Haarpflege 7 Tricks für gesunde Haare

Nie wieder Bad Hair Days: Im neuen Jahr werfen wir selbstbewusst unsere glänzende Mähne zurück

Tipps für gesundes Haar 7 Tricks für gesunde Haare © Peopleimages/iStock

1. Die Kopfhaut befreien

Das Geheimnis für kräftigen Haarwuchs? Eine perfekt genährte, gut durchblutete Kopfhaut mit frei liegenden Haarfollikeln, die eine anständige Wurzelversorgung garantieren. Das ist im Winter gar nicht so einfach, da Mützen, Kälte, Heizungsluft und Co. die Mikrozirkulation zusätzlich drosseln und das natürliche Gleichgewicht der Haut stören können. Schnelle Helfer: ein wöchentliches Peeling mit milden Zellstoffkörnern, das Kopfhaut und Haare erfrischt und von Verschmutzungen und Silikonen befreit. Anschließend entspannt und durchfeuchtet eine regenerierende Gelmaske mit Vitamin E trockenes, brüchiges Haar. Für den täglichen Gebrauch: Bei Extremstress mindert ein Intensivtonikum mit Urea, in die Kopfhaut massiert, Mikroentzündungen und unangenehmen Juckreiz.

2. Regelmäßig schneiden

Fisselige Spitzen sind noch angreifbarer und machen sofort einen ungepflegten Eindruck. Deshalb besser alle acht bis zwölf Wochen zum Nachschneiden gehen. Und wenn Sie auf Ihre mühsam gezüchtete Gesamtlänge nicht verzichten möchten, fragen Sie nach der Hair-Dusting-Technik (engl. = Abstauben). Dabei kappt der Profi mit flach angelegter Schere die kaputten Haarenden nicht von unten, sondern senkrecht, Strähne für Strähne. Welche angesagten Schnitte 2019 Fülle versprechen, weiß das Puro-Friseurteam in München: mittellange Styles, gern stumpf geschnitten, wie der Bob oder Pagenkopf. Ein lässiger Pony lockert auf. Genauso bringen French Cuts mit weichen Stufen Volumen. Unsicher, welcher Haarschnitt zur Gesichtsform passt? Versuchen Sie’s mit der Sechs-Zentimeter-Methode: vor dem Spiegel einen Bleistift waagerecht unters Kinn halten, ein Lineal senkrecht ans Ohrläppchen (Null-Zentimeter-Marke unten ans Ohrläppchen), bis ein rechter Winkel entsteht. Kreuzen sie sich bei mehr als 6 cm sind längere Schnitte ideal, zeigt das Lineal weniger an, sieht ein Short Cut richtig gut aus.

3. Eine Nachtschicht einlegen

Ab sofort bringen wir strapazierte Mähnen einmal die Woche im Schlaf zum Strahlen! Klecks Verwöhn-Kur gleichmäßig in trockene Längen und Spitzen einarbeiten, Schutzhaube aufsetzen, weiches Handtuch drumwickeln und ab ins Bett: Ätherische Öle und aufbauende Inhaltsstoffe gleichen gezielt Mangelerscheinungen aus. Morgens gründlich auswaschen und den Wow-Effekt bewundern. Ebenso effektiv: die typgerechte Packung beim entspannenden Wohlfühlbad einwirken lassen. Denn durch die heißen Dämpfe öffnet sich die Schuppenschicht, und reparierende Pflegestoffe können so tiefer ins Haar dringen. Für unterwegs eignen sich Leave-in-Sprays oder die gute alte Allzweckcreme, um Fliegenhaare zu glätten. Naturlocken lieben natürliche, feuchtigkeitsbindende Pflanzenöle wie Oliven- oder Arganöl, weil sie wunderbar gegen Frizz vorbeugen. Einen Tropfen zwischen den Handflächen verreiben und in die Längen und Spitzen geben.

4. Maßgeschneiderte Pflege anwenden

Greifen Sie nicht zu irgendeinem Shampoo, sondern benutzen Sie Produkte, die optimal auf die individuelle Haarbeschaffenheit abgestimmt sind: Hydrolisierte Sojaproteine, ayurvedische Heilkräuter oder Biotin in Shampoo und Spülung beleben und stärken zum Beispiel feines Haar. Nachtkerzenöl und Pflanzenextrakte im Locken-Fluid bändigen eine trockene Naturkrause. Und wenn Dosierung und Technik stimmen, klappt’s garantiert mit dem rundum schönen Haargefühl: Beim Shampoo genügt ein haselnusskleiner Klecks, vorher mit etwas Wasser in der Hand aufgeschäumt, und dann kurz in den Ansatz massiert. Der anschließende Conditioner gehört dagegen nur in die Längen und Spitzen. Er versiegelt das Haar und macht es leichter kämmbar. Beides maximal lauwarm, aber gründlich ausspülen. Ein kalter Guss zum Schluss regt die Durchblutung an und schließt die Schuppenschicht. Wichtig: da im nassen Zustand die Haare besonders empfindlich sind, nicht grob trocken rubbeln, besser nur mit einem weichen Handtuch Nässe ausdrücken.

5. Schonend stylen

Früher war es oft eine echte Strapaze, vor allem für langes Haar. Glücklicherweise unterstützen intelligente Geräte jetzt ein sanftes Föhnerlebnis: Digitale Sensoren kontrollieren ständig die Temperatur in Warmluftbürsten (z. B. von Babyliss), ein eingebauter Mikrochip sorgt für eine gleichmäßige Hitzeverteilung (z. B. „T3 Cura“-Föhn). Antistatische Keramik-Turmalin-Beschichtungen und Ionen-Technologie bei Glätteisen und Lockenstab verschließen fix die Haaroberfläche und schützen vorm Dehydrieren (z. B. von Remington). Unbedingt vorweg umhüllenden Hitzeschutz, auch Primer genannt, aufsprühen. Allgemein gilt: Haare nie klatschnass föhnen, sondern immer vortrocknen lassen. Als Finish für flexiblen Halt Haarsprays mit mikrofeinen Düsen verwenden, die nebeln die fertige Frisur zart ein, ohne zu verkleben. Bambusextrakt und Panthenol pflegen nebenbei. Sensible Naturwellen leben beim Lufttrocknen auf oder brauchen einen Diffusoraufsatz. Für Glanz und Spannkraft erst etwas Stylingcreme strähnchenweise einkneten.

6. Besser reizarm reinigen

Nach dem Extrem-Styling während der Feiertage lassen Sie Ihre Haare mal richtig aufatmen. Frei nach dem Detox-Prinzip ist im Januar weniger mehr! Und da immer mehr Kosmetikfirmen auf bedenkliche Inhaltsstoffe verzichten, ist die Auswahl mittlerweile richtig groß. Denn aggressive Tenside wie Sulfate und einige Glanz gebende Silikone schaden nicht nur der Umwelt, sondern können auch die Kopfhaut belasten und die Haare stark entfetten. Das lässt die Mähne auf Dauer stumpf und kraftlos aussehen. Chemische Konservierungsstoffe wie Parabene stehen im Verdacht, den Hormonhaushalt durcheinanderzubringen. Warum also nicht natürliche Alternativen nutzen? Zum Beispiel Moringasamen-Proteine, die schon lange in tropischen Ländern zum Klären von Gewässern genutzt werden – sie befreien neuerdings ganz sanft unser Haupt von Schmutzpartikeln. Genauso Zuckertenside und waschaktive Kokossubstanzen, die im ausgleichenden Feuchtigkeitsshampoo gründlich säubern, ohne wertvolle körpereigene Lipide anzugreifen. Pflanzenpower wie mikroverkapseltes Arganöl restrukturiert die Haarfasern und bewahrt coloriertes Haar vorm Ausbleichen. Wer unter Irritationen leidet, sollte zusätzlich auf parfüm- und farbstofffreie Formeln setzen. Dann genießen Sie die reine Ha(a)rmonie: den ungekünstelten Schimmer, den lockeren, offenen Fall, anstatt ständig Dutt oder Pferdeschwanz zu tragen.

7. Aufbauhelfer nutzen

Haare gut, alles gut: Ein gepflegter Auftritt mit schönem Haar stärkt das Selbstbewusstsein, ergab schon eine europäische Studie von 2017. Doch was tun, wenn sie langsamer und dünner wachsen, weil die körpereigene Zell-, Keratin- und Kollagenproduktion im Alter abnimmt? Dann wird es Zeit, die Pflege an die neuen Bedürfnisse anzupassen! Anti-Aging-Produkte mit Phytoflavonen aus weißem Tee und Koffein aktivieren die Haarwurzeln, Provitamin B5 repariert die beanspruchte Struktur. Vitamin E und Omega-6-Fettsäuren neutralisieren freie Radikale. Masken, angereichert mit einem L-Aminosäuren-Komplex, unterstützen den Wiederaufbau. Klare Gelformeln mit persischem Katira-Extrakt und ölfreien Proteinen durchfeuchten spröde Strähnen und geben neue Elastizität. Schon gewusst: Auch Stress kann Haarausfall begünstigen. Kurze Relax-Auszeiten, wie ein Spaziergang an frischer Luft, in den Alltag integriert, tun gut. Power vom Ansatz bis in die Spitzen bringt kräftigende Haarkost: Eine Banane, Avocado und eine große Karotte decken zum Beispiel den täglichen Vitamin-A- und B7-Bedarf (Biotin). Sanddornsaft ist eine tolle Vitamin-C-Bombe, noch zwei Liter Wasser täglich, dann wirkt’s wie ein Push-up für schlappe Längen.

 
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