall, Thrombosen oder Herzinfarkt.

Die Pille danach

Die Pille danach ist keine eigentliche Verhütungsmethode. Bei dieser Methode wird verhindert, dass das Ei sich in der Gebärmutter einnistet. Die Pille danach muss spätestens 48 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr genommen werden. Dabei kann es zu starken Nebenwirkungen kommen wie Übelkeit oder Erbrechen. Die Pille danach kann nur eine Notfallmaßnahme, keine Verhütungsmethode sein.

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