Traum aller Eltern Endlich keinen Stress mehr mit den Hausaufgaben

Die Hausaufgaben sind oftmals in den Familien ein ungeliebtes Thema. Das Kind kommt aus der Schule und soll nun gleich schon wieder weitermachen mit dem Lernen. Dies führt oft in den Familien zu unnötigen Streitereien. Wie kann man dies stressfreier gestalten – hier paar Tipps. 
 

Mutter und Kind an den Hausaufgaben Endlich keinen Stress mehr mit den Hausaufgaben © alvarez/iStock

Warum überhaupt Hausaufgaben?

Hausaufgaben sind dazu gedacht, das in der Schule Erlernte nochmals zu festigen. Dies sollte man seinem Kind erklären, denn oftmals verstehen Kinder den Sinn von Hausaufgaben nicht. Schließlich haben sie schon den ganzen Vormittag mit Lernen verbracht und fragen sich, warum sie jetzt auch nochmals Teile des Nachmittags opfern sollen. Wenn man es ihnen aber erklärt, sind die meisten Kinder viel eher bereit, Aufgaben zu erledigen, wenn sie einen logischen Sinn darin sehen. 

Wann ist der beste Zeitpunkt für Hausaufgaben?

Das kann man nicht pauschal für jedes Kind beantworten. Es gibt Kinder, denen ist es am liebsten, direkt nach der Schule weiter zu machen und dann Feierabend zu haben. Andere brauchen erstmal ein wenig Entspannung. Es kommt auch immer drauf an, wie das Familienleben organisiert ist. Wenn immer um die Mittagszeit das Essen auf dem Tisch steht, ist es nicht ratsam ein paar Minuten früher mit den Hausaufgaben anzufangen. Wenn das Kind seine Hausarbeit unterbrechen muss, ist das nicht sinnvoll. Wichtig ist es, die Hausaufgaben nicht zu spät abends zu machen. Die ideale Zeitspanne liegt zwischen 13:30 Uhr und 16:00 Uhr. Das ist manchmal gar nicht so einfach. Die meisten Kinder haben ja auch ausserhalb der Schule noch die ein oder andere Freizeitaktivität. Sei es der Sportverein oder an manchen Nachmittagen noch irgendein anderer fester Termin. Die Freizeit unserer Kinder muss heute ja in vielen Fällen richtig geplant werden. Am effektivsten ist es, mit dem Kind gemeinsam einen genauen Wochenplan zu erstellen. Hier wird festgelegt, in welchem Zeitraum die Hausaufgaben erledigt werden müssen. Planen Sie lieber ein wenig mehr Zeit ein. Wenn das Kind dann früher fertig ist, wird es froh sein über mehr Freizeit zu verfügen. 

Wo sollten die Hausaufgaben erledigt werden?

Am Küchentisch, wenn noch kleine Geschwister um das Schulkind herumtanzen, ist wohl nicht der richtige Ort. Das Kind sollte an einen ruhigen und hellen Ort seine Hausaufgaben erledigen können. Ideal ist ein Schreibtisch im Kinderzimmer, der aber so gestellt ist, dass möglichst wenig Ablenkung herrscht. Es ist nicht ratsam, nebenbei den Fernseher oder das Radio laufen zu lassen. Effektiver und schneller lassen sich Hausaufgaben in einer ruhigen und entspannten Umgebung erledigen. 

Welche Hilfsmittel kann ich meinem Kind zur Verfügung stellen?

Neben einer ruhigen, entspannten Umgebung gibt es noch die ein oder andere Hilfe, die das Erledigen der Hausaufgaben erleichtern. Sicher kommt es hier auch immer auf das Alter des Kindes an. Der Erstklässler braucht andere Lernhilfen wie der Oberstufen-Schüler. Mit der Zeit findet das Kind heraus, mit welchen Hilfen es am besten lernen kann. Beispielsweise ist zum Vokabellernen immer noch der Karteikasten ein gängiges Hilfsmittel. Die einzelnen Vokabeln werden auf Karteikarten geschrieben und die gelernte Vokabel wandert nach hinten in den Karteikasten. Vokabeln, die noch nicht so sitzen, wie sie sollen, kommen in die erste Sparte. Auch sollte man die Hausaufgaben in einzelne Schritte unterteilen. Eine Liste was zu erledigen ist, kann hier sehr hilfreich sein. Es motiviert ungemein, wenn das Kind hinter jede erledigte Aufgabe einen Haken machen kann. 

Sollten Eltern bei den Hausaufgaben helfen?

Das ist nicht so pauschal zu beantworten. Sicher wird der Schulanfänger noch Unterstützung der Eltern benötigen. Auf Dauer gesehen soll der Schüler aber die Hausaufgaben selbstständig erledigen. Wenn die Eltern dem Kind die Lösungen vorsagen, kann der Lehrer überhaupt nicht mehr die Defizite des Kindes erkennen. Sicher sollten Eltern beim Schulanfänger die Hausaufgaben kontrollieren und diese auch mit ihrem Kind besprechen. Dazu gehört es auch, Fehler zu erklären, aber nicht in dem man die Lösung sagt, sondern dem Kind Lösungswege vorschlägt. Vermeiden Sie es auch, neben dem Kind zu sitzen, wenn es Hausaufgaben macht. Das macht nur unsicher. Sie möchten ja während ihrer Arbeit auch nicht dauernd ihren Vorgesetzten hinter sich stehen haben. Entweder wird das Kind dadurch unter unnötigen Druck gesetzt oder aber, es geht davon aus Mama/Papa wird schon sagen, wenn was falsch gemacht wird. Also in der Nähe und ansprechbar sein ist völlig ok, aber bitte nicht daneben sitzen.

Wie lange soll das Kind an den Hausaufgaben arbeiten?

Auch dies ist sicher eine Altersfrage. Der Schulanfänger kann sich höchsten eine viertel Stunde auf die Hausaufgaben konzentrieren. Dann braucht er eine kleine Pause. Einmal kurz an die frische Luft oder ein Glas Saft trinken, kann schon für Entspannung sorgen. Wenn das Kind älter wird, sollte die erste kurze Pause nach einer halben Stunde erfolgen. Aber meist entscheidet das ältere Kind schon alleine, wann es Zeit für eine Pause ist. Sollten Sie als Eltern jedoch merken, dass zu viel Zeit für das Erledigen der Hausaufgaben verwendet wird, schauen Sie nochmals genau hin. Entweder stimmt an der Hausaufgabenorganisation etwas nicht oder es sind einfach zu viele Hausaufgaben zu erledigen. Im letzteren Fall ist das Gespräch mit dem Lehrer zu suchen.

Und wenn mein Kind keine Lust auf Hausaufgaben hat?

Versuchen Sie, es zu motivieren. Belohnungen sind zwar eine schöne Sache, aber auf Dauer wirkungslos. Versuchen Sie, das Kind für die Aufgaben zu begeistern. Machen sie dem Kind klar, wofür es gerade diese Aufgaben braucht. Geben Sie praktische Beispiele aus dem täglichen Leben. Wenn das Kind motiviert ist, ein Thema interessant findet, lernt es besser und schneller. 

 
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