Gesundheit und Fitness Interview: Metabolic Typing - Ein Weg zur Traumfigur?

Aufnehmen, umwandeln, abbauen: Unser Körper bringt ständig Höchstleistungen. Je aktiver unser Stoffwechsel ist, umso leichter fällt das Abnehmen. Erfahren Sie hier mehr!

Interview: Metabolic Typing - Ein Weg zur Traumfigur?

 

Drei Fragen an Professor Dr. Andreas Pfeiffer, Direktor der Abteilung Endokrinologie, Diabetes und Ernährungsmedizin an der Charité Berlin: Private Institute bieten das sogenannte Metabolic Typing, also Stoffwechsel- und Drüsentyp-Analysen an und geben auf dieser Basis Ernährungsempfehlungen. 

Kann man damit besser abnehmen?

Nein. Grundsätzlich wird man nur durch eine Maßnahme schlanker: weniger essen und/oder sich mehr bewegen. Dabei ist es egal, ob Sie sich von Salat, Steaks oder Fisch ernähren. Das MetabolicTyping macht nur dann Sinn, wenn man bereits bestehende Stoffwechselkrankheiten aufspüren möchte. So weist etwa eine gestörte Glukosetoleranz auf ein erhöhtes Diabetes-Risiko hin. Wenn Sie das wissen, können Sie selbstverständlich mit einer geeigneten Ernährung gegensteuern. Aber solche Untersuchungen können Sie auch bei Ihrem Hausarzt machen lassen.

Kann man nicht besser abnehmen, wenn man weiß, ob man schneller oder langsamer verbrennt?

Sicher gibt es diese Unterschiede im sogenannten Grundumsatz. Doch beim Abnehmen kommt es ja darauf an, das Hungergefühl in den Griff zu bekommen, egal wann es auftritt. Der Hauptschalter für unseren Appetit sitzt aber im Kopf. Das Hormon Grehlin, das vom Magen in die Blutbahnen abgegeben wird und uns Hunger verspüren lässt, wirkt im Gehirn auf das Lust- und Belohnungszentrum. Deshalb muss uns das Essen auch schmecken.

Bringt denn wenigstens die Körperfettmessung einen Nutzen?

Wenn Sie sportlich sind, können Sie sich freuen, dass Sie wenig Fett mit sich herumtragen. Für die Gesundheit spielt es keine Rolle, ob man diesen Wert kennt. Der gefährliche Speck wird damit nicht erfasst. Er sitzt in der Bauchregion zwischen den Organen. Zu viel davon lässt das Risiko für Herzinfarkt, Diabetes, Alzheimer und Krebs steigen. Wer ihn genau messen lassen möchte, muss sich mit einem Computer- oder Kernspin-Tomografen durchleuchten lassen. Aber es gibt auch eine grobe Regel: Ist bei Frauen der Taillenumfang in Höhe des Bauchnabels größer als 88 Zentimeter, bei Männern größer als 102 Zentimeter, ist die Gesundheit gefährdet. Das können Sie zu Hause selbst messen.

Fazit

Wer mit dem Low-Carb Konzept "Metabolic Balance" abnehmen möchte, sollte viel Disziplin mitbringen: Gegessen wird drei Mal täglich im 5-Stunden-Rhythmus. Hierbei stehen vor allem Fisch, Fleisch, Milch- und Sojaprodukte auf dem Speiseplan. Zusätzlich sollten mindestens zwei Liter Wasser getrunken werden. Alle Infos zur Diät gibt es hier >>

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Autor:
Dagmar Metzger