Anti-Aging Diäten, Augenkrankheiten & Stress

Handy, Navi, zu viele Steaks – all das lässt uns schneller altern. Doch schon kleine Veränderungen wirken dem entgegen.

 

4. JOJO-DIÄTEN GREIFEN DAS IMMUNSYSTEM AN

Das weibliche Immunsystem altert in der Regel langsamer als das männliche. Dies ist einer der Gründe, warum Frauen häufig länger leben. Regelmäßige Diäten können diesen Vorteil jedoch zunichte machen: Sie strapazieren das Immunsystem und nutzen es vorzeitig ab. Wissenschaftler am Cancer Research Center in Seattle fanden heraus: Je öfter das Gewicht schwankt, desto niedriger ist die Zahl der Immunzellen.

Was tun? Wenn Sie abnehmen möchten, dann langsam und langfristig – mit einem vernünftigen Ernährungsprogramm: Frisches Obst und Gemüse, mageres Fleisch, wenig Fett und Zucker plus wertvolle Pflanzenfette wie Olivenoder Rapsöl stärken das Immunsystem – und mit der Zeit schmelzen auch die Pfunde.

5. ZU VIELE STEAKS KÖNNEN DIE AUGEN BELASTEN

Eine aktuelle Studie des Augenzentrums der Universität Melbourne hat nachgewiesen: Wer mehrmals täglich Rind, Lamm und gepökelte Wurst wie Salami isst, hat ein 50 Prozent erhöhtes Risiko, eine Makula- Degeneration zu entwickeln. Diese altersbedingte Augenkrankheit schränkt die Sehkraft und die Kontrastwahrnehmung ein und steigert die Blendempfindlichkeit. In vielen Fällen droht die Erblindung. Man nimmt an, dass die Nitrosamine, die beim Braten, Grillen, Räuchern oder Pökeln von Fleisch entstehen, sich im Auge ablagern und ihm schaden.

Was tun? Statt rotem Fleisch und Wurstwaren öfter Hühnchen oder Fisch essen. Gemüse, besonders tiefrote, gelbe und grüne Sorten wie Paprika, Bohnen, Karotten, enthalten Antioxidantien, die Nitrosamine unschädlich machen. Beim Grillen oder Braten nicht zu stark bräunen, Geräuchertes möglichst gar nicht braten, da hierbei sehr viele Schadstoffe entstehen. Frischen Zitronensaft über gebratenes Fleisch träufeln – das Vitamin C neutralisiert Nitrosamine.

6. DAS SÜSSE LEBEN VERKLEBT DIE GEFÄSSE

Viele Süßigkeiten können dafür verantwortlich sein, dass Gefäße schneller altern: Zucker reagiert mit körpereigenem Eiweiß, es kommt zu einer Verklebung, der Glykolisierung. Geschieht dies mit dem roten Blutfarbstoff Hämoglobin, der zum Teil aus Eiweiß besteht, wird das verzuckerte Hämoglobin für den Sauerstofftransport unbrauchbar. Bei der chemischen Reaktion entstehende Stoffe lagern sich in den Gefäßen ab und machen sie schlechter durchlässig.

Was tun? Essen Sie dunkle Schokolade statt Gummibärchen. Letztere sind zwar fettfrei – aber genau das bewirkt, dass der Zucker sofort ins Blut schießt, was die Glykolisierung fördert. Der Fettanteil in der Schokolade verzögert das Einströmen des Zuckers ins Blut. Versuchen Sie, den Süßigkeitenkonsum einzuschränken. Drei Wochen lang keine Süßigkeiten – und der Körper stellt sein Geschmacksempfinden um. Man braucht dann weniger Zucker.

7. STRESS LÄSST DIE ZELLEN IM ZEITRAFFER ALTERN

„Wer unter permanentem Druck steht oder ständig von Ängsten geplagt wird, beschleunigt den Alterungsprozess maßgeblich“, sagt der Anti-Aging-Mediziner Dr. Michael Klentze aus München. Bei Stress und Angst wird das Hormon Cortisol ausgeschüttet. Ein uralter Mechanismus, der Kampf- bzw. Fluchtbereitschaft sicherstellt: Atmung und Blutfluss verstärken sich, der Zuckerspiegel steigt. Das ist sinnvoll als kurzfristige Reaktion auf Stress. Bleibt der Cortisolspiegel jedoch durch Dauerstress erhöht, schadet das den Zellen.

Was tun? Dr. Klentze empfiehlt regelmäßiges Ausdauertraining wie Laufen, Radfahren oder Walking gegen Dauerstress. Bei akutem Stress hilft ein schneller Gang um den Block – er baut Stresshormone ab. Auch Entspannungstechniken schützen vor Stressalterung. Sehr effektiv: Yoga-Atemübungen.

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Autor:
Birgit Hamm