25. Juni 2021
Was Großeltern dem Nachwuchs mitgeben können

Was Großeltern dem Nachwuchs mitgeben können

Großeltern können ihren Enkeln nicht nur materielle Dinge schenken. Sie sind vielmehr in der Lage, ihnen Geschenke zu machen, die das Leben eurer Kinder nachhaltig bereichern werden. Welche Dinge genau das sind, haben wir uns einmal genauer angeschaut.

Oma mit Tochter und Mutter auf Sofa
© iStock

Wenn es um eure Kinder geht, habt ihr wahrscheinlich genaue Vorstellungen, was ihr ihnen weitergeben, womit ihr sie beschenken möchtet. Für eure Eltern hingegen ist der Umgang mit ihren Enkeln oft ungleich schwieriger. Denn in die Erziehung einmischen wollen sich die wenigsten Opas und Omas. Häufig verlagern sie sich deshalb darauf, die Rolle der Verwöhnenden zu geben – diejenigen, die euren Kindern keinen Wunsch abschlagen und euch deshalb vielleicht sogar manchmal in die Bredouille bringen. Denn nach jedem Besuch der Großeltern legt euer Nachwuchs dann vielleicht gewisse Erwartungshaltung an den Tag oder beschwert sich über Dinge, die bei Oma und Opa „besser sind“.

Wenn ihr eure Kinder aber in gesunder Weise mit euren Eltern in Kontakt kommen lassen wollt, müsst ihr auch damit klarkommen, dass diese die Kinder ganz automatisch miterziehen. Offene Gespräche über bestimmte Dinge helfen dabei, Problemen und konträren Ansichten zu begegnen und sie zu minimieren. Viel wichtiger aber ist vor allem auch, dass Großeltern – gerade auch, wenn sie schon in Rente sind und viel Zeit haben – euren Kinder ganz wunderbare Geschenke machen können. Diese Geschenke gehen weit über simplen Materialismus hinaus und wirken tatsächlich das ganze Leben lang im positivsten Sinne nach.

Ein Verständnis für die Unterschiede der Generationen wecken

Das erste Geschenk, auf das wir näher eingehen möchten und das wohl eines der wertvollsten Geschenke ist, dass Großeltern ihren Enkeln machen können, bezieht sich auf die Vergangenheit der Großeltern. Indem sie euren Kindern erklären, wie sie aufgewachsen sind und warum sie die Menschen geworden sind, als welche eure Kinder sie kennenlernen durften, lernen Kinder etliche Dinge.

Das Thema der Zeit und wie sich Dinge ändern

Sie kommen zum einen mit dem großen Thema der Zeit in Berührung, mit der Faszination für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und mit der Unabwendbarkeit von Veränderung. Während ihr als Eltern einfach noch viel näher an der Generation eurer Kinder dran seid, sind wiederum eure Eltern sicherlich in einer Zeit großgeworden, in der viele Dinge noch völlig anders funktionierten. Vielleicht könnt ihr deshalb auch gar nicht richtig den Abstand zu euren Kindern generieren, der nötig ist, um manche Dinge aus einem anderen Licht zu sehen.

So seid ihr vielleicht auch schon in eurer späten Jugend oder zumindest noch als (junge) Erwachsene mit dem Internet, den modernen Medien und vielleicht auch der Allgegenwärtigkeit von Smartphones in Berührung gekommen. Die aktuelle Großelterngeneration hingegen wuchs noch ohne diese Dinge auf. Wenn man jemanden sehen oder mit jemandem sprechen wollte, musste man noch zu derjenigen Person nach Hause fahren und an der Tür klingeln oder man suchte mitunter mal ein öffentliches Telefon auf, wenn kein eigenes zuhause vorhanden war. Auch die Arbeit funktionierte größtenteils noch ganz anders, wird doch heute hauptsächlich auch mit dem Internet gearbeitet.

Das sind nur zwei Beispiele dafür, wie sich die Zeiten geändert haben. Das Leben ist heute aber grundsätzlich ein anderes, als noch vor 50 oder gar 70 Jahren. Die Großeltern sind mit ihrem Erfahrungsreichtum aus der Vergangenheit in der Lage, diese Dinge mit ganz viel Einfühlungsvermögen und auf spannende Weise zu erzählen. Da hören viele Enkel vielleicht auch lieber zu, als im Geschichtsunterricht in der Schule, der oft nach strengen Lehrplänen erfolgt und eben auch nicht immer von Zeitzeug*innen oder begnadeten Lehrkräften durchgeführt wird.

Die persönliche Geschichte der Großeltern

Genauso spannend, wie die großen Entwicklungen und Veränderungen, die sich im Laufe der Zeit ergeben haben, ist natürlich auch die ganz persönliche Geschichte der Großeltern. Diese lässt sich, gerade wenn die Enkel noch sehr jung sind, am besten vermitteln, indem spannende Erlebnisse aus am besten auch der Kindheit oder Jugend erzählt werden. Denn gerade Kinder können sich nun einmal am besten in Gleichaltrige oder zumindest nur geringfügig Jüngere oder Ältere hineinversetzen – egal ob real oder nacherzählt. Vergleiche zu bestimmten Dingen, die die Enkel heute so und so machen und wie diese ablaufen mit der Kindheit von Oma und Opa, fesseln viele Kinder enorm.

Am besten werden diese Erzählungen natürlich mit Bild- und/ oder Videomaterial unterstützt. Denn in visuellen Zeiten wie diesen ist es für Kinder leichter, sich von der Vergangenheit „ein Bild zu machen“, wenn eben auch ein solches in irgendeiner physischen Form vorliegt. Alte Fotoalben, Super-8-Kameraufnahmen oder Diashows sind gleichzeitig spannende Medien für Kinder, die in der Regel sonst nur mit moderner Touchscreentechnik und Computern zu tun haben.

Viele Großeltern machen übrigens den Fehler, von ihrer Vergangenheit immer nur bruchstückhaft oder ausschnittsweise zu erzählen. Die Details, so die Annahme, interessieren ja dann doch niemanden. Diese Annahme allerdings geht fehl. Gerade in den Details steckt in Bezug auf Vergangenes oftmals die wahre Faszination. Es gilt daher, durchaus auch einmal ausführlicher auf bestimmte Situationen und Abläufe einzugehen, die man miterlebt hat. Wichtig ist natürlich, stets darauf zu achten, ob die Enkelkinder am Ball bleiben, mitkommen und Interesse zeigen. Wer aufmerksam ist, bekommt von ganz alleine mit, für welche Themen die Kleinen besonders Feuer und Flamme sind. Auf diese kann dann erst einmal der Fokus gelegt werden. Mit dem Älterwerden steigt dann meist auch das Interesse für andere Themen.

Dem Kind einen guten finanziellen Start ins Erwachsenenleben ermöglichen

Während ihr euch als Eltern sicherlich immer wieder den Kopf darüber zerbrecht, wie ihr eurem Nachwuchs den Umgang mit Geld richtig beibringt, gehen Großeltern – wie bei so vielen Dingen – mit diesem Thema häufig etwas lockerer um. Gerade, wenn es ums Geld geht, ist es wichtig, dass ihr euch einmal zusammensetzt und über Taschengeld und materielle Geschenke sprecht. Denn dieses Thema kann durchaus schnell zu Streitereien führen.

Dennoch müsst ihr davon ausgehen, dass eure Eltern den Kleinen auch mal hinter eurem Rücken ein kleines Scheinchen extra zustecken. Dagegen könnt ihr oft einfach nichts tun und wenn ihr selbst einmal Großeltern seid, denkt ihr vielleicht auch anders über diese Sache. Daran ist auch nichts schlimm. Solange eure Eltern wissen, wie ihr zum Thema Taschengeld und den Umgang mit Geld vor den Kleinen steht, könnt ihr davon ausgehen, dass sie sich zumindest an euren Bitten und Regeln orientieren werden.

Der entspanntere Umgang mit Geld

Der vielleicht etwas spielerische oder zumindest sorglosere Umgang mit Geld, den die Großeltern oft vor ihren Enkeln an den Tag legen, hat aber auch seine expliziten Vorteile. Während ihr euch mitunter eben auch zu viele Gedanken darüber macht, denken die Großeltern weniger darüber nach, ob sie offen vor den Kleinen mit großen Geldscheinen bezahlen, ihr Portemonnaie in der Wohnung liegenlassen und über Themen rund ums Geld vor den Kleinen miteinander reden. Auch beim gemeinsamen Einkauf etwa im Supermarkt lassen sie die Kleinen an der Kasse gerne einmal zahlen, weil sie die Faszination der Kinder für diese Abläufe bemerken und ihr nachgehen.

Dadurch passiert eines ganz automatisch: Das Geld als nun einmal DAS Zahlungsmittel schlechthin, wird zur Normalität. Kinder müssen den Umgang damit früher oder später sowieso lernen. Sozialpädagog*innen plädieren sogar immer wieder auch dafür, Kindern schon vor der Einschulung Taschengeld zu geben, damit diese lernen, was passiert, wenn immer gleich alles ausgegeben oder auf etwas Größeres gespart wird. Wichtig ist, dass Großeltern genau darauf aber auch achten. Ab und an eine kleine zusätzliche Finanzspritze geht in Ordnung – doch die Kleinen sollten auch die Möglichkeit haben, durch das Ansparen von Geld ihre Geduld zu trainieren. Bekommen sie alles, was sie möchten, immer gleich geschenkt, werden sie später mitunter Schwierigkeiten beim Umgang mit Geld haben.

Geld für die Zukunft anlegen

Genauso spannend und wichtig ist auch das Thema der Geldanlage. Hier werdet vermutlich auch ihr nicht abgeneigt sein, wenn eure Eltern erwähnen, dass sie gerne für die Zukunft ihrer Enkel auch finanziell vorsorgen möchten. Schließlich stellen derlei Geldanlagen mitunter auch massive finanzielle Entlastungen für euch dar. Denkt nur einmal an die Zeit nach der Schule, wenn die Kleinen sich vielleicht für ein Studium entscheiden und in dieser Zeit noch keine Möglichkeit haben, nebenherzuarbeiten. Dann fallen Kosten für die Unterkunft in mitunter einer teuren Stadt, wie München oder Stuttgart an sowie Verpflegungskosten und eventuell Studiengebühren. Auch für andere Dinge, wie den Führerschein, Auslandsaufenthalte oder vielleicht auch den Versuch, in die Selbstständigkeit zu starten, werden Kosten anfallen.

Eine gute Geldanlage für die Enkel lohnt sich also allemahl. Wichtig ist, dass sich die Großeltern zu diesem Thema gut und umfassend informieren – denn klassische Sparformen wie etwa ein Sparbuch, oder Tagesgeld sind nicht mehr so lukrativ, wie früher. Ihr könnt euren Eltern Tipps geben und Informationsmaterial zur Verfügung stellen oder euch mit ihnen zusammensetzen und über die richtige Anlage sprechen. Die Entscheidung, welche Art der Anlage letztlich aber die richtige ist, solltet ihr euren Eltern überlassen. Schließlich ist es deren Geld, das angelegt wird und sie sollten daher auch eine Wahl treffen, die für sie richtig erscheint.

Zeigen, wie unterschiedlich Menschen auch in der Familie sein können

Das Thema Taschengeld ist nur ein Beispiel dafür, dass es Unterschiede im Verhalten von euch Eltern und wiederum euren Eltern gibt. Zum einen sind das Unterschiede in Bezug auf den Umgang mit den Kleinsten in der Familie, zum anderen aber auch Unterschiede in der persönlichen Lebensweise. Während manche Punkte und Details, die die Erziehung eurer Kinder betreffen, durchaus diskutabel sind und es gut ist, wenn sich die Großeltern bei manchen Dingen an die Wünsche von euch als Eltern anpassen, gibt es auch Dinge, bei denen ihr euch nicht einmischen sollt oder könnt. Und das ist auch gut so.

Denn jeder Mensch lebt sein eigenes Leben, trifft eigene Entscheidungen und verhält sich in bestimmten Situationen ganz so, wie es ihm seine Gefühle und Erfahrungen vorschreiben. Wäre es anders, bestünde die Welt aus langweiligen, einander vollkommen gleichenden Menschen – ein tristes Bild, einer farblosen und kreativlosen Menschengemeinschaft. Kinder sollten in einer solchen Welt nicht aufwachsen. Viel gesünder und natürlicher ist es, wenn sie mit Abwechslung und unterschiedlichen Menschen, Einstellungen und Lebensweisen konfrontiert werden. Denn nur so können sie sich ein Bild davon machen, welche Möglichkeiten es gibt, das eigene Leben zu gestalten.  So können sie schließlich auch entscheiden, wie sie selbst am liebsten leben möchten.

Was bedeutet das nun für die Großeltern?

Es bedeutet jedenfalls nicht, dass Großeltern ihren Enkeln ein weniger reguliertes Leben vorleben sollen. Es sollte auch nicht strenger zugehen, sondern in gesunden Grenzen konträr zu dem, was die elterliche Erziehung vorlebt. Um es den Kindern so zu ermöglichen, auch in jungen Jahren schon einen Mittelweg zu erkennen. Dadurch kann es zu einem Ausgleich gegenüber der alltäglichen Welt mit Mama und Papa kommen. Dieser Ausgleich, der vielleicht auch einmal als „Auszeit“ zu verstehen ist, tut den Kleinen genauso gut, wie euch die Zeit, die ihr einmal wieder für euch alleine habt. Auch Kindern tut der Abstand zu den Eltern von Zeit zu Zeit gut. Schließlich sorgen neue Eindrücke und Oma und Opa, die ganz anders mit einem und miteinander umgehen eben einfach für frischen Wind.

Dieser frische Wind ist dann gewährleistet, wenn die Großeltern nicht bei allem, was sie machen, hinterfragen, ob das nun in eurem Sinne gewesen wäre oder nicht. Manche Dinge werden zwangsläufig anders sein, als bei euch. Dadurch kommt es auch zu Fragen bei euren Kindern und zu einem Hinterfragen vermeintlicher Selbstverständlichkeiten. Unterschiedliche Lebens- und Verhaltensweisen wecken also die Neugier und die Faszination für die Vielfalt des Lebens. Davon können Kinder nur profitieren!

Die Wunder der Natur näherbringen

Die meisten Großeltern haben mehr freie Zeit für ihre Enkelkinder, als ihr sie vermutlich für die Kleinen habt. Während ihr vielleicht beide arbeitstätig seid und oft nur am Wochenende richtig viel mit euren Kindern unternehmen könnt, sind Oma und Opa eventuell schon in Rente und haben also fast immer Zeit, sich mit dem Nachwuchs zu beschäftigen. Dadurch ergeben sich auch mehr Möglichkeiten für Aktivitäten. Denn vielleicht steht euch der Sinn am Wochenende eher nach langen Wanderausflügen, anderen sportlichen Aktivitäten oder auch Museumsbesuchen mit den Kleinen. Für ausgiebige Gartenarbeit etwa oder Entdeckungstouren mit den Kleinen im Waldstück um die Ecke, fehlen euch aber mitunter Geduld und Muße. Diesen Part übernehmen Großeltern oft besonders gerne.

Gerade der Garten ist ein Projekt, dem sich viele nicht mehr Berufstätige im Ruhestand besonders gerne widmen. Hier hat man täglich ein wenig Bewegung, ist dabei auch noch an der frischen Luft und nicht nur in der stickigen Wohnung unterwegs und kann zu warmen Jahreszeiten auch noch Sonne tanken. Außerdem ist jetzt genug Zeit, vielleicht auch endlich mal einen eigenen kleinen Obst-, Gemüse- und Kräutergarten anzulegen. Wo gäbe es bessere Möglichkeiten, die Enkelkinder miteinzubeziehen, als hier?

Besonders toll wird die Mithilfe im Garten, wenn die Großeltern es schaffen, natürliche Motivation zu wecken. Das klappt am besten, wenn die Enkelkinder beispielsweise bei der Aussat eines Radieschens oder auch eines Beerenstrauchs dabei sind. Der Ausblick auf die spätere Ernte und das tägliche oder wöchentliche Beobachten der selbstangebauten Köstlichkeiten, ist für Kinder nicht nur eine spannende, sondern auch eine wirklich wertvolle Erfahrung. Sie lernen dabei einerseits die Wunder der Natur kennen – von den Jahreszeiten, über Wachstum und Verfall, bis hin zu Unberechenbarkeit und Zufall. Andererseits üben sie sich in Geduld und lernen, wie genaue Arbeitsabläufe und Pläne einzuhalten sind, damit sie am Ende „Früchte tragen“.

Die Enkel können übrigens schon in jüngsten Jahren diverse Aufgaben bei der Gartenarbeit übernehmen. Es gibt verschiedene Empfehlungen für unterschiedliche Altersstufen, die die Großeltern sich in Ruhe einmal durchlesen können. Mit ein paar Tipps ist es gar nicht so schwer, die Enkel in die Gartenarbeit einzubinden und sie damit gleichzeitig zu unterhalten und den Garten mit ihrer Hilfe noch schneller schöner werden zu lassen. 

Den Familienchronisten geben

Für die meisten Kinder besteht die unmittelbare Familie die meiste Zeit über nur aus Eltern und Geschwistern – ganz besonders, wenn die Großeltern etwas weiter weg leben. Allerdings haben diese oft auch ein viel intimeres Wissen über die erweiterte Familie. Gab es unter den Vorfahren Abenteurer? Vielleicht berühmte Persönlichkeiten? Mitunter gibt es ja auch noch andere lustige, spannende und lehrreiche Geschichten zu erzählen, die ganz eigen für die Familie sind.

Vordergründig werden Enkel dadurch unterhalten. In Wahrheit lernen sie dabei jedoch auch automatisch, wie vielschichtig, groß und wunderbar ein familiärer Stammbaum sein kann. Gleichzeitig können die Erkenntnisse, die bei der Ahnenforschung – oder wissenschaftlich auch Genealogie genannt – für die Großeltern und Eltern selbst unglaublich spannend. Viele Dinge sind vielleicht wieder völlig in Vergessenheit geraten, andere vielleicht noch gar nie bewusst gewesen.

Warum also als Großeltern nicht einmal ein bisschen intensiver nachforschen, alte Dokumente und Geerbtes von wiederum den eigenen Eltern, Großeltern und vielleicht sogar Urgroßeltern aus den Kellern und Speichern hervorkramen und Forschung betreiben? Folgendes kann dabei helfen:

  • Auch die Verwandtschaft befragen und alle mündlich überlieferten Informationen zusammentragen und schriftlich festhalten
  • Sobald Namen und Wohnort bekannt sind, die jeweiligen Standesämter aufsuchen und nach Informationen aus dem Personenstandsregister fragen
  • Archivarbeit betreiben und dafür nicht nur staatliche, sondern auch kirchliche Archive besuchen. Denn bis 1876 hatten Kirchen ein Monopol auf die Führung von Tauf-, Toten- und Traubüchern
  • Die Regionalgeschichte studieren, um nachvollziehen zu können, wie die Vorfahren gelebt haben. Durch die Geschichte kommen vielleicht auch Details zu Grenzverschiebungen der Vergangenheit heraus und dadurch Informationen rund um potenzielle Auswanderungen. Vielleicht leben ja einige entfernte Verwandte über die ganze Welt verstreut?

Alle diese Erkenntnisse können mit den Enkelkindern geteilt werden. Vielleicht lassen sich die Kleinen ja auch einmal in ein Archiv mitnehmen oder zumindest auf den Speicher, um dort alte Kisten zu durchsuchen. Für die Enkel wirkt das Ganze oftmals fast wie aufregende Detektivarbeit und wenn die Großeltern ihnen das Gefühl geben, wichtige Forscherrollen einzunehmen, zieht man unter Umständen sogar bereits kleine Wissenschaftler*innen heran.

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