Mein Gartenjahr

Alpenveilchen: Schönheit im Stillen

Pflanzenflüsterer Peter Janke schwärmt für eine alte Bekannte: das Alpenveilchen.

Alpenveilchen Alpenveilchen: Schönheit im Stillen © iStockphoto

Alpenveilchen haben einen zweifelhaften Ruf. Als Omas Lieblingspflanze im spießigen Übertopf haftet den Zimmerpflanzen ein verstaubtes
Image an. Schade, denn die winterharte Verwandtschaft im Garten ist ein echtes Juwel: Viel zarter, gleichwohl in leuchtenden Farben blüht etwa das Vorfrühlings-Alpenveilchen. Die bis zu zehn Zentimeter hohen Knollengewächse betreten in milden Wintern bereits ab Januar (!) die Gartenbühne. Ihre erstaunlich frostfesten Veilchenblüten erscheinen in Pink, Rosa oder Weiß über herrlich silbrig-gemustertem Laub. Oft währt dieses so unverhoffte Blühwunder wochenlang, da es bis Ende März stetig neue Knospen treibt. Dabei ist die zarte Schönheit pflegeleicht und robust. Selbst unter Laubgehölzen, die den Gartenboden schattig verdunkeln, fühlt sich die genügsame Pflanze wohl.

Alpenveilchen

Filigrane Blüten, sogar im Winter: das Alpenveilchen

EXTRA-TIPPS VON PETER JANKE
++ Die beste Pflanzzeit für winterharte Alpenveilchen liegt im Frühjahr. Von Februar bis April nicht zu tief eingepflanzt, fühlen sie sich in jedem Gartenboden wohl.
++ Alpenveilchen legen eine mehrmonatige Sommerpause ein. Zwischen Juni und Oktober verlieren sie ihr Laub. In dieser Zeit wollen sie ganz ungestört im Gartenboden ruhen

 
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