Entschlacken Die Haut wird reiner, Falten verschwinden

Fit wie ein Turnschuh, klar wie der Dalai Lama! Genau so fühlte sich FÜR SIE-Leserin Madeleine Koenigs bei ihrer zweiwöchigen Fastenkur. Wir haben sie dabei begleitet.

 

 

Ganz genau wissen die Experten noch nicht, was bei der Kombination aus Nahrungsmangel, Entspannung und Bewegung passiert. Vieles deutet aber darauf hin, dass sogenannte Sirtuine eine Rolle spielen. Das sind Zellschutz-Enzyme, die der Organismus aktiviert, wenn der Magen nichts mehr zu tun bekommt. Gleichzeitig wird die Produktion von schädlichen „Wachstumsfaktoren“ (IGF) und Proteinen gebremst. Die Folge: Entzündungen werden eingedämmt. Das ist oft schon auf den ersten Blick zu sehen. „Wer fastet, macht häufig die Erfahrung, dass Hautunreinheiten abklingen, Fältchen sich glätten, Orangenhaut zurückgeht und dass die Haut insgesamt straffer und rosiger wird“, berichtet Dr. Wemhöner.

Mit etwas Disziplin lässt sich auch vermeiden, was Deutschlands berühmtestem Fasten-Fan nach der Kur regelmäßig passierte. Alt-Kanzler Helmut Kohl, bekennender Schlachtplatten-Gourmand, nahm in den 1980er-Jahren durch Kalorienverzicht regelmäßig acht bis zehn Kilo ab. Die Deutschen konnten zusehen, wie er danach stets noch strammer wurde als zuvor. „Wenn man zehn Tage entsagt hat, sollte man weitere drei Tage für das sogenannte Abfasten einplanen“, empfiehlt Dr. Isabel Wemhöner. „Diese Zeit braucht der Körper, um sich wieder auf die normalen Essgewohnheiten einzustellen.“ Sie rät ihren Patienten, darüber hinaus eine Woche beim Schlemmen nicht über die Stränge zu schlagen.

Madeleine Koenigs, mit einem Normalgewicht von 56 Kilo sowieso eine eher zarte Person, hatte kein Problem damit, dass sie sich von ihren fünf verlorenen Kilos drei ganz schnell wieder angefuttert hat. „Um mein Gewicht musste ich mich noch nie sorgen“, sagt sie. „Früher habe ich mich allerdings nicht so gesund ernährt. Jetzt habe ich richtig Lust auf Selbstgekochtes.“ Das Rezept ihrer Auberginen mit Mozzarella hat sie vom Klinikkoch abgeschaut. Ihr Fazit: „Dass mir Fasten so leicht fallen und so guttun würde, hätte ich nie gedacht. Ich möchte es unbedingt nächstes Jahr wiederholen.“

Tipps und Infos

Wie lange kommt man ohne Essen aus?

Keine Fastenkur ist wirklich eine Null- Diät. Um dem Körper notwendige Mineralien und Vitamine zu geben, wird vor allem Flüssiges serviert – meist Gemüsebrühe, Säfte und Tees. Das halten Gesunde mehrere Wochen problemlos durch. Der Hunger verschwindet nach wenigen Tagen. Wie lange eine Kur dauern sollte – dafür gibt es nur grobe Regeln. Eine Woche sollte man mindestens einplanen. Wer aus medizinischen Gründen entgiften möchte, braucht dafür meist zwei bis drei Wochen.

Hier können Sie kuren

Fasten sollte man nicht in Eigenregie, sondern immer unter ärztlicher Aufsicht. Je nach Konstitution können sonst beispielsweise Herzrhythmusstörungen auftreten. In Spezialkliniken, wie der Malteser Klinik von Weckbecker in Bad Brückenau, gibt es immer einen individuellen Therapieplan. Die Kuren (ab 900 Euro/Woche) werden von manchen Kassen bezahlt (www.weckbecker.com).

Für wen der Nahrungsverzicht geeignet ist

  • Eine Fastenkur tut jedem gut. Vor allem bei Erschöpfung, Überforderung und Dauerstress bringt die Auszeit für die Verdauung Entspannung und neue Kraft.
  • Die heilsame Wirkung bei chronischen Krankheiten wie beispielsweise Rheuma, Diabetes, Allergien und sogar multipler Sklerose wurde in Studien bestätigt.
  • Bei krankhaftem Übergewicht erleichtert eine Fastenzeit den Beginn einer langfristigen Ernährungsumstellung.

Wer zu Hause entschlacken möchten, findet hier tolle und vor allem leckere Rezepte für eine Woche >> Rezepte zum Entschlacken

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Autor:
Dagmar Metzger