Brustoperationen bleiben beliebt Diese Varianten gibt es heutzutage

Im Jahresbericht der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie werden die Trends der Schönheitsbranche deutlich auf den Punkt gebracht: Die Faltenunterspritzung rangiert mit 26,8 Prozent auf Rang 1 der beliebtesten Behandlungen. Die Botulinumbehandlung liegt mit 20,1 Prozent dahinter. Beide Behandlungen fallen in die Rubrik der nicht- und minimalinvasiven Behandlungen, ebenso wie die Faltenunterspritzung mit Eigenfett, die mit 2,3 Prozent auf dem letzten Rang liegt.

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Brust und Gesicht sind die Haupt-Aktionsfelder der ästhetisch-plastischen Chirurgie

In der Riege der ästhetisch-plastischen Operationen geht es vor allem um Brust, Bauch und Gesicht. Die Fettabsaugung rangiert in dieser Gruppe mit 8,6 Prozent auf dem ersten Rang, die Bauchdeckenstraffung zeigt in der Statistik 4,5 Prozent. Im Gesicht liegt die Oberlidstraffung (8,4 Prozent) vor der Lippenkorrektur (6,1 Prozent) und das Hals-/Stirn-/Facelifting liegt mit 5,7 Prozent vor der Nasenkorrektur (4,4 Prozent) und der Unterlidstraffung. Bei den Brustbehandlungen führen die Brustvergrößerungen mit Hilfe von Implantaten (8,4 Prozent). Brustverkleinerungen (4,2 Prozent) und Bruststraffungen (3,3 Prozent) folgen. Welche Optionen und Möglichkeiten es gibt, die Brust operativ zu modellieren, verrät dieser Beitrag. Ein Kosten- und Ärztevergleich für Brustoperationen lässt sich online abrufen.
 

1. Brustvergrößerung – mit Implantaten oder Eigenfett
Um das eigenen Brustgewebe so zu optimieren, dass die Brust zum eigenen Körperbewusstsein passt, gibt es zwei Optionen: entweder die Brustvergrößerung mit Implantaten oder mit Eigenfett. Der Vorteil der Eigenfett-Behandlung liegt darin, dass sich nach dem Eingriff kein Fremdkörper im eigenen Körper befindet. Das Risiko der Kapselverhärtung ist ausgeschlossen, das Risiko einer Infektion sinkt. Auch in punkto Gefühl berichten viele Frauen davon, nach einer Brustvergrößerung ein „natürlicheres“ Gefühl zu haben, denn implantiert wurden körpereigene Substanzen. Allerdings gibt es einen kleinen Wehmutstropfen: Eine Körbchengröße ist das Maximum, was eine Brustvergrößerung mit Eigenfett möglich macht. Auch kann sich das Fettgewebe im Körper wieder abbauen. Wer sich für künstliche Implantate entscheidet, wird auf Modelle mit einer Kochsalzlösung oder Silikongel setzen. 80 Milliliter bis 600 Milliliter kann ein Implantat umfassen. 


2. Verschiedene Schnittverfahren unterscheiden die Brustverkleinerung
Der Facharzt, der die Brustverkleinerung durchführt, entscheidet sich mit Blick auf die Größe und die Anatomie der Brust für eine dieser Schnitttechniken. 

  • Der T-Schnitt beginnt am Brustwarzenvorhof und geht nach unten. Unter der Brust wird ein horizontaler Schnitt gesetzt. Bei der T-Methode (die auch als Strömbeck- oder Anker-Methode in der medizinischen Fachliteratur zu finden ist), entsteht eine t-förmige Narbe. Obgleich dieses Verfahren heute als Standardverfahren gilt, so birgt es doch auch Nachteile. Durch den Eingriff kann die Sensibilität und Funktionalität der Brustwarze gestört werden.
  • Eine Weiterentwicklung dieser Methode ist die sogenannte L-Methode. Der Schnitt erfolgt nicht etwa in T-Form, sondern in Form eines L. Der horizontale Schnitt erfolgt also in eine Richtung, nicht in zwei. Der Vorteil ist, dass die Narbe deutlich kleiner ausfällt.
  • Die Pilz-Methode ist mit Blick auf die Schnitttechnik ähnlich. Nach dem Schnitt um den Brustwarzenhof herum erfolgt ein senkrechter Schnitt nach unten. Dann jedoch wird bei der Pilz-Methode (auch Lejour-, I- oder Vertikal-Methode) die Brust unterhalb der Brustwarze zusammengezogen. Der Nachteil: Es wird mehrere Monate dauern, bis die Haut sich ganz von alleine zusammenzieht.
  • Bei der Benelli-Methode (auch O-Methode genannt), kommt es nur zu minimalen Narben. Das liegt daran, dass nur unterhalb des Brustwarzenvorhofs ein Schnitt gesetzt wird. Diese Operationsvariante bringt durchaus Einschränkungen mit sich. Es kann nur wenig Gewebe entfernt werden. Eine Straffung ist nicht möglich. Auch bei dieser Methode wird der Schnitt nach dem Eingriff wieder zusammengezogen. 

3. Diese drei Varianten der Bruststraffung sind möglich
Vor allem für die Reduktion von überschüssiger Haut gibt es schier unzählig viele Schnittverfahren. Gängig ist das Versetzen der Brustwarze nach oben und die Verkleinerung des Brustwarzenvorhofs. Ohne ein Versetzen der Brustwarze ist dieser Eingriff nur möglich, wenn die Brüste nur wenig hängen oder große Implantate im zweiten Schritt eingesetzt werden sollen.
Zunehmend häufiger wird bei der Bruststraffung durch die Entfernung überschüssiger Haut eine Modellierung von Haut, Faszien und Muskeln angestrebt, die zusammen wie ein integrierter BH wirken und so ein erneutes Erschlaffen und Hängen der Brust verhindern sollen. Alternativ ist es auch möglich, die Brüste direkt im Zuge einer Brustverkleinerung zu straffen. Dabei wird der gewünschte Effekt erzielt, in dem hauptsächlich Drüsengewebe entfernt wird. 


Auch der umgekehrte Weg ist denkbar. Dabei werden Implantate eingesetzt, um eine Brust zu straffen bzw. das Gewebe, in dem einst eine voll Brust saß, wieder aufgefüllt wird. Üblich ist dieser Eingriff in zwei Schritten. Zunächst wird die Brust gestrafft. Dann senkt sie sich. Anschließend werden Implantate eingesetzt. 

 
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