Hautpflege ab 40: Einfache Routine für ein frisches Hautbild
Gute Hautpflege muss nicht kompliziert sein. Mit wenigen, passenden Produkten und etwas Regelmäßigkeit lässt sich die Haut gut unterstützen. Ab 40 verändern sich die Bedürfnisse: Die Haut wird oft trockener, empfindlicher und braucht mehr Geduld.
Ob Reinigung, Creme, Serum oder Maske: Die Ratgeber dieser Rubrik decken Gesicht und Körper ab. Unten beantworten wir die Grundfragen, die immer wieder auftauchen.
Wie sieht eine sinnvolle Pflegeroutine aus?
Eine Basisroutine kommt mit wenigen Schritten aus. Am Morgen reinigen Sie das Gesicht sanft, tragen eine Feuchtigkeitspflege auf und schützen die Haut mit Sonnenschutz. Am Abend entfernen Sie Make-up und Schmutz gründlich und pflegen mit einer Creme, die zu Ihrem Hauttyp passt. Wer mehr möchte, ergänzt ein Serum oder gelegentlich eine Maske. Weniger ist oft mehr. Zu viele Produkte auf einmal können die Haut überfordern.
Planen Sie für die Pflege feste Zeiten ein, zum Beispiel nach dem Zähneputzen. Eine Routine, die in den Alltag passt, halten Sie leichter durch als ein aufwendiges Programm. Ein bis zwei Minuten pro Durchgang genügen.
Welcher Hauttyp bin ich?
Man unterscheidet grob normale, trockene, fettige und Mischhaut. Dazu kommt empfindliche Haut, die schnell mit Rötungen oder Spannungsgefühl reagiert. Trockene Haut spannt nach dem Waschen und wirkt oft schuppig. Fettige Haut glänzt und neigt zu Unreinheiten. Bei Mischhaut glänzt meist die Zone aus Stirn, Nase und Kinn. Mit den Jahren wird die Haut häufig trockener, auch wenn sie früher eher fettig war. Prüfen Sie Ihren Hauttyp daher von Zeit zu Zeit neu.
Welche Wirkstoffe sind für reife Haut sinnvoll?
Feuchtigkeitsspender wie Hyaluronsäure und Glycerin helfen der Haut, Wasser zu halten. Ceramide und pflanzliche Öle unterstützen die Hautbarriere. Vitamin C und Niacinamid werden häufig in Seren verwendet und von vielen Frauen gut vertragen. Retinol wirkt auf die Haut intensiv und sollte langsam eingeführt werden. Führen Sie neue Wirkstoffe deshalb einzeln ein, dann merken Sie schnell, was Ihre Haut nicht verträgt.
Peelings können abgestorbene Hautschüppchen lösen und den Teint ebenmäßiger wirken lassen. Bei reifer Haut genügt meist ein mildes Peeling ein- bis zweimal pro Woche. Mechanische Peelings mit groben Körnern reizen empfindliche Haut schnell. Sanfte Fruchtsäuren sind eine Alternative, sollten aber vorsichtig dosiert werden.
Wie sich die Haut über die Jahre verändert und was dabei hilft, lesen Sie auch im Bereich Anti-Aging.
Was hilft bei trockener und empfindlicher Haut?
Waschen Sie das Gesicht lauwarm statt heiß und verzichten Sie auf stark parfümierte Reinigungsprodukte. Cremen Sie direkt nach dem Duschen, solange die Haut noch leicht feucht ist. Im Winter darf die Pflege reichhaltiger sein. Auch in den Wechseljahren klagen viele Frauen über trockene Haut. Mehr dazu finden Sie in unserem Bereich zu den Wechseljahren. Gepflegte Haut sieht außerdem unter Make-up besser aus. Tipps dafür bietet unsere Rubrik Make-up.
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich mein Gesicht reinigen?
Zweimal täglich, morgens und abends, reicht für die meisten Hauttypen. Bei trockener Haut genügt am Morgen oft lauwarmes Wasser.
Brauche ich Tages- und Nachtcreme?
Tagsüber stehen Feuchtigkeit und Schutz im Vordergrund, nachts darf die Pflege reichhaltiger sein. Wenn Ihre Haut mit einer einzigen passenden Creme gut zurechtkommt, ist das ebenso in Ordnung.
Wie lange dauert es, bis eine neue Pflege wirkt?
Die Haut erneuert sich in mehreren Wochen. Geben Sie einem neuen Produkt deshalb etwa vier bis sechs Wochen Zeit, sofern es gut verträglich ist.
Was tun bei Hautreizungen durch ein neues Produkt?
Setzen Sie das Produkt ab und pflegen Sie die Haut einige Tage mit einer milden, parfümfreien Creme. Bleiben die Beschwerden bestehen, suchen Sie ärztlichen Rat.