Kunst verstehen: Wie Sie Ihre Wohnung mit Kunst ausstatten ohne Ihren Stil aufzugeben

Ob in Form von Designermöbeln, besonderen Gemälden oder Accessoires, der Liebe zur Kunst lässt sich auf viele Arten Ausdruck verleihen – allerdings hat Kunst viel mehr Facetten als ein Gemälde an die Wand zu hängen oder einen Print bei IKEA zu erwerben. Kunst geht tiefer, weiter und bringt ganz viel Spannendes mit. Aber nicht nur in Galerien, Arztpraxen und großflächigen Lofts bringt Kunst ein besonderes Flair mit – auch das eigene Zuhause kann mit Kunst ausgestattet werden. Wie aber findet sich das richtige Stück und wie lässt sie sich mit dem eigenen Stil verbinden?  

Photo by Rodion Kutsaev on Unsplash Wie Sie Ihre Wohnung mit Kunst ausstatten ohne Ihren Stil aufzugeben © Photo by Rodion Kutsaev on Unsplash

Kunst als Trend?

Kunst ist Trend – oder zumindest beginnt die Mitte der Gesellschaft sich wieder vermehrt mit Kunst auseinanderzusetzen und diese damit aus der snobistischen Ecke zu locken, in welche diese lang verschrien war. Aber: Aktuelle Einrichtungstrends müssen nicht immer mit dem persönlichen Style zusammenpassen. Ein Kunstobjekt mag Ihrem Zuhause eine ganz besondere Note verleihen, gefallen sollte es aber nach Möglichkeit auch. Wer schaut schon gerne täglich auf ein kunstvolles Gemälde, das den persönlichen Geschmack so gar nicht widerspiegelt? Bleibt uns also nichts Anderes übrig, als uns zwischen Style und individueller Gemütlichkeit zu entscheiden? Glücklicherweise nicht, denn es gibt viele kreative Einrichtungsideen, die kunstvolle Elemente in einem ganz persönlichen Glanz erstrahlen lassen. Wie wichtig es ist, das gewisse persönliche Etwas beim Einrichten nicht zu vergessen, zeigen die „Liveholics“ unter uns immer wieder durch ganz persönliche Einblicke in ihre Traumwohnungen. Dort finden sich auch einige Inspirationen zum Thema Kunst und Wohnen.

Wichtig ist es zunächst, einen Einstieg in das große Thema Kunst zu schaffen. Das geht bereits einfach mit der Beschäftigung damit. Zeitschriften, Onlineblogs, oder noch viel besser einfach in Galerien gehen und sich vor Ort mit der Materie auseinandersetzen, sich die Gemälde anschauen, auf sich wirken lassen und die Verbindung spüren – oder auch nicht. Denn darauf kommt es bei Kunst an: Ist da etwas, löst das Objekt etwas in mir aus? Wenn ja: Was ist das, und möchte ich dieses Gefühl tiefer erforschen, öfter erleben, in mein Zuhause integrieren? Dann gilt: Zuschlagen! Und das Objekt der Begierde zu Hause ins rechte Licht rücken. Denn darum geht es bei Kunst: Gefühle, Erleben, Erforschen, Anschauen wollen. 

Art déco bleibt voll im Trend

Kunst an sich ist dabei kein Trend. Für manche Menschen kommt der Zug hin zu künstlerischen Themen und Objekten irgendwann im Leben, oder auch nicht. Manche wachsen bereits in einer kunstaffinen Familie auf, andere entdecken ihre eigene Vorliebe hierfür erst durch Berührungspunkte im Umfeld, Job, Studium oder Freunde.

Dennoch ist es in der Kunst wie bei allem, wie uns bereits die Epochen im Kunstunterricht lehrten: Auch hierbei lassen sich immer wieder Trends erkennen. Aktuell rührt beispielsweise immer wieder die Art déco Zeit mit an, diese bleibt auch 2019 ein echter Einrichtungstrend und passt somit auch zur glänzenden, feingliedrigen und dennoch auffallend luxuriösen Kunst.

Viel braucht es nicht, um den eigenen vier Wänden ein bisschen Art déco zu verpassen. Vielleicht ein schicker Sessel mit Samtbezug, ein Bilderrahmen oder Spiegel im barocken Look, ein Lampenschirm mit Perlen – die Möglichkeiten sind nahezu unendlich. Und dazu natürlich das passende Gemälde, feingearbeitete Büste oder tolle Skulpturen.

Wem das too-much ist, der kann den Art déco Stil auch hervorragend mit persönlicher Fotokunst kombinieren. Bilderrahmen im Barockstil gibt es in Hülle und Fülle. Am besten machen sich darin die Lieblingsfotos in Schwarz-Weiß- oder Sepia-Optik. So lassen sich ganz private Aufnahmen sehr kunstvoll in Szene setzen. Fotos auf Leinwand sind die optimale Begleitung für diese luxuriöse Aufmachung und bringt die Erinnerung ganz besonders zum Strahlen. Auf diese Weise lassen sich der feingliedrige, glänzende Trend mit den persönlichen Erinnerungen verbinden und sich perfekt widerspiegeln, wie Kunst auch eine ganz persönliche Färbung annehmen kann.

Bin ich jetzt artsy?

Wer den Hang zur Kunst entdeckt hat und tiefer ins Thema eintaucht, wird eine ganz neue Welt erleben und hierbei auch Objekte entdecken, die ein ganz tiefes Wohlgefühl auslösen – oder ganz tiefe Abschreckung. Dabei muss nicht jedes Objekt, das gefällt zu den anderen der vielleicht wachsenden Sammlung passen. Es ist ganz natürlich, dass Kunst mal diese, mal jene Seite anspricht und so vielleicht ganz unterschiedliche Stücke zusammengewürfelt werden. Nun, keine Angst: Nur weil unterschiedlich gestaltete Kunstobjekte die Wohnung schmücken werden wir noch nicht zu Katzenladys der Kunst. Zunächst lassen sich vielleicht einzelne Zimmer mit unterschiedlichen Stilen einrichten und so ihr ganz eigenes Objekt zur Schau stellen. Später geht es einfach um eine Kombinationsgabe: Denn auch das ist Kunst! Wichtig ist die Balance und dass die Werke sich „verstehen“, ein gemeinsames Thema oder Gefühl bedienen, sich ergänzen oder einen wohlklingenden Gegensatz bilden. Hier ist es wie immer: Erlaubt ist was gefällt, auch zeitweilig oder aus einer Laune heraus. Zudem prägt Kunst das eigene Stilverständnis und die Bildung eines ganz eigenen Styles für die Wohnung. Hierbei seinen eigenen Stil zu verlieren, ist völlig unmöglich, denn Kunst bringt diesen noch viel stärker hervor, als alle Einrichtung per se.

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