Digital Aging Blaues Licht: So schlecht sind Handy, PC & Co. für unsere Haut

Ein passender Lichtschutzfaktor ist selbstverständlich unser täglicher Begleiter – schließlich gehören Sonnenstrahlen zum größten Faltenverursacher. Doch wie sieht es eigentlich mit der Lichtstrahlung unserer digitalen Geräte aus? So schädlich ist das blaue Licht wirklich – und so können wir uns schützen.

Digital Aging blaues Licht Hautalterung Blaues Licht: So schlecht sind Handy, PC & Co. für unsere Haut © Photo by Victoria Heath on Unsplash

Digital Aging: Falten durch Smartphone, TV und PC

Die Nutzung von Smartphone, Laptop und Tablets sind fest in unserem Alltag verankert. Vor allem in der aktuellen Krise neigen wir dazu, noch etwas mehr Zeit vor unseren digitalen Geräten zu verbringen. Doch das sogenannte Bluelight, welches die Geräte ausstrahlen, sorgt angeblich für Falten und einen fahlen Teint. Wie schädlich ist das blaue Licht für unsere Haut wirklich?

Phänomen Digital Aging: Das steckt dahinter

Die frühzeitige Faltenbildung durch Sonnenstrahlen ist uns allen bekannt. Mittlerweile enthält so gut wie jede Tagespflege einen Sonnenschutzfaktor, sodass wir rund um die Uhr vor der aggressiven Strahlung geschützt sind. Was bisher aber weniger Aufmerksamkeit in unser Pflegeroutine bekommen hat, ist das blaue Licht von digitalen Geräten.

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Der Begriff „Digital Aging“ bezeichnet das Entstehen von frühzeitiger Hautalterung durch die Nutzung von Smartphone, Tablet und Co. Die Bildschirme strahlen nämlich das sogenannte blaue Licht aus, welches unserer Haut so gar keinen Gefallen tut!

Blaues Licht: Was ist das eigentlich?

Das Licht, welches aus unseren Bildschirmen strahlt,  ist im Gegensatz zur Sonnenstrahlung kein natürliches Licht. Es hat eine Wellenlänge zwischen 380 bis 500 Nanometer und eine sehr hohe energetische Ladung. Fachlich korrekt nennt man blaues Licht HEV-Strahlung (high-energy visible).

Digitale Geräte: So schädlich ist blaues Licht für die Haut

Das künstliche, blaue Licht dringt tiefer in unsere Haut ein, als es die natürliche UV-Strahlung tut. Die Folge: Die Entstehung freier Radikale wird begünstigt. Freie Radikale sind in der Schönheitsbranche als Beautykiller bekannt. Anti-Aging-Produkte haben deshalb häufig Wirkstoffe, die das Einfangen der freien Radikale unterstützen. Gehen die freien Radikale nämlich ungehindert ihren Gang in unserem Körper, zerstören sie die DNA in unserer Haut und begünstigen so die Entstehung von einem fahlen Teint, Falten, Pigmentflecken und anderen Alterserscheinungen.
Außerdem wird das Bindegewebe in Mitleidenschaft gezogen. Fasern wie Elastin und Kollagen, die für die Spannkraft und die Elastizität der Haut sorgen, werden durch HEV-Strahlung zerstört.
Des Weiteren kann blaues Licht unsere Hautbarriere aus dem Gleichgewicht bringen, was es anderen schädlichen Stoffen leichter macht, in unsere Haut einzudringen.

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Digital Aging: So können wir unsere Haut schützen

Da digitale Geräte einen immer größeren Raum in unserem Alltag einnehmen, wird auch das Thema blaues Licht in der Hautpflege wichtiger. Immer mehr Kosmetikfirmen bringen Produkte mit Lichtschutzfaktor heraus, der uns nicht nur vor UV-Strahlung, sondern auch vor der HEV-Strahlung schützt.

Aber nicht nur von außen, auch von innen können wir der frühzeitigen Hautalterung entgegenwirken. Ein wichtiger Faktor ist hier die Ernährung: Lebensmittel mit natürlich vorkommenden Antioxidantien sind perfekt, da sie freie Radikale binden und unsere Haut so vor Falten bewahren. Tolles Skinfood sind unter anderem Beeren (je dunkler, desto besser), Nüsse, Tomaten, Brokkoli, Kohl, Avocado und Zitrusfrüchte.

Außerdem hilfreich: Hin und wieder mal eine Digital-Pause einlegen. Ob das ein Tag ohne Smartphone ist, ein Abend ohne Fernseher oder ein Raum in der Wohnung, in dem digitale Geräte tabu sind – jede Einschränkung entlastet Ihre Haut. Probieren Sie, was für Sie möglich ist. Greifen Sie vor dem Schlafengehen zum Beispiel mal wieder zu einem Buch, anstatt vor dem Fernseher zu lümmeln.

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Datum: 15.05.2020
Autor: Silva Oldenburg