27. April 2021
Kind vs. Karriere: Ein Entweder-oder für die moderne Frau?

Kind vs. Karriere: Ein Entweder-oder für die moderne Frau?

Es gibt Frauen, die wollen Karriere machen. Es gibt Frauen, die wollen Kinder bekommen. Doch Frauen, die beides wollen, stehen bis heute vor einem Problem. Denn die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist in Deutschland nach wie vor schwierig. Trotzdem müssen Sie sich nicht zwingend entscheiden. Wir verraten Ihnen, wie Sie Kind und Karriere unter einen Hut bekommen.

Mutter mit Kind
© Adobestock/georgerudy

Frauen verändern sich – aber nicht biologisch

Lange Zeit war die Rollenverteilung klar und das ist sie bis heute in vielen Ländern: Der Mann geht arbeiten und sorgt für den Lebensunterhalt, während sich die Frau um Kinder sowie Haushalt kümmert. Ein Rollenmodell, das in Deutschland nach wie vor viele Familien leben, allerdings freiwillig und nicht mehr obligatorisch. Wir haben nämlich mittlerweile das Privileg, die eigene Rolle frei festlegen zu können. Die Frau macht Karriere und der Mann kümmert sich um die Kinder? Theoretisch wäre das heutzutage problemlos möglich. In der Praxis ist diese Konstellation aber nach wie vor selten. Das hat zwei Gründe: Einerseits sind viele Männer nicht bereit, beruflich für die Kinder zurückzustecken. Andererseits sind Frauen biologisch eben das einzige Geschlecht, das ein Kind zur Welt bringen kann. Zumindest eine kurze Auszeit lässt sich daher rund um die Geburt für Frauen nicht verhindern. Obwohl sich also im Sinne der Emanzipation viel verändert hat, sind einige Dinge beim Alten geblieben.

Wollen Frauen überhaupt Karriere machen?

Beim Alten geblieben ist bei vielen Frauen auch, dass sie keine Karriere brauchen, um glücklich zu sein. Während Männer sich also oftmals (mehr) über den beruflichen Erfolg definieren, ist dieser zahlreichen Frauen weniger wichtig. Sie haben hingegen meist früher oder später einen ausgeprägten Kinderwunsch und gehen in ihrer Mutterrolle vollkommen auf, sprich, sie definieren sich im Gegensatz zum Mann mehr über ihre Kinder. Die Antwort lautet daher: Viele Frauen wollen tatsächlich keine Karriere machen. Sie wünschen sich keine Führungsposition, wollen nicht in Vollzeit arbeiten und fordern oft nicht einmal die wohlverdiente Gehaltserhöhung ein. Manchmal resultieren diese Wünsche aus einem mangelnden Selbstbewusstsein, sprich zahlreiche Frauen trauen sich die Karriere schlichtweg nicht zu. Mindestens genauso häufig sind Dinge wie Karriere, Beförderung, Gehaltserhöhung & Co. ihnen aber schlichtweg nicht wichtig. Arbeit wird dann also nur ein Mittel zum Zweck und wenn der Mann diese Rolle übernehmen möchte, ist Frau damit einverstanden; und das ist auch vollkommen in Ordnung, sofern Sie damit zufrieden sind.

Karriere geht oftmals zu Lasten des Kinderwunsches

Es gibt sie also, jene Frauen, die keine Karriere machen wollen. Aber sie stellen eben nur einen Teil der Gesellschaft dar und dieser schrumpft immer weiter. Demgegenüber wünscht sich eine steigende Anzahl der Frauen die Möglichkeit einer eigenen Karriere. Sie sind oft sogar dazu bereit, dafür ihren Kinderwunsch aufzuschieben oder sogar vollständig aufzugeben. Beruflicher Erfolg bedeutet schließlich Selbstverwirklichung und Unabhängigkeit. Das erklärt, warum Mütter in Deutschland immer später Kinder bekommen und immer weniger. Studien kamen nämlich zu dem Ergebnis, dass deutsche Frauen nach der Geburt ihres ersten Kindes nur noch 61 Prozent ihres Einkommens vor der Schwangerschaft beziehen. Sie verzeichnen außerdem einen Karriereknick, sprich ihre Karriere stagniert daraufhin oder sie landen sogar in einer schlechteren Position als zuvor. Sie werden weniger gefördert und nur noch selten befördert. Das liegt auch daran, dass zahlreiche Frauen nach der Elternzeit nur noch in Teilzeit zurückkehren – wenn überhaupt. Von „Teilzeitmüttern“ ist daher immer wieder umgangssprachlich die Rede und diese werden in den meisten Unternehmen milde belächelt.

Wo liegt das Problem bei der Vereinbarkeit?

Warum nicht einfach beides geht, Kind und Karriere, das fragen sich viele junge Frauen. Schließlich wird in zahlreichen Filmen sowie Serien die „Powerfrau“ inszeniert. Sie schaukelt scheinbar mühelos sowohl ihren beruflichen als auch ihren privaten Alltag und scheint dabei in allen Rollen perfekt zu sein – im Job, als Mutter, als Hausfrau, als Geliebte. Kind und Karriere gleichzeitig, das scheint für die moderne Frau also kein Problem zu sein, richtig? Falsch! Leider handelt es sich dabei bei diesen Figuren aus Filmen sowie Serien eben nur um imaginäre Charaktere. Ein unrealistisches Vorbild, dem aber zahlreiche Frauen nacheifern und sich dabei an die eigenen Grenzen bringen. Die Folge ist eine Mehrfachbelastung, beispielsweise durch Arbeit, Kindererziehung, Haushalt oder die Pflege von Angehörigen. Auf Dauer kann diese krank machen und beispielsweise zu einem Burnout-Syndrom führen. Denn auch diesbezüglich steigen die Zahlen seit einigen Jahren leider an.

Es sind also die Erwartungen an Frauen, sowohl von außen als auch an sich selbst, die bei der Vereinbarkeit von Kind und Karriere zum Problem werden können. Aber auch gesellschaftlich hat noch kein Umdenken stattgefunden. So wird zwar immer wieder propagiert, in Deutschland sei die Vereinbarkeit von Beruf und Familie optimal – die Realität sieht jedoch anders aus. Auf Mütter warten nach ihrer Rückkehr aus der Elternzeit oft gläserne Decken und unerwartete Hürden. Ihnen werden vielleicht Kompetenzen entzogen oder sie werden nicht mehr gefördert. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Teilzeit haben zudem in vielen Unternehmen keinerlei hierarchische Aufstiegschancen. Schnell mutiert das Arbeitsleben also für Mütter zum perspektivlosen Geldverdienen, um irgendwie über die Runden zu kommen. Und selbst, wenn kein Karriereknick stattfindet, so fehlt es aufgrund der bereits erwähnten Mehrfachbelastung oft schlichtweg an der notwendigen Energie für (mehr) beruflichen Erfolg. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist daher, vor allem für Frauen, alles andere als einfach. Sie ist ein regelrechter Teufelskreis.

„Nur“ Karriere machen: Was spricht dafür?

Wenn Sie die Frage nach Kind oder Karriere als Entweder-oder sehen, machen Sie sich das Leben auf jeden Fall leichter. Denn so können Sie sich auf eine der beiden Prioritäten konzentrieren und der Mehrfachbelastung entgehen. Entscheiden Sie sich beispielsweise gegen Kinder und für die Karriere, womit Sie übrigens keinesfalls alleine wären, genießen Sie einige Vorteile:

  • Sie können sich voll und ganz auf die Karriere konzentrieren.
  • Sie bleiben örtlich sowie zeitlich flexibel.
  • Sie haben weniger finanzielle Verpflichtungen und können daher risikobereiter sein.
  • Sie können Ihre gesamte Energie in den Job stecken.
  • Sie haben kein schlechtes Gewissen gegenüber den Kindern, wenn Sie (viel) arbeiten.
  • Ihnen stehen hinsichtlich Ihrer Karriere alle Perspektiven offen.

Und damit ist die Liste noch lange nicht zu Ende. Ihrer Karriere käme es also in vielerlei Hinsicht zugute, wenn Sie auf eigene Kinder verzichten würden. Allerdings handelt es sich dabei um eine folgenschwere Entscheidung, die Sie ab einem gewissen Alter nicht mehr rückgängig machen können. Leider merken viele Frauen aber erst später, dass die Karriere sie nicht glücklich macht – zumindest nicht in dem Ausmaß, das sie erwartet hatten. Sie geraten mit etwa 50 Jahren in eine Art von „Midlife-Crisis“ und steigen daraufhin aus dem Beruf aus. Ein Szenario, das alles andere als selten ist. Und alles andere als selten sind dabei eben auch jene Frauen, die ihre Entscheidung gegen eigene Kinder bereuen. Wenn Sie also einen Kinderwunsch verspüren, sollten Sie diesen keinesfalls der Karriere zuliebe „opfern“ oder so lange aufschieben, bis es biologisch zu spät ist.

„Nur“ Kinder bekommen: Ist das besser?

Bleibt also die andere Option, nämlich auf die Karriere zu verzichten und sich stattdessen für eigene Kinder zu entscheiden. Auch diese Wahl treffen nach wie vor viele Frauen in Deutschland. In der Regel bedeutet das aber eine finanzielle Abhängigkeit von ihrem (Lebens-) Partner. Hinzu kommt, dass viele Männer zwar gerne für ihre Familie sorgen würden, aber das Einkommen dafür schlichtweg nicht ausreicht. Das zweite Einkommen durch die Frau ist dann also unverzichtbar. Und selbst, wenn Sie diese Hürden meistern, so fühlen sich zahlreiche Frauen auf Dauer eben doch nicht nur durch ihre Mutterrolle vollkommen erfüllt. Vor allem, wenn die Kinder älter und unabhängiger werden, vielleicht schon aus dem Elternhaus ausziehen, kann sich dann ein Gefühl der Leere ausbreiten. Die Karriere kann also ein wichtiger Gegenpol zum Dasein als Mutter und Hausfrau sein. Auch diese Entscheidung ist daher eine, die einige Frauen später bereuen. Demgegenüber haben Sie als Vollzeitmutter den Vorteil, dass Sie

  • voll und ganz für Ihre Kinder da sein können.
  • keine Doppelbelastung durch Familie und Beruf haben.
  • eine klare Rollenverteilung haben, sodass sich jeder auf seine Aufgaben konzentrieren kann.
  • Ihre gesamte Energie für die Kinder und den Haushalt aufbringen können.
  • viele Entscheidungen zugunsten der Kinder treffen können, ohne auf Ihren Job achten zu müssen.
  • keine zwei Jobs jonglieren zu müssen, sprich Ihren und jenen Ihres Partners. Dies wiederum kann seiner Karriere zugute kommen und unterm Strich mehr Geld für die Familie bedeuten, als wenn beide Partner beruflich zurückstecken, um sich die Kinderbetreuung zu teilen.
  • nicht auf Betreuungsangebote wie eine Kita oder die Großeltern angewiesen sind und somit Ihrem Partner den Rücken frei halten können.

Und auch diese Liste ist noch lange nicht zu Ende. Ein prinzipielles „Besser“ oder „Schlechter“ gibt es daher nicht, sondern beide Optionen bringen Vorteile, aber auch Risiken mit sich. Sich nur für Kind oder nur für Karriere zu entscheiden, klingt daher in den Ohren vieler Frauen nicht als die optimale Lösung – und auch das ist vollkommen in Ordnung.

Warum Kind und Karriere doch die Lösung sein können

Wie also könnte sie aussehen, die optimale Lösung? Für die meisten Frauen lautet die Antwort darauf, dass sie eben doch irgendwie Kind und Karriere vereinen möchten. Bleibt nur noch die Frage nach dem „Wie“ offen. Die gute Nachricht an dieser Stelle lautet: Die Vereinbarkeit von Kind und Karriere ist zwar für die moderne Frau nicht einfach, aber eben auch nicht unmöglich. Es muss sich somit nicht um ein Entweder-oder handeln, sondern Sie können beides haben. Nur müssen Sie dann eben auch an beiden Stellen zurückstecken. Das bedeutet zum Beispiel:

Sie müssen bei vielen Entscheidungen einen Kompromiss eingehen. Ein hervorragendes Beispiel dafür ist der Wohnort. Wenn Sie beruflich erfolgreich sein möchten, ist häufig eine städtische Umgebung die bessere Wahl. Das liegt schlichtweg daran, dass in urbanen Gebieten oft mehr sowie größere Unternehmen ansässig sind. Auch profitieren Sie dort von einer besseren Infrastruktur und mehr Bildungsangeboten, um nur einige von vielen Vorteilen zu nennen. Demgegenüber hätten viele Eltern gerne, dass ihre Kinder auf dem Land aufwachsen. Schließlich lauern dort weniger Gefahren und die Kinder entwickeln noch einen besseren Bezug zur Natur. Sie können sich freier bewegen und somit besser entfalten. Es gibt also viele gute Gründe, weshalb das Landleben für Kinder förderlich(er) sein kann. Wenn Sie nun Kind und Karriere unter einen Hut bringen wollen, braucht es einen Kompromiss. Es gilt, sich Ihre beruflichen Chancen nicht zu verbauen, aber dennoch eine kinderfreundliche Stadt zu wählen. Immer mehr Städte richten sich daher auf Familien aus und beziehen Kinder aktiv in die Stadtplanung ein. Wirklich optimal ist der Kompromiss dennoch für Eltern und Kinder nicht.

Ähnlich sieht das auch bei vielen anderen Entscheidungen aus. Wenn beispielsweise beide Eltern berufstätig sind, müssen oft beide in Teilzeit wechseln. Somit kann die Geburt eines Kindes nicht nur für die Mutter, sondern auch für den Vater einen Karriereknick bedeuten. Das kann finanziell erhebliche Einbußen mit sich bringen. Dennoch muss dadurch keines der Elternteile die eigene Karriere vollständig opfern und beide können die wertvolle Zeit mit den Kindern genießen. Wenn Sie also einen Partner haben, der bereit ist, die Aufgaben fair aufzuteilen und sich an Kindererziehung sowie Hausarbeit zu beteiligen, gegebenenfalls sogar auf Kosten der eigenen Karriere, so lassen sich Beruf und Familie meist doch irgendwie vereinen – wenn auch manchmal eher schlecht als recht. Es handelt sich also um eine Entscheidung, die das Paar gemeinsam treffen sollte und bei der beiden die jeweiligen Konsequenzen bewusst sein müssen. Doch was, wenn nicht? Also was, wenn Sie beispielsweise alleinerziehend sind oder der Partner weiterhin in Vollzeit arbeiten möchte beziehungsweise muss?

Tipps für berufstätige Mütter: So klappt der Spagat

Auch dann sind Sie nicht zu einem Entweder-oder gezwungen. Allerdings können die bereits genannten „Einbußen“ bei Ihrer Karriere und den Finanzen dann eben noch größer sein, wenn Sie dennoch Kinder bekommen wollen. Machen Sie sich also nichts vor: Kind und Karriere ohne Hilfe durch den Partner zu vereinen, ist schwierig und ja, manchmal überfordernd. Mit folgenden Tipps wird es aber zumindest ein bisschen einfacher:

  • Nutzen Sie die modernen Möglichkeiten der Remote Work! Immer mehr Arbeitgeber stehen Arbeitsmodellen wie dem Homeoffice aufgeschlossen gegenüber. Für Sie kann das bedeuten, dass die Vereinbarkeit von Job und Familie einfacher wird. Sie genießen mehr örtliche sowie zeitliche Flexibilität, um Ihren Alltag zu organisieren. Mit einem gewissen Organisationstalent kann der Balanceakt dann (besser) funktionieren.
  • Machen Sie Gebrauch von den Betreuungsangeboten! Für berufstätige Mütter ist es zudem wichtig, sich frühzeitig Gedanken darüber zu machen, wer das Kind betreut, wenn sie arbeiten. Das gilt sowohl im Homeoffice als auch bei der Arbeit auswärts. Melden Sie das Kind beispielsweise frühzeitig in der Kita an, treffen Sie Regelungen mit den Großeltern, suchen Sie nach einer „Nanny“ – auch hier sind die Möglichkeiten vielfältig und abhängig von Ihrer individuellen Situation sowie Ihren finanziellen Optionen.
  • Entwickeln Sie einen „Plan B“ für den Notfall! Dennoch kann es passieren, dass die Kinderbetreuung nicht immer reibungslos funktioniert. Vielleicht ist die Kita in den Ferien geschlossen oder Ihr Kind wird krank, wenn die Großeltern keine Zeit zum Einspringen haben. Für Sie könnte das bedeuten, im Job kurzfristig auszufallen und das ist nicht förderlich für Ihre Karriere. Überlegen Sie daher, wie im Fall der Fälle das Kind kurzfristig sowie angemessen betreut werden kann.
  • Suchen Sie das Gespräch mit dem Arbeitgeber – und eine Lösung! Manchmal ist es sinnvoll, für solche Lösungen frühzeitig das Gespräch mit den Vorgesetzten zu suchen und gemeinsame Regelungen zu vereinbaren. Angenommen also, Ihr Kind wird krank, dürfen Sie dann kurzfristig ins Homeoffice wechseln? Oder wäre es möglich, Ihren Jahresurlaub zukünftig auf die Kita-Ferien zu legen? In vielen Fällen zeigen sich die Arbeitgeber kompromissbereit, schließlich sind sie daran interessiert, dass ihre Mitarbeiterinnen trotzdem arbeiten, anstatt der Kinder wegen auszufallen.
  • Perspektiven entwickeln: alleine oder gemeinsam! Dieses Gespräch mit dem Arbeitgeber ist zugleich eine hervorragende Möglichkeit, um über Ihre Perspektiven im Unternehmen zu sprechen. Dadurch zeigen Sie Engagement und können konkrete Regelungen treffen, wie Sie beispielsweise in Zukunft gefördert werden oder wohin Ihre berufliche Reise (auch in Teilzeit) gehen könnte. Aber auch für Sie selbst ist es wichtig, dass Sie herausfinden, was Sie in Zukunft beruflich erreichen können und wollen.
  • Das Unternehmen wechseln, wenn es sein muss! Sollten Sie im Rahmen diese Gespräche merken, dass Sie mit dem Arbeitgeber auf keinen gemeinsamen Nenner kommen, kann ein Jobwechsel die Lösung sein. Das mag radikal klingen, jedoch kann der „richtige“ Arbeitgeber Ihnen die Vereinbarkeit von Kind und Karriere erheblich erleichtern. Familienfreundliche Arbeitgeber gibt es zum Glück einige – Tendenz steigend. Schließlich sind sie im Zuge des Fachkräftemangels zunehmend auch auf die arbeitenden Mütter angewiesen.
  • Nutzen sie Elternzeit aktiv, nicht nur als Mutter! Die Elternzeit dient der intensiven Zeit zwischen Mutter und Kind, richtig? Richtig! Das bedeutet aber nicht, dass Sie diese Zeit nicht trotzdem auch für berufliche Zwecke nutzen können. Belegen Sie beispielsweise eine Online-Weiterbildung oder absolvieren Sie ein Fernstudium, während das Kind schläft. Dadurch erhöhen Sie den eigenen Wert als Arbeitskraft und genießen anschließend nach der Rückkehr in den Beruf bessere Aufstiegschancen.
  • Wagen Sie den Sprung in die Selbständigkeit – wenn gewünscht! Last but not least, kann die Selbständigkeit die Lösung sein, um Kind und Karriere zu vereinen. Wenn Sie nämlich Ihr eigener Chef sind, können Sie Arbeitspensum, -zeiten & Co frei festlegen. Sie genießen mehr Flexibilität und auch höhere Einkommenschancen. Die Elternzeit ist hierfür eine hervorragende Möglichkeit, um sich mit festem Einkommen sozusagen langsam an die Arbeit als Freelancer, Unternehmerin oder andere Selbständige heranzutasten.

Fazit

Fakt ist also: Kind und Karriere lassen sich irgendwie vereinen, aber keine Lösung scheint optimal zu sein. Nach wie vor bedeutet ein Kind für Frauen ein Stück weit einen Karriereknick – zumindest für einige Jahre. Es handelt sich also nicht wirklich um ein Entweder-oder, aber die moderne Frau muss realistisch bleiben und darf sich selbst nicht überschätzen, weil sie einem falschen Idealbild der „Powerfrau“ nacheifert. Kind und Karriere zu vereinen, bedeutet stattdessen zwar beides zu haben, aber nichts so richtig. Danke Remote Work & Co stehen die Chancen aber zumindest gut, dass sich das in den kommenden Jahren ändert und die Vereinbarkeit von Kind und Karriere für moderne Frauen dann (endlich) besser wird!

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