Tipp: So finden Sie den besten Sicht-und Sonnenschutz für Ihr Fenster

Der Umzug ist vollbracht, die Möbel stehen an ihrem Platz, nur das Fenster im Wohnzimmer blickt Sie noch traurig aus leeren Fensterhöhlen an? Grundsätzlich kein Problem. Es gibt unzählige Möglichkeiten, ein kahles Fenster „anzukleiden“. Leider wird dabei oft vergessen, dass die jeweilige Deko-Lösung nicht nur dem eigenen Geschmack entsprechen, sondern auch zum Fenster und der jeweiligen Umgebung passen muss. Wer bei der Auswahl nicht aufpasst, hat schnell ein Fenster, dass sich nicht mehr öffnen lässt oder bodenlange Vorhänge, die sich um Möbelbeine schlingen. Wir zeigen, welche klassischen Möglichkeiten es beim „Anziehen“ Ihrer Fenster gibt und welche Fensterdekoration für Sie das Maximum an Atmosphäre bringt.
 

Photo by Quin Stevenson on Unsplash So finden Sie den besten Sicht-und Sonnenschutz für Ihr Fenster © Photo by Quin Stevenson on Unsplash

Wie ein eifersüchtiger Sultan dem Sichtschutz „Jalousie“ den Namen gab

„Jalousie“. Eigentlich eine interessante Bezeichnung für einen Sicht- und Sonnenschutz. Denn Jalousie ist Französisch und bedeutet nichts anders als „Eifersucht“. Aber völlig plausibel, wenn Sie gleich erfahren, warum die Jalousie so heißt, wie sie heißt. Einer schönen Geschichte zufolge heißt die Fensterdekoration nämlich so, weil sie an den Sichtschutz orientalischer Harems erinnere. Einen Sichtschutz, mit dessen Hilfe der Sultan seine Frauen, die er eifersüchtig bewachte, frei von fremden Blicken wissen wollte. Und damit schließt sich der Kreis.

Was uns gleichzeitig auch eine wesentliche Aufgabe einer Jalousie verrät: Sie schützt uns vor neugierigen Blicken. Was grundsätzlich nichts Besonderes ist. Die gleiche Aufgabe könnten auch eine Gardine oder Rollos übernehmen, die das Fenster blickdicht verdecken. Der Unterschied liegt in der Möglichkeit, dass andere zwar nicht hinein-, man selbst aber durch eine Schrägstellung der Lamellen bestens nach draußen schauen kann.

Also wann sollten Sie zu einer Jalousie als Fensterdekoration greifen?  Jalousien sind allererste Wahl für alle, die auch gern mal unbemerkt von anderen nach draußen schauen wollen. Unabhängig davon sind Jalousien unschlagbar, wenn es darauf ankommt, den Lichteinfall zu dosieren, insbesondere bei starker Sonneneinstrahlung. Sonnenschutz dank drehbarer Lamellen, lautet hier das Zauberwort. Das kommt besonders im Arbeitszimmer zum Tragen, wenn ein blendfreier Computer zum Arbeiten benötigt wird, der Raum aber nicht komplett abgedunkelt werden soll. 
 

Tipp: So super Jalousien sind, auch sie müssen ab und an von Staub befreit werden. Und dafür müssen Sie nicht mal einen der im Handel erhältlichen Lamellenreiniger besorgen. Mindestens genauso gut reinigen sie Jalousien mit einem alten Socken, den sicher jeder im Haushalt übrig hat.


Früher bieder und spießig, heute wieder im Trend: Vorhänge und Gardinen

Vorhang oder nicht? Das ist in Deutschland immer mal wieder die Frage. Während unsere Großmütter schwere Vorhänge und blickdichte Gardinen vor den Fensterscheiben liebten, ging es danach jahrelang eher textilfrei vor deutschen Wohnzimmerscheiben zu. Könnte sein, die Holländer haben uns den Trend zum nackten Fenster vorgemacht. Wer durch die Gassen einer holländischen Stadt geht, hat regelmäßig freien Blick bis zum Kaffeetisch, an dem der Herr des Hauses gerade seinen Morgenkaffee einnimmt- im Bademantel natürlich. Da kennen die Holländer nichts. An ihre Fenster lassen Sie nur Luft und allenfalls eine kleine Vase samt Dekoblume auf der Fensterbank.

Seit einigen Jahren nun scheint sich in unserem Land die Sehnsucht nach Stoff vor dem Fenster wieder durchzusetzen. Der bekannte schwedische Möbelriese verkauft Vorhangstoffe und Gardinen wie „geschnitten Brot“ und kein guter Einrichtungsratgeber kommt ohne die neuesten Vorhangtrends aus. Vollkommen zurecht, wie wir finden.

Denn Vorhänge und Gardinen haben entscheidende Vorteile: Sollen Zimmer wärmer, heimelig und gemütlich wirken, kann ein wenig Stoff an oder vor dem Fenster wahre Wunder wirken. Zum Beispiel beim aktuell angesagten minimalistisch puren Einrichtungsstil, der ansonsten schnell ein wenig karg wirken kann. Schon eine Stoffbahn am Fenster aus leichtem, lichtdurchlässigem Stoff wirkt dekorativ und nimmt dem kargen Raum die Strenge.

Daneben sind Gardinen und schwere Vorhänge zu empfehlen, wenn es gilt, Schall zu schlucken. Zum Beispiel in Räumen mit hohen Decken und nur wenig Mobiliar. Auch in Sachen Sichtschutz punktet die Gardine. Sie schützt bestens vor neugierigen Blicken, lässt aber trotzdem noch genügend Licht herein. Ein kleiner Nachteil: Wer seine Fensterbank gern als Ablagemöglichkeit benutzt oder dekoriert, sollte bedenken, dass ihm Gardinen vor dem Fenster diese Möglichkeit der Nutzung nehmen. 


Seitenzug-, Raff- und Springrollo: Die günstigen Klassiker

Das klassische Springrollo ist günstig, unkompliziert in der Handhabung und in allen erdenklichen Farben zu haben. Aus diesem Grund hat es das Rollo sicher in sämtliche Kinderzimmer der Republik geschafft. Und in zahlreiche Schlafzimmer. Denn eins kann das Rollo besonders gut, den Raum wunderbar abdunkeln, so dass das Sandmännchen ungestört seine Arbeit machen kann. Den Namen „Rollo“ hat Selbiges übrigens - Sie haben es sicher schon gedacht - vom Verb „rollen“.  Das meist aus beschichteter Baumwolle oder Polyester bestehende Rollo rollt sich im Betrieb mit Hilfe einer Feder automatisch auf. Das kann mitunter auch recht schnell und mit einem lauten Schnapp geschehen, woher das Rollo seinen Zweitnamen „Schnapprollo“ hat. 
Tipp: Lässt die Spannung der Feder nach, kann nachgespannt werden

In der Beliebtheitsskala gleich neben dem Springrollo findet sich das Seitenzugrollo.

Bei diesem Rollo können Sie jede beliebige Höhe manuell einstellen. Eine Schnur an der Seite des Rollos dient dazu, die Höhe zu justieren. Dabei können Sie stufenlos bestimmen, wie weit Sie es herunterlassen möchten.

Raffrollos sind zwar vom Namen her Rollos, unterscheiden sich aber stark von beiden zuvor genannten Rollo-Klassikern. Raffrollos bestehen meist aus leichten Stoffen, die sich beim Hochziehen in gefaltete Stoffbahnen zusammenlegen. Sind also eher ein Mittelding zwischen Stoffgardine und Rollo.


Wann ist ein Rollo für mein Fenster richtig: Wer ein Rollo im Fenster platzieren möchte, sollte den folgenden Einrichtungsgrundsatz kennen: Ein Rollo betont das Fenster. Durch seinen Minimalismus setzt es das Fenster in den Vordergrund. Ganz im Gegensatz zu Vorhängen, die das Fenster zurücktreten lassen. Haben Sie also architektonisch außergewöhnliche Fenster, lohnt es sich, diese so richtig mit einem hochwertigen Rollo in Szene zu setzen. Ist ihr Fenster dagegen kein optisches Highlight, wäre vielleicht ein Vorhang die richtige Entscheidung. Ein großes Plus von Springrollos ist: Sie brauchen wenig Platz, können wahlweise sogar direkt auf dem Fensterrahmen montiert werden. Somit sind sie eine gute Alternative, wenn oberhalb des Fensterrahmens nur sehr wenig Platz zur Verfügung steht.

 
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