Samstag, 23. Januar 2016 - 15:30

Beutelloser Staubsauger Phlips PowerPro Ultimate

Seit dem 1. September 2014 dürfen Staubsauger laut neuer EU-Richtlinie nur noch mit einer maximalen Leistung von bis zu 1600 Watt laufen. Das soll den Stromverbrauch reduzieren und so die Umwelt schonen - aber wird so auch alles richtig sauber? Online-Redakteurin Marike Stucke testete ein Gerät, das sogar nur bis zu 650 Watt verbraucht.

Philips PowerPro Ultimate Staubsauger Beutelloser Staubsauger Phlips PowerPro Ultimate © Philips

Putzen gehört zu den wohl lästigsten Pflichten im Haushalt. Es soll ja Menschen geben, denen Saugen, Wischen und Schrubben Spaß bringt - ich gehöre definitiv nicht dazu. Und trotzdem möchte auch ich nicht in einer Wohnung leben, in der die Wollmäuse regieren, da komme ich ums Putzen und auch ums Staubsaugen nicht herum.

Seit dem 01. September 2014 gibt es eine neue EU-Richtlinie, die vorgibt, nur noch Staubsauger mit bis zu 1600 Watt Leistung in den Geschäften anzubieten. Nach der 100 Watt-Glühbirne geht es also aus Umweltschutzgründen auch den Staubsaugern an den Kragen. Eine gute Sache, wie ich finde, aber bekomme ich mit geringerer Leistung trotzdem die volle Saugkraft?

650 Watt-Staubsauger im Test

Um das herauszufinden, habe ich den beutellosen Staubsauger Philips PowerPro Ultimate getestet, der sich sogar mit nur 650 Watt begnügt. Die PowerCyclone 7-Technik soll trotz geringer Wattzahl zu völlig staubfreien Ergebnissen führen. Sogar so, dass die Luft, die hinterher aus dem Staubsauger kommt, dank spezieller Luftfilter sauberer ist, als sie es beim Einsaugen war.

Nachdem ich mich mit dem Gerät ein wenig vertraut gemacht habe (es gibt unter anderem eine Fernbedienung am Griff des Saugers), geht es los: Die ganze Wohnung wird von oben bis unten gesaugt und das ist wörtlich zu verstehen: Durch die verschiedenen Aufsätze und das Teleskoprohr kann ich auch den Schrank von oben absaugen und Spinnenweben in den Ecke erreichen. Nachdem die Wohnung gereinigt ist, schaue ich in den Auffangbehälter und stelle fest: Es war tatsächlich ziemlich staubig in der Wohnung und der Staubsauger von Philips hat ganze Arbeit geleistet.

Leise und leistungsstark

Dabei war er erstaunlich leise. Ich bin es gewohnt, beim Staubsaugen von einem lauten Pfeifen begleitet zu werden (und meine Nachbarn haben sicherlich auch immer gehört, wann bei mir mal wieder gesaugt wurde). Die Mehrzweckdüse saugt sowohl auf Laminat, als auch auf Teppich gut. Hier muss die Leistung allerdings stark heruntergeregelt werden, da der Staubsauger ansonsten den Teppich zu stark einsaugt. Das geht am einfachsten mit der Fernbedienung am Griff des PowerPro Ultimates. Kleines Manko: Beim Saugen gerät man immer mal wieder auf die Tasten der Fernbedienung und regelt so unbeabsichtigt die Leistung hoch oder herunter. Dafür ist der Staubsauger auf seinen großen Rädern schön wendig und passt sich schnell meinen Bewegungen an. Das ist aber auch gut so, denn für einen kompakten Staubsauger bringt er doch mehr Gewicht mit, als man annehmen würde.

Das Ausleeren des Staubbehälters geht schnell und ohne viel Staub aufzuwirbeln. Das spart auf Dauer Geld, denn Staubsaugerbeutel können auf Dauer so viel kosten wie ein neuer Staubsauger und die Umwelt freut sich ebenso.

Fazit

Wer Wert auf eine staubfreie Umgebung legt und so zum Beispiel auch das Allergierisiko in den Wohnräumen minimieren will, muss nicht unbedingt den Geräten mit hoher Wattzahl nachtrauern. Es kommt wohl viel mehr auf inneren Werte des Staubsaugers an. Der beutellose Staubsauger PowerPro Ultimate ist extrem genügsam in Sachen Energie, aber umso gefräßiger, wenn es um Staub, Haare und Krümel geht.