Kostenlose Anleitung Knuddel-Puppe Meerjungfrau

Wie süß! Diese kleine Meerjungfrau darf in keinem Kinderzimmer fehlen. Die Puppe ist im Handumdrehen gehäkelt, anschließend wird sie in der Waschmaschine gefilzt.

Meerjungfrau aus Strick und Filz Knuddel-Puppe Meerjungfrau © Herbert Dehn/Lana Grossa

Knuddel-Puppe Meerjungfrau 

Größe:
Vor dem Filzen: 60 cm (Höhe), nach dem Filzen: 45 cm (Höhe).

Material:
Lana Grossa Feltro (100% Wolle, Lauflänge 50 m/50 g), je 100 g Rohweiß (Fb 1) und Pink (Fb 38), 50 g Erika (Fb 69), Reste in Grüngelb (Fb 82) für den Bikini: Schwarz (Fb 6), Rot (Fb 7) zum Besticken: 50 g Braun meliert (Fb 23) für die Haare, Häkelnadel Nr. 7,0, Sticknadel, Waschbare Füllwatte (Polyfil).

Maschenprobe vor dem Waschen:
Feste Maschen mit Nadel Nr. 7,0: 10 M und 9 R = 10 x 10 cm.

Meerjungfrau 

Schwanzflosse:
Mit Pink 13 Luftm + 1 Wendeluftm anschl. Jede R mit einer Wendeluftm beginnen.Die Wendeluftm ersetzt die 1. M und wird als M mitgezählt. 1. R: 13 fe M. 2. R: 1 M zusätzlich zur Wendeluftm überspringen und mit der 3. fe M der Vor-R beginnen, 11 fe M arb. 3. R: wie 2. R = 10 fe M. Abn um je 1 M pro R fortsetzen bis in der 9. R noch 4 M gehäkelt wurden.

Übergang zum Körper:
In der folgenden R 4 fe M um den Maschenhals der Vor-R häkeln, weiter 4 fe M wie gewohnt in die M, sodass sich in der Rd 8 M ergeben. M zur Rd schließen und weiter in Rd häkeln. In Spiral-Rd häkeln und den Rd-Übergang mit einem Faden kennzeichnen. 1.–4. Rd: 8 fe M. 5.Rd: Die 2. und 6. M verdoppeln, indem in eine M zwei M gearbeitet werden = 10 fe M. 6.–7.Rd: 10 fe M. 8. Rd: Die 2. und 7. M verdoppeln = 12 fe M. 9. Rd: 12 fe M. 10. Rd: Die 2. und 8. M verdoppeln = 14 fe M. 11. Rd: 14 fe M. 12. Rd: Die 3., 6., 9. und 12. M verdoppeln = 18 fe M. 13. Rd: 18 fe M. 14. Rd: Die 4., 8., 12. und 16. M verdoppeln = 22 fe M. 15. Rd: 22 fe M. 16. Rd: Die 5., 10., 15. und 20 M verdoppeln = 26 fe M. 17. Rd: 26 fe M. 18. Rd: Die 6., 12., 18. und 24. M verdoppeln = 30 fe M. 19.–28. Rd: 30 fe M. Weiter in Rohweiß häkeln. Faden in Pink aber nicht abschneiden und später für die Krempe erneut aufnehmen. 29.–36. Rd: In Rohweiß 30 fe M häkeln. Meerjungfrau bis hier mit Füllwatte ausstopfen. Nur so wenig Watte verwenden, dass sie nur leicht gefüllt ist und noch sehr „schlapp“. Da das Garn beim Filzen einläuft, die Fülllwatte aber nicht, ist sie nach dem Filzen fester gefüllt.

Abnahmen für die Schulter:
37. Rd: 2x folgende Sequenz: * 1 M, 3x je 2 M zus abmaschen, 1 M, 3x je 2 M zus abmaschen, 1 M* = 18 fe M. 38. Rd: 18 fe M. Hier im oberen Teil noch etwas Watte nachfüllen, bevor der Körper komplett geschlossen wird. 39. Rd: Immer 2 M zus abmaschen = 9 fe M. Faden abschneiden und Runde oben zusammen ziehen oder zunähen.

Schwanzflosse Beleg:
An der Luftm- Kette des Maschenanschlags Faden in Erika anschlingen und in die Anschlags- R 13 fe M arb. Den Beleg der Schwanzflosse ebenso arb wie oben beschrieben. Danach Arbeit beenden und Beleg seitlich und an der schmalen Seite im Überwendlichstich locker an den unteren Teil der Flosse nähen, sodass diese nun doppelt liegt.

Krempe:
Den Faden in Pink wieder aufnehmen und um die letzte pinke Rd des Körpers eine oben aufliegende Rd fe M häkeln. Dabei um den Maschenhenkel arb, sodass die Line plastisch aufliegt. Rd mit einer Kettm schließen. Arbeit beenden.

Bikini-Oberteil:
In Grüngelb in einen flexiblen Fadenring beginnend mit 2 Steige-Luftm 1 HStb, 1 Stb, 1 DStb, 1 Stb und 2 HStb häkeln. Ring zus ziehen. Faden lang abschneiden. 2. Bikini-Cup identisch arb. Cups mit Abstand von 3 cm zueinander oberhalb der 33. Rd annähen. An den Spitzen eine schräg verlaufende Linie als Bindeband zum Hals aufsticken. Eine weitere Linie zwischen den Cups und eine rundum den Körper aufsticken.

Kopf:
In Rohweiß in einen flexiblen Fadenring 8 fe M häkeln. M zur Rd schließen und weiter in Spiral-Rd häkeln. Rd-Übergang mit einem Faden kennzeichnen. 1. Rd: Jede M verdoppeln = 16 fe M. 2. Rd:16 fe M. 3. Rd: Jede 2. M verdoppeln = 24 fe M. 4.–11.Rd: 24 fe M. 12. Rd: Jede 2. und 3. M zus abmaschen = 16 fe M. 13. Rd: 16 fe M. Kopf mit Füllwatte ausstopfen bevor er komplett geschlossen wird. 14. Rd: Immer 2 M zus abmaschen = 8 fe M. 15. Rd: Immer 2 M zus abmaschen = 4 fe M. Faden abschneiden und Runde oben zusammen ziehen oder zusnähen. Kopf auf den Hals nähen und gut und fest fixieren.

Arme:
In Rohweiß 8 Luftm anschl und mit einer Kettm zur Rd schließen. In Spiral- Rd über 7 M fe M arb. Insgesamt 22 Rd häkeln. In der 23. Rd immer 2 M zus häkeln = 4 M. Arbeit beenden und Arm an der Hand zunähen. 2. Arm identisch arb. Arme beidseitig mit der offenen Rd auf Höhe der 32. Rd des Körpers annähen.

Besticken:
Alle Fäden vernähen. Augen in Schwarz und eine Linie für den Mund in Rot aufsticken. Meerjungfrau nach Anleitung verfilzen, aber abweichend an der Maschine 60 Grad einstellen.

Haare einknüpfen:
Nach dem Waschvorgang Meerjungfrau in Form kneten und ziehen. Nach dem Trocknen die Haare einknüpfen. Dafür in Braun meliert 50 cm lange Fäden schneiden und beginnend vom Scheitel aus in beide Richtungen mit der Häkelnadel einknüpfen. Fäden so einziehen, dass sie hälftig um eine Masche liegen. Am Scheitel darauf achten, dass die Maschen jeweils 2x benutzt werden, damit am Scheitel die Haare möglichst dicht liegen und die „Kopfhaut“ nicht sichtbar ist. Sich langsam nach unten in waagerechten Linien um den Hinterkopf vorarbeiten, bis das Haar dicht wirkt. Abschließend Haare auf gewünschte Länge begradigen und vorn kleinen Zopf einflechten.

Filzen in der Waschmaschine mit "Feltro" von Lana Grossa

So wird's gemacht

Machen Sie zuerst eine Maschen- und Filzprobe, und zwar mit der angegebenen Waschtemperatur des Modells.

Die Maschenprobe:
Schlagen Sie dafür mindestens 4, besser noch 6 M mehr an, als für 10 cm nach dem Waschen beim jeweiligen Objekt angegeben sind. Auch in der Höhe sollten Sie ca. 6–8 R mehr stricken, als für die Maschenprobe angegeben sind. Legen Sie das Maßband oder einen Maschenzähler zuerst vor dem Waschen unter den Maschen an und zählen Sie die Maschen im Bereich von 10 cm, außerdem neben den Maschen, um die Reihen auf 10 cm zu zählen. Wichtig dabei ist, das Maßband nicht am Rand, sondern in der Mitte des Gestricks anzulegen, die Randmaschen verfälschen das Ergebnis.

Da Sie nach dem Filzen keine Maschen mehr zählen können, messen Sie nun auch noch die Außenkanten des Gestricks in Höhe und Breite und notieren dazu die gesamte Maschenund Reihenzahl.

Nach dem Filzen ziehen Sie das Probeläppchen in Form und messen die Länge und Breite. Nun können Sie die Anzahl der Maschen auf 10 cm berechnen: Sie teilen die Gesamtanzahl der (gestrickten) M durch die Breite des Filzläppchens, z. B. Sie haben 37 M gestr, das Läppchen ist gefilzt 22 cm breit = 37 : 22 = 1,68 = gerundet 1,7 M pro Zentimeter = 17 M auf 10 cm in der Breite. In der Höhe rechnen Sie genauso, z. B. hatten Sie 46 R notiert, das Läppchen ist 20 cm hoch: 46 : 20 = 2,3 R pro Zentimeter = 23 R auf 10 cm in der Höhe.

Filzen in der Maschine:
Als Temperatur wird in der Regel 40 Grad eingestellt, bei Teilen, die bei 60 Grad gewaschen werden, wird explizit darauf hingewiesen (dabei wird der Filz dichter und fester). Legen Sie ein altes Handtuch und einige Tennisbälle zum Gestrick in die Waschmaschine und wählen Sie einen normalen Waschgang (z. B. für Hemden) mit Schleudergang und ein einfaches Vollwaschmittel. Die Waschmaschine sollte maximal zu 2/3 gefüllt sein.

Anzahl der Waschvorgänge:
Manche Modelle werden statt einmal sogar zweimal hintereinander gewaschen. Den Hinweis finden sie immer in der Zeile „Nach dem Waschen (2x)“ in der Klammer. 2x bedeutet entsprechend 2x waschen, steht ein 1x in der Klammer, wird das Modell nur 1x gewaschen.

Faktoren, die das Filzen beeinflussen:
Nun können Sie sowohl die Maschenprobe vor und nach dem Waschen vergleichen. Grundsätzlich kann man sagen, stimmt die Probe vor dem Waschen überein, dann ist sie auch nach dem Waschen gleich. Vorausgesetzt, Sie verwenden das gleiche Garn und die gleiche Farbe, denn das sind Faktoren, die das Ergebnis erheblich beeinflussen.

Der Grad der Verfilzung beträgt durchschnittlich 30–40 %, wird jedoch, da es sich bei der Wolle um ein Naturprodukt handelt, von folgenden Punkten maßgeblich beeinflusst: 1. Das Ausgangsmaterial der Rohwolle ist verschieden. 2. Die Färbung der Wolle bewirkt einen unterschiedlichen Einsprung = Schrumpfung beim Filzen. 3. Waschvorgänge laufen in den verschiedenen Maschinen unterschiedlich ab, auch das Waschpulver ist ausschlaggebend. 4. Die individuelle Strickart beeinflusst das Ergebnis.

Maschenprobe

Machen Sie eine Maschenprobe! Stricken Sie dafür ein 12 x 12 cm großes Stück im Muster Ihres ausgesuchten Modells. Danach zählen Sie Maschen und Reihen im Bereich 10 x 10 cm aus. Sind es weniger Maschen als in der Anleitung angegeben: Stricken Sie fester oder nehmen Sie dünnere Nadeln (1/2 bis ganze Nadelstärke). Haben Sie mehr Maschen gezählt: Versuchen Sie, lockerer zu stricken beziehungsweise nehmen Sie dickere Nadeln.

Bitte beachten Sie: Strickarbeiten fallen unterschiedlich aus. Daher sind die Maschenproben-Angaben auf den Banderolen der Wolle nicht als verbindlich anzusehen. Außerdem werden diese immer auf der Basis glatt rechts erstellt. Für eine perfekte Arbeit ist daher die Maschenprobe im gewünschten Muster ein Muss. Damit Ihr Wunschmodell nicht nur schön aussieht, sondern auch passt!

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