Empfindliche Babyhaut Wunder Po bei Babys

Wie können Eltern die zarte Babyhaut am Po schützen und was tun, wenn der Windelausschlag da ist?
 

Babypo Wunder Po bei Babys © Konstantin Aksenov/iStock

Rund 2/3 der Babys bekommt im ersten Lebensjahr mindestes einmal einen wunden Po. Wird das nicht mit der richtigen Pflege behandelt, entzündet sich die Haut und die Windeldermatitis kann auftreten. 

Ein wunder Po beim Baby – schmerzhaft für die Kleinsten

Wie aus dem Nichts ist er da – der wunde Po beim Baby. Feuerrot und wund, manchmal ist die Haut auch geschwollen und nässend. Sind auch Bläschen, Pusteln oder offene Stellen zu sehen, sollten Eltern aber dringend handeln. Die Windeldermatitis, - also der Windelausschlag, kann zu blutigen Stellen führen und das Wickeln bereitet dem Nachwuchs unter diesen Bedingungen starke Schmerzen. Die dünne Haut am Po des Babys ist sehr empfindlich und reagiert leicht auf äußere Reize. Auch wenn sich die Qualität der Windeln von heute im Vergleich zu früher deutlich abhebt, stoßen auch die Höschenwindeln der Neuzeit irgendwann an ihre Grenzen. Vor allem der rasche Windelwechsel kann den wunden Po beim Baby verhindern. 

Wie wickeln ich das Baby richtig?

Um dem wunden Po und dem Windelausschlag entgegen zu wirken oder zumindest das Risiko dafür deutlich zu mindern, ist es wichtig, dass Eltern ihrem Baby ca. 4-6 mal am Tag eine frische Windel gönnen. Nach jedem großen Geschäft sollte die Windel aber auf jeden Fall erneuert werden. Der natürliche Säureschutzmantel der Haut ist bei Babys im ersten Lebensjahr noch nicht ausgebildet. Kein Wunder also, dass rund 2/3 der Babys trotz fürsorglicher Pflege ihrer Eltern im ersten Lebensjahr mindestens einmal unter einem wunden Po leiden. Experten haben festgestellt, dass vor allem zwischen dem 9. und 12. Lebensmonat der wunde Po auftritt. Als Grund haben sie angegeben, dass der Nachwuchs in diesem Alter meist anfängt vom Tisch mitzuessen. Der Stuhlgang verändert sich dadurch und auch der kindliche Urin enthält jetzt mehr Säure. Der Windelbereich sollte bei jedem Wickeln gründlich mit klarem und lauwarmem Wasser gereinigt werden. Dabei geht ihr am besten nur tupfend und nicht reibend vor. Das abschließende Abtrocknen erledigt ihr auch nur leicht tupfend mit einem hautfreundlichen Tuch, dass nach jedem Vorgang erneuert werden muss. Wenn ihr jetzt an das Eincremen denkt, dann liegt ihr nicht ganz falsch, - aber auch nicht ganz richtig. Babyöl ist generell ungeeignet und auch mit der normalen Babylotion oder Windelcreme wird die Haut gereizt. Zu viel und zu oft sollte das Eincremen der Haut im Windelbereich nicht stattfinden. Die Fettschicht verklebt sich mit der Oberfläche der Windeln und die Haut kann nicht mehr atmen. Entzündungen, Scheuerstellen und Hautrötungen sind die häufigste Folge. 

Was tun, wenn das Baby einen wunden Po hat?

Medizinisch gesehen wird alles, was mit einem wunden Po beim Baby einhergeht als Windeldermatitis bezeichnet. Natürlich ist es ein Unterschied, ob eine kleine Stelle leicht gerötet ist, oder die empfindliche Haut am Babypo deutliche Rötungen und Schwellungen zeigt. Bei nur ganz leichten Symptomen sollten Sie auf jeden Fall den Rhythmus beim Wickeln erhöhen. Das beruhigt die Haut und verhindert Druckstellen oder Reizungen. Das gründliche Abtrocknen muss nun verstärkt werden, denn feuchte Haut neigt zum Wundsein und die Windel könnte an der ein oder anderen Stelle scheuern und reiben. Hilfreich ist das freie Strampeln des Babys mit nacktem Po. Dafür sollten Sie es angenehm warm haben und dem Kleinen auf jeden Fall Söckchen anziehen. Vergessen Sie nicht eine dünne Decke und die wasserfeste Unterlage und lassen Sie das Baby rund 10 Minuten frei strampeln. Bringen all diese Maßnahmen nicht innerhalb von 24 bis 48 Stunden eine Verbesserung, dann sollte der Kinderarzt einen Blick auf die betroffenen Hautstellen werfen. Er kann feststellen, ob der Ausschlag eventuell mit einer speziellen Heilsalbe behandelt werden muss und gibt euch weitere Tipps für die richtige Hautpflege. Liegen allerdings Pusteln oder kleine Schuppen auf der geröteten Haut vor, dann ist es unabdingbar, dass Sie mit Ihrem Baby den Arzt aufsuchen. Er wird ggf. die Diagnose Windelsoor stellen, diese Pilzerkrankung braucht eine spezielle Behandlung. 

Vorbeugende Maßnahmen gegen einen wunden Po beim Baby

Während der Stillzeit sollten Sie auf säurebildende Lebensmittel eher verzichten. Sie gehen mit der Muttermilch in den Organismus des Babys über und der Urin der Kleinen wird stark sauer. Nüsse, Früchte, Kaffee und Schokolade gehören vor allem zu den zu meidenden Lebensmitteln. Vor dem Wickeln sollten Sie sich immrr gründlich die Hände waschen. Verwenden Sie dafür ein kleines Handtuch oder Lappen aus Baumwolle und waschen Sie es danach jedes Mal bei 60 Grad in der Maschine. Bekommt Ihr Baby Antibiotika, dann braucht die Haut am Po besonders viel Aufmerksamkeit und Pflege. Auch Fieber steigert das Risiko für Windelsoor, der großflächigen Besiedelung der Haut mit Hefepilzen. Und weil Babys gerne alles anfassen, kann dann auch schnell ein Mundsoor daraus werden.

 
Schlagworte: