Was passt zu mir? Glyx-Diät

Weniger Insulin, geringere Fettspeicherung - das ist der Gedanke hinter der Glyx-Diät. Bei dieser Ernährung nehmen Sie wenig Kohlenhydrate zu sich, essen aber fettreich und herzhaft.

Abnehmen mit der Glyx-Diät Glyx-Diät © yulkapopkova/iStock

Glyx-Diät: Clever kombiniert

WIE FUNKTIONIERT ES?
Bei der Diät kommt es auf die richtige Kombination von Nahrungsmitteln an. Glyx steht für „Glykämischer Index“. Dieser zeigt an, in welchem Maß ein Lebensmittel die Bauchspeicheldrüse dazu anregt, Insulin auszuschütten. Nach dem Glyx-Konzept kann man aber nur abnehmen, wenn der Insulinspiegel niedrig ist. Denn Insulin ist ein Speicherhormon, das Fett in die Fettzellen schleust und dort festhält. Deshalb sollen überwiegend Lebensmittel mit einem niedrigen Glyx gegessen werden. Kurz gesagt gehören stark verarbeitete Kohlenhydrate wie Zucker, Weißmehl, polierter Reis, aber auch Kartoffeln, gekochte Möhren sowie verschiedene Obstsorten zu den Insulin-Lockern, während die meisten Gemüsesorten, Vollkornprodukte und eiweißhaltige Lebensmittel den Blutzuckerspiegel kaum beeinflussen. Sie sollten bevorzugt verzehrt werden. Lebensmittel mit hohem Glyx kann man durch geschicktes Kombinieren mit Glyx-niedrigen in ihrer Insulinwirkung „entschärfen“. Zum Weiterlesen: „Glyx-Diät“ von Marion Grillparzer (GU).

WIE SCHNELL KANN MAN ABNEHMEN?
Am Anfang purzeln die Pfunde rasch, da durch die verringerte Kohlenhydratmenge weniger Wasser gebunden wird. Später sind es ein bis zwei Pfund pro Woche.

WIE GESUND IST ES?
Sehr: durch viel Gemüse, Vollkorn, pflanzliche Fette und mageres Fleisch.

PLUSPUNKT?
Weil am Geschmacksträger Fett nicht gespart werden muss, schmeckt das Essen richtig lecker.

MINUSPUNKT?
Die Lust auf eine ordentliche Portion Kartoffeln als Beilage zum Hauptgericht oder auf ein knuspriges Baguette-Brötchen mit Konfitüre bleibt bestehen – und der Verzicht kann Ihnen das Leben schwer machen.

FÜR WEN IST ES GEEIGNET?
Für Menschen, die herzhaftes Essen bevorzugen.

FAZIT:
„Die Glyx-Diät ist ein zunächst plausibles Prinzip – es fehlen jedoch wissenschaftliche Untersuchungen darüber, ob die Methode im Vergleich zu einer Kontrollgruppe wirklich etwas bringt. Die Annahme, dass ein Blutzuckeranstieg nach dem Essen etwas Schlechtes ist, kristallisiert sich zunehmend als unrichtig heraus. Der Blutzuckeranstieg nach dem Essen ist ein wichtiges Sättigungssignal, das übermäßige Kalorienaufnahme verhindert.“

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