Montag, 30. März 2015 - 16:56

So geht Spray Tanning

Ob Silvester, Hochzeit oder Abiball - es gibt Situationen, in denen wir einfach frisch und möglichst perfekt aussehen wollen. Die Beine nicht ganz so weiß, einen frischen Glow im Gesicht. Wie wäre es da mit Spray Tanning? Aber: Ist das teuer? Macht es Flecken? Sieht es unnatürlich aus? Wir haben einen ganz ehrlichen Erfahrungsbericht für Sie!

Eine Frau nutzt Spay Tanning, um eine schön gebräunte Hautfarbe zu erlangen So geht Spray Tanning © Jutta Klee/ableimages/Corbis

Spray Tanning testen

Meine Haut ist so hell, dass es im Winter oftmals schwierig ist, den passenden Make-up-Ton zu finden. Im Zweifel ist es der hellste. „Eben eine noble Blässe“, versuche ich mich immer wieder mit meiner weißen Haut abzufinden. Liege ich lange genug – durch mehrere Schichten Sonnencreme geschützt – in der Sonne, erreiche ich sogar eine ganz ansehnliche Bräune. Im Januar ist davon natürlich nichts mehr zu sehen. Und auf Solariumbräune stehe ich ja mal gar nicht. Da kam mir die Idee ganz gelegen, für unsere Leserinnen das Spray Tanning (Sprühbräune) auszuprobieren. Bei dieser Art der Bräunung wird die Farbe mittels einer Airbrush-Düse von Hand auf den Körper aufgesprüht. Der Vorgang dauert nur wenige Minuten und um einen Sonnenbrand, daraus resultierende Hautalterungen und Hautkrebs brauche ich mich nicht zu sorgen. Doch das allerbeste: Die Bräune ist sofort sichtbar. Das klingt alles schon einmal sehr gut!

Die Vorbereitung

Gewissenhaft habe ich mich auf das Spray Tanning vorbereitet: Ich habe meine Haut rasiert, gepeelt und am Morgen extra nicht eingecremt. Die Haare habe ich mir zu einem Dutt zusammengebunden und dunkle Kleidung sowie Unterwäsche angezogen. Mehr braucht es nicht, um sich in die Sprühkabine im Friseursalon Heiko Bott in Hamburg zu stellen.

Der Vorgang des Spray Tannings

Besprüht werde ich von der Erfinderin der Marke BeauBronz höchstpersönlich, Abigail Oleck. In einem separaten Raum steht ein kleines, portables Zelt. Bevor ich es betrete, muss ich mich bis auf die Unterwäsche ausziehen. Zur Wahl stehen drei Spray Tanning Farbnuancen: Bronz Original (enthält 10% des bräunenden Zuckermoleküls DHA), Bronz Forever (12% DHA) und Quick Tan Fix (14% DHA). Abigail Oleck erklärt mir, dass die leichteste Version für sehr helle Hauttypen geeignet ist, denen man ansieht, dass sie in der Sonne rot statt braun werden. Okay, diesen Hauttyp habe ich nicht. Die zweitstärkste Farbe ist für den nordischen bis mittelbraunen Hauttypen geeignet, durch diese Farbe wird eine unaufdringliche Sommerbräune herbeigezaubert. Diesen Ton werden wir für mich verwenden. Der stärkste Farbton ist für eher dunklere Hauttypen geeignet, die über einen olivefarbenen Unterton verfügen. Für mich wäre diese Farbe zu stark und würde unnatürlich wirken.
Im Bräunungszelt werde ich zunächst mit einem sanften Peeling besprüht. Viel merkt man davon nicht, es fühlt sich an wie ein leichter Nieselregen. Das Peeling zu Hause hätte ich mir also sparen können. Danach geht das Bräunen los: Zuerst der Rücken, dann die Seiten, schließlich von vorne. Vorsichtig bearbeitet Abigail Oleck auch das Gesicht, die Arme und ein wenig die Hände. „Darling, the colour is perfect!“, freut sie sich. Nun wird mein Körper ein wenig konturiert: Die Vorderseiten der Beine werden etwas dunkler, ebenso wie die Bauchmitte. Das Spray riecht angenehm nach Aloe Vera und fühlt sich kühl und weich auf meiner Haut an. Zum Schluss bekomme ich noch eine Art Farbversiegelung, die meine Haut auch pflegen soll. Und schon darf ich wieder in meine Klamotten schlüpfen. Ein bisschen klebrig fühlt es sich an, als ich mir die Jeans über die Beine ziehe. Eine weite Jogginghose wäre wohl besser gewesen, aber ich muss noch zur Arbeit.

Nach dem Tanning

Im Büro kommen die Kollegen direkt auf mich zu gestürmt und beurteilen das Ergebnis. „Sieht gar nicht so schlimm aus“, „Du wirkst jetzt viel frischer“ und „Ohje, an der Schulter ist es etwas verschmiert“, sind die ersten Feststellungen. Bewusst schaue ich erstmal nicht selbst in den Spiegel, sondern warte die Reaktionen meiner Mitmenschen ab. Zu Hause angekommen betrachte ich die Bräune dann noch einmal genau: An den Beinen hat meine Jeanshose ein paar Flecken und Streifen erzeugt, an den Schlüsselbeinen ist die Farbe tatsächlich etwas heruntergelaufen und an den Füßen sieht man eindeutig, dass ich mit Selbstbräuner hantiert habe. Insgesamt gefällt mir diese Bräune aber sehr gut – mein Spiegelbild wirkt tatsächlich frischer und erholt. Leider rieche ich den Selbstbräuner den ganzen Tag über ein wenig - obwohl das eigentlich nicht passieren soll. Ist aber auszuhalten, finde ich.

Tag 2

Erst jetzt traue ich mich wieder unter die Dusche – ohne Peeling, Duschschwamm oder Bürste, versteht sich. Trotzdem ist die Brühe, die in den Ausguss fließt, erschreckend bräunlich. Dafür ist meine Bettwäsche ganz sauber geblieben, meine Kleidung vom Vortag muss ich aber unbedingt waschen. Selbstbräunerflecken machen sich auf der Jeans-Innenseite und auf den Wäschezetteln bemerkbar. Nach der Dusche wirkt die Bräune noch schöner und natürlicher, die Flecken an den Schlüsselbeinen sind verschwunden, die an den Beinen sind weniger sichtbar. Der Geruch des Selbstbräuner-Sprays ist verflogen. Um die Bräune länger aufrecht zu erhalten, soll ich mich täglich mit dem Gradual Tanner eincremen. Die Feuchtigkeitscreme enthält Bio Aloe Vera und Kokosnussöl. Bio DHA (1 %) soll meine Haut nachbräunen und verzögert so das Verblassen des Teints. Die Lotion zieht schnell ein. Also auch in Ordnung.

Tag 3, 4, 5

„Du siehst aber erholt aus!“, ist die Begrüßung, die mir jetzt immer entgegen schallt. Meine Freundinnen interessieren sich für das Spray Tanning – scheint also ganz gut auszusehen an mir. Ich selber freue mich, wenn ich die „Bikinistreifen“ auf meiner Haut bewundern kann. Fühlt sich fast so an, als sei ich tatsächlich im Urlaub gewesen. In den folgenden Tagen ist meine Haut allerdings trotz Lotion etwas trockener als sonst.

Das Fazit

Insgesamt gefällt mir das Sprayt Tanning sehr gut. Die Bräune wirkt nicht wie durch einen Selbstbräuner oder ewige Sonnenbankbesuche erzeugt. Ich habe mich auch im Winter damit sehr wohl gefühlt und wirkte ganz offensichtlich frischer als ohne Bräune. Nach der ersten Dusche waren zudem die meisten Flecken verschwunden, die trotz sorgfältigen Auftragens entstanden sind. Besonders gut gefällt mir, dass die Produkte frei von schlechten Inhaltsstoffen wie Parabenen, Alkohol und Mineralöl sind und dass der Hersteller verspricht, keine Tierversuche durchzuführen. Die Bräune soll je nach Pflege und Hauttyp zwischen fünf und neun Tage lang anhalten. Meine Spray-Bräune hat mich etwa sieben Tage lang begleitet. Ein Ganzkörper-Tanning kostet im Friseursalon Heiko Bott 30 Euro.

Mein Tipp: Ziehen Sie nach dem Spray Tanning wirklich weite Sachen an, damit nicht die gleichen Flecken entstehen wie bei mir. Sollte die Bräune für einen bestimmten Anlass, wie zum Beispiel eine Hochzeit, perfekt aussehen, lassen Sie sich zwei Tage vorher einsprühen.

Hier können Sie das BeauBronz Spraytanning selbst ausprobieren: