Nagelpflege Brüchige Nägel – was kann ich tun?

Knack, schon ist es passiert. Ein Nagel ist gebrochen oder eingerissen. Doch es gibt Mittel und Wege, um wieder zu schönen Nägeln zu kommen. 
 

Maniküre bei brüchigen Nägeln Brüchige Nägel – was kann ich tun? © Belyjmishka/iStock

Wie brechen Nägel?

Aus medizinischer Sicht brechen Nägel auf verschiedene Weise. Bekannt ist Ihnen sicher, dass ein Nagel vertikal bricht und eine unschöne, faserige Kante hinterlässt. In diesem Fall sieht der Nagel aus wie „angefressen“. Da er meist sehr kurz bricht, gestaltet sich auch die anschließende Maniküre etwas schwierig. Dann gibt es längsfaserige Brüche. Sie wirken wie ein Einschnitt in den Nagel und können sehr unangenehm sein. Ebenfalls möglich ist ein glatter Bruch des Nagels, der optisch wie eine glatte Schnittkante wirkt.

Was sind die Ursachen brüchiger Nägel?

Eine mögliche und häufige Ursache ist ein bestimmter Mineralstoffmangel. Damit kräftige und gesunde Nägel heranwachsen, braucht der Organismus eine Mixtur von Vitaminen und Spurenelementen. Bekannt für gesundes Haar und Nägel sind Zink und Selen. Aber auch Kalzium und Eisen sind als Mitspieler verantwortlich für gesunde Nägel. 

Eine weitere Ursache für brüchige Nägel sind Hauterkrankungen. Nagelpilz ist eine der häufigsten Erscheinungen, vor allem, weil er meist zu spät entdeckt wird und die Behandlung sehr langwierig ist. Auch die Knötchenflechte oder Schuppenflechte sind Mitverursacher für schnell brechende Nägel. In diesem Zusammenhang spielt auch die Schilddrüse eine Rolle. Bei einer bestehenden Unterfunktion kann es ebenfalls zur Beeinträchtigung der Nägel kommen. 

Doch es kommen auch ganz unterschiedliche Gründe für brüchige Nägel in Frage. Dazu gehören zu häufiger Kontakt mit Spülmittel, Seife oder Nagellackentferner mit Lösungsmitteln. Wenn Sie ohnehin empfindlich sind, kann sogar zu viel Wasser dem Nagel Feuchtigkeit entziehen und die Nägel spröde und brüchig machen. Ebenso treten künstliche Fingernägel als unnatürlicher Stoff in das Blickfeld. Die aufgetragenen, künstlichen Nägel schädigen die schützende Hornschicht der Nägel, woraufhin sie weich und somit auch schnell brüchig werden. Schlimmer noch ist, dass sich in kleinsten Hohlräumen zwischen dem echten und künstlichen Nagel Pilze und Bakterien ausbreiten können. 

Personen, die eine Chemotherapie mit Zytostatika durchmachen, können ebenfalls unter weichen und brüchigen Nägeln leiden. Der Grund ist im Medikament selbst zu finden, denn es hemmt das Zellwachstum und sorgt somit für Veränderungen der Nägel. 

Auf ganz natürliche Weise reagiert der Organismus auch beim Wechsel der Jahreszeiten mit sprödeb Nägelb. Dies wird vor allem im Herbst spürbar. Sobald die Heizperiode beginnt und der Körper dem Wechsel zwischen warmer Luft im Haus und kalter Luft draußen ausgesetzt ist, reagieren die Nägel. Sie können ihren Feuchtigkeitshaushalt nicht regulieren, die Folge ist, dass das Einreißen oder Brechen der Nägel. 

Eine andere natürliche Ursache sind die Wechseljahre der Frau. Der Körper verändert sich aufgrund der hormonellen Umstellung extrem und reagiert dementsprechend. 

Was kann ich gegen brüchige Nägel tun?

Eine ausgewogene Ernährung ist der erste Schritt!

Achten Sie auf eine gute Ernährung. Den Löwenanteil wertvoller Vitamine und Mineralstoffe erhalten Sie über Obst und Gemüse. Kürbiskerne, Paranüsse, Haferflocken und getrocknete Linsen enthalten große Mengen an Zink. Auch Leinsamen sind wichtige Lieferanten für Mineralstoffe, denn letztendlich ist es die Kombination aller notwendigen Vitalstoffe, die für gesunde Nägel verantwortlich sind. In besonderen Phasen wie Schwangerschaft, Stillzeit oder auch die Wechseljahre benötigt der Organismus ein weit höheres Maß an Mineralien.

Tragen Sie bei der Hausarbeit Handschuhe!

Eine einfache wie wirksame Maßnahme. Vielen Frauen ist gar nicht klar, was der tägliche Kontakt mit dem Abwaschwasser an den Händen auslöst. Selbst wenn das Geschirr im Geschirrspüler gereinigt wird – es gibt genügend Momente, indem die Hände im mit Seife aufgelösten Wasser stecken. Ebenso hinterlassen Reinigungsmittel ihre Spuren auf Händen und Fingernägeln. Wer ohnehin empfindlich auf synthetische Stoffe reagiert, sollte deshalb immer Gummihandschuhe tragen. Verwenden Sie gute und atmungsaktive Handschuhe, damit Hände und Nägel im Inneren durch entstehenden Schweiß nicht aufweichen. Denn auch so werden die Nägel angegriffen und reißen noch leichter ein. Nach Reinigungsarbeiten immer die Hände waschen und gut eincremen!

Angegriffene Nägel kurz halten

Sollten Ihre Nägel anfällig sein und schnell einreißen, dann halten Sie sie relativ kurz. Eine schonende Nagelpflege ist hier besonders wichtig. Das Feilen der Nägel ist besser als das Kürzen mit der Schwere oder dem Nagelknipser. Achten Sie besonders auf Unebenheiten, die mit der Feile geglättet werden. Somit könne Sie dem erneuten Einreißen vorbeugen. In schwierigen Lebensphasen kann ein zusätzlicher Pflegelack brüchige Nägel mit Nährstoffen versorgen. Sie enthalten Kieselsäure und geben dem Nagel die natürliche Festigkeit zurück. Der Schutzfilm auf der Oberfläche schützt vor zusätzlichem Austrocknen. 

Bei vielen Frauen treten brüchige Nägel nur phasenweise auf. Achten Sie in schwierigen Zeiten deshalb besonders auf eine gute Ernährung. Kurzfristig können auch Nahrungsergänzungsmittel in schwierigen Phasen hinweghelfen. Sie sollten jedoch nur als Kur eingenommen werden. Denn optimaler ist immer eine ausgewogene Ernährung. Das kommt auch den Nägeln zugute.

 
Schlagworte: