Weg mit dem Hüftgold! Die Vorstellung zu essen macht schlank

Wer sich mental auf dünn programmiert, verliert tatsächlich Gewicht, zeigen aktuelle Studien. Die neuen Psycho-Pillen für die Figur heißen Fantasie, Achtsamkeit und Lässigkeit.

Pfundige Gedanken: Warum schon die Vorstellung zu essen satt macht

Gerade haben amerikanische Wissenschaftler festgestellt, dass selbst Essen, das nur in unserer Fantasie stattfindet, satt machen kann. Wenn das stimmt, wäre es eine Diät-Revolution. Wir könnten unsere Hungergefühle besiegen, ohne wirklich zu essen. 33 Schokolinsen und 33 Käsewürfel: Das war die Versuchsanordnung bei einer Studie im amerikanischen Pittsburgh. Die Versuchspersonen sollten sich die Leckereien ganz genau vorstellen: ihren Geruch, ihren Geschmack, die Konsistenz, und sie dann in ihrer Fantasie langsam verzehren.

Das erstaunliche Ergebnis: Diejenigen, die in Gedanken bereits 33 Schokolinsen oder Käsewürfel zu sich genommen hatten, verputzten später „in echt“ erheblich weniger davon als die Probanden in Vergleichsgruppen, die die Imaginationsübung nicht gemacht hatten. Das Sichsatt-Denken funktioniert aber nur, wenn man sich im Kopf wirklich detailliert ausmalt, wie man die Nahrungsmittel isst. „Das deckt sich mit unserer überraschenden Erfahrung, dass Frauen selbst beim Fasten kein Problem damit haben, für ihre Familien mit Hingabe die köstlichsten Gerichte zu kochen“, sagt Heilpraktiker Heymann. Die Erklärung: „In ihrer Fantasie essen sie mit. Gleichzeitig ist das Ego stolz, an den eigenen Zielen festzuhalten.“

Wenn die Vorstellungskraft ausreichen kann, satt zu werden, welche mentalen Tricks könnten sonst noch helfen, zur schlanken Hochform aufzulaufen? Auf Erinnerungsvermögen setzt der Ernährungsforscher Dr. Jeffrey Brundstrom aus Bristol in England. In einer Untersuchung fand er heraus: Je besser wir uns an unsere letzte Mahlzeit erinnern, desto weniger Appetit verspüren wir im Lauf des Tages. Wer seine Lasagne jedoch achtlos zwischen Computer und Fernseher verschlingt oder die Mittagspause vertratscht und kaum wahrnimmt, was er eigentlich gerade isst, hat schneller wieder Hunger – und damit größere Probleme abzunehmen.

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Autor:
Andrea Tapper