Probiotika für eine schöne Haut Welche Wirkung weisen Probiotika auf der Haut auf?

Der Begriff Probiotika kommt Ihnen sicherlich im Bezug auf den Darm bekannt vor, denn probiotische Lebensmittel unterstützen die natürliche Funktion Ihres Darmes. Jetzt ist jedoch bekannt geworden, dass Probiotika auch gut bei manchen Hauterkrankungen helfen. 
 

Fermentiertes Gemüse Welche Wirkung weisen Probiotika auf der Haut auf? © marekuliasz/iStock

Was sind eigentlich Probiotika?

Ein Probiotikum, ist eine Zubereitung von lebensfähigen Mikroorganismen, bekannt aus dem Probiotischen Joghurt. Probiotika sind natürlich vorkommende Bakterien in unserem Körper, die in unserem Darm leben. Diese Zubereitung wird oral aufgenommen und hat einen gesundheitsfördernden Einfluss auf den Menschen. Die Einnahme von Probiotika verstärkt die Anzahl von guten Bakterien, in unserem Darmtrakt. Durch Antibiotika und Schmerzmittel, wird oft das Darmgleichgewicht gestört. Bisher wurden die Probiotika verstärkt in der Darmregion eingesetzt. Ein Beispiel von Probiotika sind beispielsweise die Milchsäure – oder die Hefebakterien. Die Wirkung der Probiotika wurde noch nicht ganzheitlich erforscht. Aber es ist zu beobachten, dass sie bei Verstopfung, Lactose-Verdauung und dem Reizdarmsyndrom helfen. Doch die Forschungen über die Wunder-Bakterien hören hier nicht auf. Neuerdings entdeckt man immer wieder Artikel über die positive Wirkung von Probiotika gegenüber unserer Haut. Vor allem aber einen positiven Einfluss gegenüber Hautkrankheiten wie Ekzemen, Akne und sogar der Hautalterung.

Die Beziehung von Darm und Haut

In unserem Körper arbeitet alles miteinander. Alles ist untereinander vernetzt und geht es der einen Region schlecht, ist gleichzeitig eine andere davon betroffen. So stehen auch der Darm und unsere Haut in ständiger Wechselwirkung. Durch vermehrten Stress und einer gestörten Verdauung vermehren sich ungesunde Bakterien viel stärker in unserem Darm. Diese ungesunden Bakterien veranlassen systematische Entzündungen im ganzen Körper und auch auf der Haut. Ist der Darm krank, ist es unsere Haut ebenfalls. Betroffene, die unter Akne leiden, haben ebenfalls öfter als andere mit Durchfall und Verstopfung zu kämpfen. Die Wissenschaft erkennt dabei eine große Wechselwirkung von Darm und Hauterkrankungen. Die Gesundheit des Darms spiegelt sich also in Ihrem Gesicht. Diese Wechselwirkung ist bekannt unter dem Begriff der Darm-Haut-Achse bekannt. In ihr zeigen sich weitere Hautkrankheiten unter dem Einfluss von schlechten Darmbakterien. Der Vorteil von Probiotika für die Haut ist jetzt, dass gesunde Bakterien in den Darm eingeführt werden, sodass so eine Barriere für die Entstehung von Entzündungen hergestellt wird. Besonders Betroffene, die unter Akne und Rosacea leiden, könnten sich durch die Probiotika-Behandlung eine Besserung erhoffen. Die Behandlung kann helfen, die Entzündungen zu verringern und die optimale Funktion der Haut wiederherzustellen. Bisher verläuft die Behandlung oral, das heißt, die Probiotika werden als Tabletten oder über probiotische Lebensmittel eingenommen. Probiotische Lebensmittel zeichnen sich oft durch ihre Fermentierung aus. Neben dem probiotischen Joghurt finden sich Probiotika ebenfalls in Kimchi und Sauerkraut. Fermentierte Lebensmittel sollten unbedingt roh eingenommen werden, da die wertvollen Bakterien beim Kochen zerstört werden. Probiotika können auch als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden. Da die Probiotika-Bakterien in verschiedenen Stämmen auftreten, müssen Sie einige ausprobieren, um zu wissen, welche bei Ihnen am besten wirkt. Ob es bald eine Therapie und Behandlung mit Probiotika in einer cremigen Konsistenz zum Auftragen gibt, ist noch zu erforschen. Sollten Sie sich für eine solche Behandlung interessieren, dann kommt bis jetzt nur eine orale Einnahme in Frage.

Selbstbehandlung mit Probiotika

Sie haben gesehen, dass probiotische Bakterien in Ihrem Darm ganz natürlich vorkommen. Die natürlichen probiotischen Bakterien spielen eine große Rolle bei der gesunden Erhaltung der Darmflora. Ist das Gleichgewicht der Darmflora von guten und bösen Bakterien gestört, treten nicht nur Erkrankungen des Verdauungssystems auf, sondern auch Entzündungen in anderen Körperregionen, wie unserer Haut, auf. Ein geringer Anteil von guten probiotischen Bakterien im Dickdarm können zu Entzündungen führen, die sich auf die Haut ausbreiten. Eine Zufuhr und Einnahme von Probiotika kann zu einer Linderung von Hautkrankheiten und Darmbeschwerden führen. Indem Sie Ihre Beschwerden im Darmtrakt behandeln, nehmen Sie gleichzeitig einen positiven Einfluss auf Ihre Beschwerden auf der Haut. Probiotika können auf zwei verschiedene Art und Weisen eingenommen werden. Einerseits als Nahrungsergänzungspräparate, andererseits ganz frisch und roh als fermentierte Lebensmittel. Um zu entscheiden, ob Probiotika eine positive Wirkung auf Ihre Hautkrankheiten und Beschwerden haben, müssen Sie den passenden Probiotika-Stamm für sich finden. Beginnen Sie damit, zuerst Ihre Ernährung umzustellen. Denn oft sind nicht einmal die Probiotika-Bakterien Schuld für unsere Krankheiten, sondern unsere schlechte Ernährung. Zu viel Fast Food und Ungesundes fördert die Aknebildung und reizt gleichzeitig unseren Darm. Im nächsten Schritt probieren Sie immer mehr fermentierte Lebensmittel in Ihre Ernährung zu integrieren. Sie müssen Ihrem Körper Zeit geben, sich auf diese Veränderung einzulassen. Vor allem wichtig ist die Verdauung. Eine Verstopfung des Darmtraktes ist dabei weniger positiv zu betrachten. Einige Wochen kann es dauern, bis Ihre Darmflora vollständig zurück in ihr optimales Gleichgewicht zurückgekehrt ist. Genau so lange kann es dauern, bis Sie erste Veränderungen in Ihrem Gesicht wahrnehmen können. Hier ist der Schlüssel Ihre Geduld. Neben der Ernährungsumstellung, hilft es immer auch Ihren Stress zu reduzieren und jeden Tag für ausreichend Schlaf zu sorgen. Alle diese Faktoren kommen zusammen, wenn es darum geht eine gesunde Haut zu bekommen. Alle Regionen unseres Körpers hängen zusammen und beeinflussen sich gegenseitig. Der Vorteil davon ist, dass Sie bei der Behandlung einer Region, gleichzeitig eine andere stärken.

 
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