Alles, was Sie wissen müssen Professionelle Zahnreinigung

Wollen nicht auch sie schöne, weiße, gesunde Zähne? Der regelmäßige Zahnarztbesuch alleine reicht dazu meist nicht aus. Ihr Zahnarzt kann ihnen eine professionelle Zahnreinigung empfehlen. 

Zahnreinigung Professionelle Zahnreinigung © Nikodash/iStock

Wozu dient eine professionelle Zahnreinigung?

Mit herkömmlichem Putzen allein ist es oft nicht möglich, die Zähne vor Plaque zu schützen. Sicher spielt das tägliche Zähneputzen eine große Rolle, damit die Zähne nicht von Karies oder Plaque befallen werden. Doch mit der einfachen Zahnbürste werden Zahnzwischenräume meistens nicht komplett gereinigt. Sowie auch die hinteren Backenzähne, die nur schwer mit der Zahnbürste zu erreichen sind. Plaque ist verantwortlich für die Entstehung von Karies. Damit es aber erst gar nicht zu Plaque, Zahnstein und Karies kommt, empfehlen viele Zahnärzte die professionelle Zahnreinigung.

Was wird bei so einer Reinigung gemacht?

Bei einer professionellen Zahnreinigung werden mit Pulver, Spray, Handinstrumenten wie zum Beispiel der Kürette und dem Ultraschallgerät die Zähne und Zahnzwischenräume gründlich gereinigt. Zahnstein und weiche Beläge, die zu Karies und kranken Zähnen führen können, werden bei der Behandlung entfernt. Aber auch Nikotin, Kaffee oder Tee, welche sich auf den Zähne absetzen und die Zähne dadurch gelb erscheinen lassen, werden durch die professionelle Zahnreinigung, die auch PZR genannt wird, entfernt. Mit einer Politur, die nach der Zahnreinigung auf die Zähne aufgetragen wird, soll verhindert werden, dass sich wieder Bakterien auf den Zähnen ansammeln. Damit sich kein Karies bildet, wird zum Schluss noch ein spezieller Lack oder ein Gel aufgetragen. Man nennt dieses auch Fluoridieren. Die gesamte Behandlung dauert zwischen 45 und 60 Minuten. Sie sollten bei ihrer häuslichen Reinigung zusätzlich zum Zähneputzen Zahnseide für die Zwischenräume benutzen, denn gerade hier setzen sich die meisten Bakterien ab, die dann die Zähne angreifen.

Wie lange hält so eine Reinigung? Übernehmen Krankenkassen die Kosten?

Es kommt natürlich auch auf die Beschaffenheit ihres Gebisses und ihrer Reinigung zu Hause an, wie lange eine PZR anhält. Ärzte empfehlen diese regelmäßig durchführen zu lassen. Eine PZR sollte allerdings auch nicht zu oft durchgeführt werden. Denn auch zu viel Reinigung schadet dem Zahnbelag. Wer nicht verzichten möchte, dem wird angeraten es nicht mehr als zwei Mal pro Jahr machen zu lassen. Es kommt oft die Frage nach den Kosten auf. Die professionelle Zahnreinigung ist eine Selbstzahlungsleistung. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen hierfür keine Kosten. Manche Krankenkassen übernehmen einen Teil. Fragen Sie hierzu ihre Krankenkasse, ob diese einen Zuschuss zahlen. Die Kosten für die PZR fangen bei ca. 45 Euro an und können bis zu ca. 250 Euro gehen. Informieren Sie sich am besten immer über Angebote von verschiedenen Zahnärzten.

Welche Risiken gibt es bei der PZR?

Leider gibt es auch bei der PZR einige Risiken und Dinge, die beachtet werden sollten. Patienten, die Blutverdünner nehmen, sollten diese nicht vor der Behandlung einnehmen, denn während der Behandlung kommt es meistens zu kleinen Einrissen des Zahnfleisches. Das passiert, wenn der Zahnarzt die Zwischenräume reinigt. Ebenso können sich Bakterien in die Wunden einnisten. Deshalb wird nach der Behandlung empfohlen, den Mund mit einem desinfizierendem Mundhygienewasser zu spülen. Hierfür eignen sich Produkte mit Lysterinen. Antibakterielle Gele können die Wunden ebenso desinfizieren. Fragen Sie hierfür Ihren Arzt oder informieren Sie sich in der Apotheke. Wenn nicht das richtige Instrument benutzt wird, kann ein Implantat nach der Behandlung Kratzer aufweisen. Der Zahnarzt sollte deshalb zum Beispiel Kunststoffinstrumente für die Reinigung verwenden.

Die PZR ist für manche schmerzhaft. Vor allem aber Patienten mit freiliegenden Zahnhälsen empfinden die professionelle Zahnreinigung als unangenehm und schmerzhaft. Der Zahnarzt kann zuvor eine Creme oder ein Gel mit betäubender Wirkung auf das Zahnfleisch geben. Das nimmt den Patienten die Angst und die Behandlung wird nicht als so schmerzhaft empfunden. Sie können Ihren Zahnarzt nach den Möglichkeiten einer Lokalanästhesie fragen. Lassen sie zudem die PZR nur von geschultem Fachpersonal durchführen. Es kommt hin und wieder vor, dass Patienten über Schmerzen nach der Behandlung klagen. Das ist ganz normal und geht in der Regel nach ein bis zwei Tagen ganz von selbst wieder weg. Mit kleinen Hausmitteln kann dem natürlich Abhilfe geschaffen werden. Teebaumöl und Wacholderbeerenöl haben sich als hilfreich erwiesen. Wer weder Teebaumöl noch Wacholderbeerenöl im Haus hat, der kann auch Wacholderbeeren kauen. Diese sollten aber nicht geschluckt sondern nur gekaut werden. Teebaumöl nur in die Zahnzwischenräume tupfen und einwirken lassen. Da es sich um ein ätherisches Öl handelt, soll das Schlucken vermieden werden. Im Körper kann es zu Reizungen führen. Sobald das Teebaumöl eingewirkt ist, können Sie es einfach ausspucken. Spülen Sie Ihren Mund nicht mit Wasser aus. So kann das Öl noch weiterhin auf die Wunden einwirken. Sie können aber auch mit Kamille spülen. Kamille hat ebenso eine antiseptische Wirkung und lässt die Schmerzen rasch vergehen.

 
Schlagworte: