8. Oktober 2021
11 Angewohnheiten, die Ihrer Darmflora schaden

11 Angewohnheiten, die Ihrer Darmflora schaden

Eine gesunde Darmflora wirkt sich positiv auf die psychische und physische Gesundheit aus. Doch nicht immer kommen wir dieser auch nach. Stattdessen verfallen wir in Angewohnheiten, die sie auf Dauer sogar schädigen können – zum Beispiel diese 11!

Haben Sie sich heute schon etwas Gutes getan? Nein, damit meinen wir nicht nur den leckeren Kaffee am Morgen oder eine verwöhnende Gesichtsmaske, sondern ganz speziell Ihre Darmgesundheit! Denn der sollten Sie mindestens so viel Aufmerksamkeit schenken wie den übrigen Aspekten Ihres Lebens.

Gerät die Darmflora durch schlechte Angewohnheiten aus dem Gleichgewicht, reagiert der Körper in der Regel mit Verstopfung, Blähungen, Durchfall und Co. Und das wirkt sich auf Dauer leider auch negativ auf die psychische und physische Gesundheit aus. Wir decken auf, mit welchen Angewohnheiten Sie Ihrem Darm schaden!

11 Angewohnheiten, die Ihrer Darmflora schaden

Angewohnheit 1: Sie schlingen Ihr Essen

Essen wir hastig, schlucken wir nicht nur jede Menge Luft, das Frühstück, Mittag- oder Abendessen wird oft auch nicht richtig durchgekaut. Genau dieser grobe Essensbrei stellt den Magen-Darm-Trakt dann aber vor eine große Herausforderung. Die Folge: Aufgenommene Nahrung wird schlechter verwertet, es kommt zu Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Bauchschmerzen oder Verstopfung. Versuchen Sie daher, sich beim Essen mehr Zeit zu nehmen. Ihrer Darmflora tun Sie damit einen großen Gefallen!

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Angewohnheit 2: Sie kauen nicht richtig

Schlingen Sie Ihr Essen und kauen es dabei viel zu wenig durch, ist die Doppelbelastung für den Magen-Darm-Trakt perfekt. Blähungen, Sodbrennen, Darmgeräusche und Magen-Darm-Krämpfe sind praktisch vorprogrammiert. Besonders unangenehm kann das im Büro werden, wenn noch der halbe Arbeitstag vor Ihnen liegt. Doch warum ist gründliches Kauen so wichtig? Durch die aufgespaltenen Enzyme im Speichel wird die aufgenommene Nahrung leichter in ihre Einzelteile zerlegt. Der Magen-Darm-Trakt kann die Speisen also deutlich leichter verdauen. Davon profitiert natürlich vor allem Ihre Darmflora. Die Beschwerden? Klingen ab.

Angewohnheit 3: Sie greifen schnell zu Medikamenten

Wenn man krank ist, ist die Einnahme von Medikamenten manchmal unumgänglich. Etwa bei einer Bronchitis, Mandelentzündung oder Blasenentzündungen. Viele Menschen neigen jedoch dazu, bei jedem noch so kleinen Wehwechen Tabletten zu schlucken. Der Darmflora tun Sie damit jedoch überhaupt keinen Gefallen. Gerade wer regelmäßig Antibiotika oder Ibuprofen einnimmt, schwächt die Darmflora und zerstört sie. Zudem können die Arzneimittel Nebenwirkungen wie Blähungen, Durchfall und Bauchschmerzen verursachen. Sofern es nicht notwendig ist, sollte die Einnahme von Medikamenten wie Ibuprofen oder Antibiotika gut überlegt sein.

Angewohnheit 4: Sie essen zu viel

Auch große Portionen oder mehrere Mahlzeiten kurz hintereinander können sehr belastend für den Magen-Darm-Trakt sein. Wir werden träge, fühlen uns schwach und weniger energiegeladen. Mit kleinen Mahlzeiten sorgen Sie dafür, dass Ihr Magen-Darm-Trakt nicht gleich vor eine Mammutaufgabe gestellt wird. So können Sie auch Ihr Hungergefühl besser einschätzen.

Angewohnheit 5: Sie trinken zu wenig

Trinken Sie zu wenig, kann sich das in vielerlei Hinsicht negativ auf Ihre Gesundheit auswirken. Unter anderem auf Ihren Magen-Darm-Trakt. Denn um den Speisebrei vernünftig verdauen zu können, spielt Flüssigkeit eine entscheidende Rolle. Wer zu wenig trinkt, begünstigt Verdauungsbeschwerden und Verstopfungen. Was noch im Körper passiert, wenn Sie zu wenig trinken, können Sie hier nachlesen>>

Angewohnheit 6: Sie nehmen zu viel Zucker zu sich

Zucker ist nicht nur schlecht für die Zähne und fördert Übergewicht und Erkrankungen wie Diabetes, er kann sich auch negativ auf die Darmflora auswirken. Forscher der University of Alberta fanden heraus, dass der Konsum von viel Zucker Auswirkungen auf den Darm hat. So kann es beispielsweise zu Entzündungen des Darms kommen.

Angewohnheit 7: Sie vertrauen auf Süßstoffe

Süßstoffe wie Sucralose, Saccharin, Aspartam, Steviolglycoside oder Acesulfam K haben zwar eine gute Kalorienbilanz und werden deshalb gerne als Zuckerersatz genommen, können der Darmflora jedoch schon in kleineren Mengen enorm schaden. Der Grund? Gute Darmbakterien können sich durch zu viel Süßstoff tatsächlich verändern und dem Körper schaden. Mehr zum Thema finden Sie hier. Wollen Sie Ihre Darmgesundheit aufrechterhalten, sollten Sie also unbedingt darauf achten, weniger Süßstoffe zu sich zu nehmen.

Angewohnheit 8: Sie ernähren sich einseitig und unausgewogen

Sie können es vielleicht schon nicht mehr hören, aber eine ausgewogene Ernährung hat ebenfalls großen Einfluss auf Ihre Darmgesundheit. Ernähren Sie sich zu einseitig und fettreich oder bevorzugen vor allem Fast Food und Fertiggerichte, kann es zu einer Übersäuerung kommen. Die wirkt sich immer auch negativ auf die Darmflora aus. Mit frischem Obst und Gemüse sowie ausreichend Ballaststoffen können Sie Verstopfungen, Blähungen, Krämpfen, Durchfall und Verdauungsproblemen entgegenwirken. Welche Lebensmittel der Darmflora schaden, können Sie übrigens hier nachlesen>>

Angewohnheit 9: Sie essen zu viele Ballaststoffe

Gerade im Hinblick auf eine gute Darmflora sind Ballaststoffe unerlässlich. Sie sind äußerst gesund, machen das Stuhlvolumen größer und lockerer und regen die Darmbewegung an. Was spricht also dagegen, Ballaststoffe zu essen? So gesund sie vielleicht auch sind: nicht alle Menschen vertragen sie. Denn jeder Mensch verdaut anders. Das hängt unter anderem mit der individuellen Zusammensetzung des Mikrobioms zusammen.

Gerade der Verzehr von Linsen, Bohnen oder kernigem Vollkornbrot kann bei empfindlichen Menschen zu Blähungen, Schmerzen und sogar Verstopfungen führen. Ballaststoffe sollten über den Tag verteilt dann nur in Maßen gegessen werden. Zusätzlich sollten Sie auf die Aufnahme von reichlich Flüssigkeit achten. Trinken Sie zu wenig, kann der Magen-Darm-Trakt die Ballaststoffe schlechter verdauen. Für die Darmflora eine unnötige Belastung.

Angewohnheit 10: Sie leiden unter Stress

Ärger und Stress schlagen einem nicht umsonst häufig auf den Magen und bringen die Darmflora damit aus dem Gleichgewicht. Mehrere Studien konnten bereits belegen, dass die Psyche eng mit der Darmgesundheit verknüpft ist. Die Universitäre Psychiatrische Kliniken (UPK) in Basel forschen aktuell etwa daran, ob durch eine Ernährungsumstellung oder die Gabe von Probiotika psychische Erkrankungen in Zukunft leichter behandelt werden können. Auch ein Reizdarm kann durch zu viel Stress oder Ängste begünstigt werden. Möchten Sie Ihrer Darmflora etwas Gutes tun, sollten Sie also unbedingt auch Ihre mentale Gesundheit im Blick behalten.

Angewohnheit 11: Sie bewegen sich zu wenig

Vielleicht haben Sie es selbst schon einmal bemerkt: Nach dem Essen fühlen wir uns häufig träge und schlapp. Raffen wir uns dann zu einem Spaziergang auf, kommen nicht nur wir, sondern eben auch der Darm und die Verdauung in Schwung. Bewegen wir uns kaum, kann es zu Darmträgheit kommen. Symptome wie Verstopfung, Völlegefühl, Bauchschmerzen und Schmerzen beim Stuhlgang sind die Folge. Und natürlich ist auch Sport immer eine gute Möglichkeit, den Darm fit, aktiv und gesund zu halten.

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