Ursachen, Symptome, Behandlung Karies

Karies ist nichts anderes wie Zahnfäule. Die Zahnsubstanz baut sich ab und das Ergebnis ist schließlich ein Loch im Zahn. Dies führt über kurz oder lang zu heftigen Zahnschmerzen. 

Karies-Behandlung Karies © yoh4nn/iStock

Wenn nun nicht gehandelt wird, setzt sich der Prozess fort und irgendwann ist der Zahn zerstört. Karies ist eine relativ häufige Zahnerkrankung. Leider ist es meistens falsche Ernährung in Verbindung mit einer nachlässigen Zahnpflege. Selbst Kleinkindern können an ihren Milchzähnen schon unter Karies leiden. Dies betrifft vor allen Kinder, die süße Getränke aus Nuckelflaschen bekommen. Da kann der süße Saft oder Tee die Zähne so richtig umspielen. Süße Getränke im Allgemeinen fördern Karies.

Wie erkenne ich Karies?

Erstmal ist Karies unsichtbar und verursacht auch keine Schmerzen. Die schädlichen Kariesbakterien bauen sich erst mit der Zeit auf. Daher ist eine gute Zahnhygiene das wichtigste Hilfsmittel, um Karies zu verhindern. Schreitet der Karies jedoch voran, werden die Zähne immer mehr demineralisiert und das Loch im Zahn ist da. Jetzt entstehen meist auch Schmerzen. Je mehr die Zahnsubstanz abnimmt, desto mehr werden die Schmerzen zunehmen. Dies ist auch nicht ganz ungefährlich. Eine Kariesinfektion kann zum einen auf andere Zähne übergehen, aber auch kann diese Entzündung auf den Kieferknochen übergehen und diesen zerrstören. Soweit muss es aber nicht kommen, wenn man spätesten bei Zahnschmerzen etwas dagegen unternimmt. 

Was kann ich gegen Karies tun?

Der erste Weg führt natürlich zum Zahnarzt. Hat der Karies bereits ein Loch entstehen lassen, muss der Zahnarzt leider zum Bohrer greifen. Das Loch im Zahn wird aufgebohrt und danach mit einer Füllung verschlossen. Es gibt verschiedenste Materialien zum Füllen eines Loches im Zahn. Ob nun eine Füllung aus Keramik, Kunststoff, Metall (beispielsweise Gold) oder Amalgam für Ihren Zahn geeignet ist, entscheidet der Zahnarzt zusammen mit dem Patienten. Die Füllungen unterscheiden sich von der Lebensdauer und auch preislich gibt es hier einen Unterschied. Nicht jede Krankenkasse übernimmt jede Füllung. Eventuell kann es hier zu Zuzahlungen für den Patienten kommen. Wenn der Zahnarzt nun den von Karies befallenen Zahn, versorgt hat, werden die Schmerzen hoffentlich auch wieder verschwinden. In einigen Fällen ist allerdings das Füllen des Zahnloches nicht mehr ausreichend. Denn wenn der Karies sich zu nah am Zahnnerv befindet, muss eine Wurzelfüllung vorgenommen werden. Nur durch eine Wurzelbehandlung kann der Zahn erhalten werden. 
Viele Zahnärzte bieten zwischenzeitlich auch neue Methoden zur Kariesbehandlung an. Alternativ zum Bohren gibt es die Möglichkeit einer Laserbehandlung. Die Bakterien die sonst mit dem Bohrer entfernt werden, werden hier mit Laserstrahlen entfernt. Dies geschieht beinah schmerzfrei und hat für den Patienten den Vorteil auf eine Betäubung verzichten zu können.- Wenn der Zahn herkömmlich aufgebohrt werden muss, ist für die meisten Patienten eine Schmerzbetäubung unverzichtbar. Leider haben Betäubungsspritzen immer den Nachteil dass sie auch nach der Behandlung noch wirken. Dies ist für die meisten doch sehr unangenehm, nach einer Betäubung hat man dann einige Zeit überhaupt kein Gefühl im Mundbereich. Essen und Trinken ist dadurch meist für einige Zeit nicht möglich. Durch eine Laserbehandlung ist dies vermeidbar. Der Nachteil ist, dass eine Laserbehandlung leider nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird. Der Patient selber wird also zur Kasse gebeten. 
Es gibt noch eine weitere Methode zur Kariesbehandlung, die allerdings in Deutschland noch wenig praktiziert wird. Das ist die sogenannte Druckluftbehandlung. Mit Hilfe von Druckluft wird ein spezieller Wirkstoff auf die kariösen Stellen gesprüht. Durch diesen Wirkstoff sollen Bakterien abgelöst werden, die der Zahnarzt dann sehr einfach mit dem Sauger entfernen kann. Diese Methode wird zurzeit in den USA getestet. In Schweden wird ein Gel getestet das kariöse Stellen so weich machen soll, dass diese nur noch abgeschabt werden müssen. Man sieht also, es wird sehr viel geforscht um die Zahnerkrankung Karies in den Griff zu bekommen. 

Kann ich Karies vorbeugen?

Die beste Vorbeugung gegen Karies ist eine gesunde Ernährung und eine gute Zahnhygiene. Dabei ist es nicht ausreichend sich morgens und abends die Zähne zu putzen. Durch Zähneputzen werden Bakterien im Mund reduziert. Diese Bakterien führen letztendlich zu Karies. Gleich nach dem Zähneputzen bildet sich auf den Zähnen wieder langsam ein Belag aus Speichel und Bakterien. Man putzt sich also morgens die Zähne, dann wird gefrühstückt, Kaffee getrunken und Mittag gegessen. Zwischendurch gibt es ein wenig Obst und Limonade, nachmittags ein Stück Kuchen und Kaffee und am Abend noch belegte Brote. Im Laufe des Tages können sich auf den Zähnen also richtig dicke Beläge bilden. Dies kann man vermeiden, wenn wirklich nach jeder Mahlzeit die Zähne geputzt werden. Allerdings sollte man nach dem Genuss von Cola oder Citrusfrüchten mit dem Zähneputzen ein wenig warten. Denn deren Säure raut den Zahnschmelz auf, wer nun gleich die Zähne trägt dabei den Zahnschmelz ab. Dann haben Bakterien ein leichtes Spiel. Also regelmäßiges Zähneputzen und so wenig wie möglich, zuckerhaltige Lebensmittel, sind die beste Vorbeugung gegen Karies. 

Fazit

Karies lässt sich vermeiden, wenn man sich an diese einfachen Regeln hält. Ist es aber doch geschehen und der Karies hat einen Zahn angegriffen, heißt es so schnell wie möglich zum Zahnarzt. Riskieren Sie nicht, das der Karies andere Zähne oder gar den Kieferknochen schädigen kann. 
 

 
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