Rhododendren und Azaleen Verbreitung

Er ist pflegeleicht und braucht kaum Sonne. Doch wenn der große Auftritt des Rhododendrons kommt, beeindruckt er uns mit seinen leuchtenden Blütendolden

In Europa verbreitet sind Rhododendren – von zwei heimischen Arten abgesehen – erst seit gut 200 Jahren. Es waren englische Botaniker, die damals Tausende Kilometer auf dem beschwerlichen Seeweg bewältigten, um auf ihren Expeditionen unbekannte Pflanzen einzusammeln. Sir Joseph Dalton Hooker, ein Freund von Charles Darwin, entdeckte die Blütenwunder in Indien und im Himalaya. Und pflanzte sie großflächig in Londons berühmtestem botanischen Garten an, den Kew Gardens. Bei den Engländern löste er damit eine wahre Begeisterungs- und Begehrlichkeitswelle aus. Die neue Mode, Rhododendren im großen Stil in Parks anzulegen, kopierte man im 19. Jahrhundert dann auch in Deutschland.

Zum Weiterlesen
  • Andreas Bärtels, „Das große Buch der Rhododendren und Azaleen“ (Ulmer, 173 Seiten, 49,90 Euro). Pflegetipps und interessante Hintergrundinfos, etwa über die Herkunft.
  • Katharina Adams, „Rhododendren“ (blv, 95 Seiten, 7,95 Euro). Praktischer Ratgeber für jeden Hobbygärtner.

Hierzulande findet man üppige, hundert Jahre alte Prachtexemplare vor allem in norddeutschen Parks, etwa in den ostfriesischen Orten Gristede und Westerstede sowie in Bremen. Denn auch wenn sie anpassungsfähige Überlebenskünstler sind, gedeihen Rhododendren am besten in feuchtem Klima und auf humusreichem Marschboden. Mit etwas Zeit und der entsprechenden Pflege (siehe Kasten) können die Pflanzen auch im heimischen Garten und ohne die Sorgfalt geschulter Gärtner zum Star werden. Zu einem fast baumhohen Gewächs, an dessen Schönheit man sich im Mai kaum sattsehen kann.

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Autor:
Silvia Tyburski