Elterngeld - wie viel bekommt man überhaupt?

Wie viel bekommt man überhaupt?

Viele Eltern wollen nach der Geburt Ihres Kindes nicht sofort nach den gesetzlichen Schonfristen wieder arbeiten. Deshalb gibt es das sogenannte Elterngeld. Dabei handelt es sich um eine staatliche Leistung für Eltern im Anschluss an die Mutterschutzleistungen der Krankenkasse für die ersten 12 bis 24 Lebensmonate eines Kindes. Doch wie viel Elterngeld steht Ihnen zu? Wir geben Ihnen einen Überblick.

Taschengeld fuer Kinder
© Westend 61/iStock
Wie viel bekommt man überhaupt?

Wie viel bekommt man überhaupt?


Basiselterngeld oder ElterngeldPlus

Die Berechnung des Elterngeldes ist komplex und von vielen Faktoren abhängig, insbesondere von Ihrem bisherigen Einkommen und der Wahl des Elterngeldmodells. Arbeitgeber nutzen daher oft eine Software für die Buchhaltung, um bei der Berechnung keine Fehler zu machen. Lexoffice ist ein bekannter Anbieter dieser Softwaremodule. Grundsätzlich hängt die Höhe Ihres Elterngeldes von der Entscheidung ab, ob Sie das Basiselterngeld für 12 Monate nutzen möchten oder das ElterngeldPlus für 24 Monate. Wenn Sie während dieser Zeit keiner Tätigkeit nachgehen und kein Einkommen erzielen, ist das Elterngeld in beiden Fällen exakt gleich hoch. Die monatlichen Auszahlungen sind beim ElterngeldPlus jedoch halbiert. Somit erhalten Sie länger Elterngeld, aber monatlich eben nur die Hälfte der zustehenden Gesamtleistung. Das ElterngeldPlus lohnt sich vor allem dann, wenn sie zusätzlich eine Teilzeittätigkeit ausüben. Dann können Sie, bis zu einem individuellen Deckelbetrag, insgesamt das gleiche Elterngeld beziehen und haben zusätzlich Erwerbseinkommen.

Höhe der Elterngeldleistung

Beim Basiselterngeld für 12 Monate erhalten Sie normalerweise 65 % des Nettogehaltes, welches Sie vor der Geburt hatten und das nach der Geburt wegfällt. Das Elterngeld hat eine monatliche Mindesthöhe von 300 Euro und einen Höchstbetrag von 1.800 Euro. Das ElterngeldPlus wird wie das Basiselterngeld berechnet. Die Auszahlungen werden aber auf die doppelte Zeit gestreckt. Es beträgt mindestens 150 Euro und maximal 900 Euro.

Geringverdiener haben einen besonderen Bonus

Einen höheren Prozentsatz an Elterngeld bekommen Sie, wenn Ihr Nettoeinkommen vor der Geburt unter 1.240 Euro lag. In diesem Fall steigt der Prozentsatz in kleinen Schritten von 65 % auf bis zu 100 % an. Bei einem Nettoverdienst zwischen 1.000 Euro und 1.200 Euro beträgt er genau 67 %. Beträgt der Nettoverdienst weniger als 1.000 Euro, steigt der Prozentsatz pro 2 Euro weniger Einkommen um 0,1 %. Sie erhalten 300 Euro Elterngeld-Mindestbetrag, wenn Sie vor der Geburt gar kein Einkommen hatten.

Zusätzliche Beträge und Partnerschaftsmonat

Bekommen Sie Zwillinge? Oder haben Sie bereits kleinere Kinder? Dann sind weitere Zusatzbeträge möglich. Ein weiterer Bonus sind die sogenannten Partnerschaftsmonate. Hier darf auch der nicht hauptsächlich elterngeldbeziehende Elternteil für 2 bis 4 Monate Elterngeld beziehen, um sich in die Familienzeit einbringen zu können. Analog zum Hauptbezieher können 2 Monate mit vollem oder 4 Monate mit halbem Elterngeldbetrag beantragt werden.

Welcher Bemessungszeitraum wird zugrunde gelegt?

Für die Berechnung des Elterngeldes werden die letzten 12 relevanten Monate vor der Geburt des Kindes verwendet. Der Geburtsmonat zählt hier nicht. Wenn das Kind im Februar geboren wird, werden die Monate Februar des Vorjahres bis Januar des aktuellen Jahres als Grundlage herangezogen.
Fazit: Die Möglichkeiten des Elterngeldes sind vielfältig, die Berechnung daher komplex. Lassen Sie sich vor Ort beraten und nutzen Sie als Anhaltspunkt den Elterngeldrechner des Bundesministeriums für Familie.

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