Haare färben: Das sollten Sie zuhause beachten

Haare färben: Das sollten Sie zuhause beachten

Keinen Friseurtermin bekommen oder keine Lust mehr zu warten? So können Sie Ihre Haare zuhause färben. 

Wenn es um kleine Farbveränderungen geht, wie etwa den Ansatz nachfärben, die Haare um eine Nuance aufhellen oder erste graue Strähnchen kaschieren, können wir uns ruhig mal selber daheim herantrauen. Allerdings gilt, Vorsicht walten zu lassen und sich vorher gut zu informieren, damit es hinterher keine bösen Überraschungen gibt. Wer sich nicht zutraut, zuhause selbst Hand anzulegen, wartet besser doch auf einen Friseurtermin.

Haare selber färben: Die häufigsten Fehler

1. Die Ausgangshaarfarbe falsch einschätzen
Die meisten Frauen schätzen ihre eigene Haarfarbe nicht ganz richtig ein, oft sehen sie sich selbst dunkler, als sie sind. Die richtige Einordnung der Naturhaarfarbe ist aber wichtig, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Farbe fürs Haar können sie etwa beim Friseurbedarf oder in Drogerien kaufen.

Tipp: Nehmen Sie eine Freundin zum Drogerieeinkauf mit, die einen Blick von außen darauf werfen kann. Oder fragen Sie sogar jemanden ganz Fremdes nach einer kurzen Einschätzung.

2. Zu hohe Erwartungen
Wer eine besonders tolle Verwandlung möchte, sollte sich lieber zweimal fragen, ob diese qualitativ zufriedenstellend realisierbar ist, wenn man sie selbst durchführt. Möchte man von dunkel auf hellblond, einen professionellen Ombré-Look oder einen anderen radikalen Farbwechsel, ist der Gang zum Friseur vermutlich die bessere Wahl. Für anspruchsvolle Farbarbeiten sind schließlich Profis da!

3. Schlechte Vorbereitung
Das Färbemittel ist gekauft und Sie machen sich vor lauter Vorfreude gleich ans Mixen? Halt, stopp! Auch wenn man die Verwandlung gar nicht abwarten kann – die richtige Vorbereitung ist essenziell, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Stellen Sie sich alle Utensilien bereit und lesen Sie sich alle Hinweise vor dem Färben sorgfältig durch – sonst erleben Sie womöglich später eine unangenehme Überraschung.

4. Bei grauen Strähnen die ganzen Haare färben
Wer bei grauen Strähnen zu Färbemitteln greift, begeht häufig den Fehler, das ganze Haar bis in die Spitzen zu färben. Das Problem? Die grauen Stellen sind danach zwar weg, das Gesamtergebnis sieht aber unregelmäßig aus. Das liegt natürlich daran, dass die grauen Strähnen die Farbe anders aufnehmen, als die Haare in der Naturhaarfarbe.

5. Keine Experimente
Ist das Ergebnis nach dem Haare färben anders als erwünscht, ab zum Friseur. Lieber nicht versuchen, selbst die Frisur zu retten, am Ende verschlimmern wir es nur noch mehr.

Wann sollte ich lieber einen Profi an meine Haare lassen?

Bei empfindlicher oder sogar verletzter Kopfhaut besser nicht die selbst die Haare färben. Die Gefahr, dass weitere Reizungen auftreten ist viel zu groß. Wenn Sie unter einer Allergie gegen einen der Inhaltsstoffe der Coloration oder Tönung leiden, sollten Sie die Haare übrigens ebenfalls auf keinen Fall färben. Allergiker müssen deshalb immer genau die Packung studieren, ob darin ein Stoff enthalten ist, den sie nicht vertragen. Auch bei extremen Farbwechseln, zum Beispiel von Dunkel zu Blond oder andersherum immer einen Profi aufsuchen.

Vor dem Haarefärben: Die richtige Farbnuance auswählen

Bevor es daheim ans Färben geht, gilt es, die eigene Haarfarbe zu bestimmen. Viele Frauen schätzen ihre eigene Haarfarbe übrigens als zu dunkel ein, dadurch kann die Einwirkzeit falsch eingeschätzt werden. Vor dem Färben sollten Sie unbedingt die eigene Haarfarbe mit den Abbildungen auf den Verpackungen vergleichen. Wenn die Ausgangshaarfarbe dort nicht auftaucht, sollte man lieber nach einer Alternative suchen. Generell gilt fürs Färben daheim: Sie sollten am besten nah an Ihrer natürlichen Haarfarbe bleiben und diese nur um ein oder zwei Nuancen heller oder dunkler färben. Wer sich bei der Bestimmung des richtigen Tons immer noch unsicher ist, sollte anstatt einer dauerhaften Coloration besser zunächst eine Tönung ausprobieren. Sie gelten als schonender als Colorationen und sind ideal für eine kleine Farbintensivierung. Tönungen lagern die Pigmente nur ans Haar an und verschwinden nach vier bis sechs Haarwäschen wieder. Colorationen hingegen wirken permanent und wachsen erst nach und nach wieder heraus.

Wie bereitetet man die Haare auf das Färben vor?

Da die Haare durchs Färben strapaziert werden, sollten Sie Ihre Mähne schonend darauf vorbereiten. Es ist ratsam, dass ungefähr vier Wochen vor dem Färben die Spitzen geschnitten werden. Wie Sie das auch selbst hinbekommen können, erfahren Sie hier.

Außerdem sollten wir rechtzeitig, am besten auch vier Wochen vorher, regelmäßig eine Aufbaukur auf die Haare auftragen. Die Coloration kann nämlich nur gleichmäßig wirken, wenn unsere Haare gesund sind. Am besten bereits einen Tag vor dem Haarefärben die Haare mit einem milden Shampoo, oder alternativ einfach nur mit Wasser, waschen. So werden eventuelle Rückstände von Styling- oder Pflegeprodukten herausgespült.
Desweiteren immer vor dem Färben genau die Hinweise auf der Verpackung studieren sowie die Gebrauchsanweisung lesen, um sicherzugehen, dass nichts schiefläuft. Achten Sie auch auf die Einwirkzeit des Produktes. Zur Sicherheit sollten wir immer eine Packung der jeweiligen Coloration in Reserve daheim haben, falls wir mal etwas mehr Farbe benötigen und eine Packung nicht ausreicht.

Haare färben: Diese Utensilien brauchen Sie dazu

Legen Sie sich bevor es ans Färben geht alle wichtigen Utensilien zurecht. So haben Sie dann bei Bedarf alles griffbereit. Ziehen Sie sich außerdem lieber alte Kleidung an, wie ein ausrangiertes T-Shirt, damit Sie nicht Ihre Lieblingskleidung mit der Farbe bekleckern. Legen Sie sich zudem ein altes Handtuch um die Schultern. Außerdem brauchen Sie eine Uhr, am besten mit Timer, um die Einwirkzeit des Produkts genau im Blick zu behalten.
Zudem empfehlen wir:

  • Handschuhe: So landet die Farbe nicht an unseren Händen.
  • Eine kleine Schüssel für die Farbe.
  • Haarklammern zum Abstecken einzelner Partien.
  • Mit einem Stielkamm trennen wir einzelne Strähnen oder Partien ab.
  • Färbepinsel: Dieser erleichtert Ihnen das Auftragen der Farbe, zum Beispiel, wenn Sie den Ansatz nachfärben möchten.

Nach dem Färben der Haare: Auf die Pflege kommt es an

Nach dem Färben der Haare ist Pflege das Wichtigste, denn diese werden bei jeder Coloration strapaziert. Daher die Mähne nur mit lauwarmem statt mit heißem Wasser waschen, so trocknen sie nicht so schnell aus. Außerdem sollten Sie eine aufbauende Haarkur verwenden, damit die Coloration besser hält. Auch ein Shampoo für coloriertes Haar ist sinnvoll.

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