Workout
Medical Fitness

Reha wird hip: Übungen aus dem medizinischen Bereich begeistern immer mehr Gesunde, weil sie schonend und effizient sind. Machen Sie mit!

Zum Workout

Schwer zu sagen, wer damit angefangen hat. Fest steht, dass auf einmal eine Kombination aus Fitnesstraining und Reha-Übungen total angesagt ist und auch immer mehr schicke Fitness-Clubs erobert. Medical Fitness heißt das ganzheitlich angelegte Gesundheitsprogramm, das mit vielen Vorteilen punktet: Es gleicht Bewegungsmangel und -fehler aus, strafft den Körper, stärkt das Muskelkorsett und verbessert so die Haltung. Es kräftigt Herz, Kreislauf, Lunge und putzt die Arterien durch. Viele der Übungen, die ursprünglich für verletzte oder kranke Menschen entwickelt wurden, um deren Heilung zu beschleunigen, beanspruchen mehrere und auch tiefer liegende Muskeln. Außerdem belasten sie nicht die Gelenke, sondern pflegen sie. Trainieren kann man im freien Raum, im Wasser oder an medizinisch zertifizierten Geräten (z. B. von Technogym) – dazu gehören übrigens auch Therabänder und Gymnastikbälle. Viele Reha-Zentren bieten mittlerweile medizinisches Training auch für Gesunde an (www.medicalfitness.info). Dort entwickeln Ärzte und Physiotherapeuten ein individuelles Fitness-Profil von Ausdauer (Herz-Kreislauf), Balance, Körperwahrnehmung, Kraft und Schnelligkeit. Ob Reha-Zentrum oder Fitness- Club, egal wie alt oder wie geübt: Mitmachen kann jeder. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen sogar einen Teil der Kosten. Testen Sie’s: Hier sind sieben ausgewählte Übungen für zu Hause.

MEINUNG: DAS SAGT DIE EXPERTIN

Anja Blagu, Gesundheitstrainerin, staatlich geprüfte Gymnastiklehrerin und Managerin des Meridian Spa Spandau/Berlin: „Training muss Spaß machen und Erfolge zeigen, damit man dabei bleibt. In Fitness-Studios gelingt das leicht: Die Musik macht gute Laune und die Übungen sind so geschickt kombiniert, dass man nicht merkt, wie gesund man trainiert. Wenn durch die Schnelligkeit oder Effektivität der Übungen auch das Herz-Kreislauf-System gefordert wird – wie bei dem von mir entwickelten ,Medical Move‘ –, sollten Untrainierte vorher zumindest den Blutdruck checken lassen. Ebenso wichtig ist, dass die Haltung immer wieder von der Trainerin oder dem Trainer kontrolliert wird.“

Schlagwörter: fitness, sport
Kommentare
Artikel weiterempfehlen
Zum Artikel

© Martina Juhnke
Quelle: Für Sie, Ausgabe 22/2009