Sonnenschutz und gesunde Haut 11 Schritte zur gesunden Bräune

Gesund bräunen, Energie tanken, die Seele streicheln lassen. Alles kein Problem, wenn wir uns richtig schützen und die Kraft der Sonne vernünftig nutzen – ob am Strand oder in der Stadt.

Muschel 11 Schritte zur gesunden Bräune © jalag-syndication.de

1 Wussten Sie, dass 50% der UV-Strahlen im Schatten ankommen?

Selbstbräuner: Tipps zur Anwendung

Braun ohne Sonne? Der Selbstbräuner macht es möglich. Mehr erfahren Sie hier >>

Wie lange haben wir uns darauf gefreut: blauer Himmel, Sonne satt, die Füße im Sand und das Geräusch der Wellen im Ohr. Besser geht’s nicht, oder? Doch damit es keine böse Überraschung, in Form von Sonnenbrand, oder im Schlimmsten Fall Hautkrebs gibt, empfehlen Dermatologen wie Dr. Eckhard Breitbart aus Buxtehude: „Blasse Haut hat noch keine schützenden Pigmente und braucht hohen Lichtschutz. Am besten bleibt man die ersten Tage, natürlich eingecremt, im Schatten. Auch dort wird man braun – nach drei Ferientagen unterm Blätterdach oder Sonnensegel ist übrigens derselbe Bräunungsgrad erreicht wie in der Sonne.“

2  Starker Schutz von Innen

Muschel

Zart gebräunt wirkt der Teint glatter. Doch damit die Haut nicht rot sieht, braucht sie den richtigen Schutz

  Bei einem intensiven Sonnenbad werden im Körper vermehrt freie Radikale freigesetzt – die Feinde unserer Körperzellen. Ihr aggressives Verhalten führt zur vorzeitigen Zellalterung. Entschärft werden diese „Schädlinge“ durch Radikalfänger wie Vitamin E, Beta-Carotin oder die Spurenelemente Selen und Zink. Wer sechs Wochen vor dem Sonnenurlaub damit beginnt, im Körper ein Radikalfänger-Depot aufzubauen, beugt Sonnenschäden vor. Dabei helfen gekochte Tomaten (z. B. in Ketchup oder Tomatenmark): Ihr Schutzstoff Lycopin wird besser aufgenommen und wirkt stärker, wenn er erhitzt wurde. Auch Beta-Carotin aus Karottensaft bindet freie Radikale, funktioniert aber nur in Verbindung mit etwas Öl, damit es vom Körper aufgenommen werden kann. Ideal: ein Glas täglich. Pflanzenöl und Nüsse enthalten den Radikalfänger Vitamin E, der gleichzeitig die Zellerneuerung anregt. Tagesdosis: ein Esslöffel Öl und eine Handvoll Nüsse.

3 Bio-Bodyguards: Die Natur macht es vor

Palme

In südlichen Gefilden gilt: „Between eleven and three under a tree“– das heißt: von 11 bis 15 Uhr lieber im Schatten bleiben

Die besten Anti-Sonnenbrand-Strategien fanden Forscher im Reich der Natur, genauer gesagt im Meer. Zum Beispiel entdeckte man extrem anpassungsfähige Enzyme, sogenannte Extremozyme aus Bakterien, deren Schutzwirkung mit zunehmender Wärme und Sonneneinstrahlung stärker wird. Oder Enzyme aus Blaualgen, die an der Meeresoberfläche unter starker UV-Strahlung leben und entsprechende Abwehrmechanismen entwickelt haben (beide in Produkten von Carita). Aber auch an Land tut sich was. So haben Wissenschaftler herausgefunden, dass neben der Sonnenblume auch die Physalis-Blüte reich an bioaktiven Pflanzenstoffen (Polyphenolen) ist, die als Radikalfänger das Risiko von Zellschäden mindern und dadurch lichtbedingter Hautalterung vorbeugen (z. B. in Produkten von Sisley). Das Citrus-Polyphenol aus der Bitterorange wirkt sogar als „Breitband-Radikalfänger“, weil es die Wirkung von Vitaminen verstärkt. Es spielt eine große Rolle beim Sonnenschutz der Haut-Stammzellen (z. B. von Vichy). Süßholzwurzelextrakt verhindert Entzündungen und bewahrt empfindliche Haut vor Irritationen (bei Eucerin).

4 Nie wieder Sonnen-Pickelchen

1. Vor allem hellhäutige Menschen reagieren auf UVA-Strahlen oft überempfindlich mit Quaddeln oder Pusteln und das nicht nur im Gesicht. Vorbeugend helfen Calcium-Tabletten und Licht-Therapie beim Hautarzt. Empfehlenswert: ein hoher UVA-Schutz.

2. Die „Mallorca-Akne“ (akneartige Knötchen) ist eine Reaktion auf Emulgatoren und Zusätze, die Cremes streichfähig machen. Deshalb fetthaltige Pflege meiden. Ideal: emulgatorfreie Gele und Produkte, die ohne Duftstoffe und Parabene als Konservierungsmittel auskommen. 

5 Ebenmäßiger Teint

Ab 40 produziert die Haut deutlich weniger Melanin, den natürlichen Hautfarbstoff und körpereigenen UV-Schutz. Der verteilt sich zudem auch noch ungleichmäßiger in der Haut und es entstehen öfter Pigmentflecken. Damit Ihre Farbe schön gleichmäßig wird, ist langsames Bräunen mit hohem UVA- und UVB-Schutz (mindestens 25) jetzt besonders wichtig. Zusatzeffekt: Je langsamer und stressfreier sie entsteht, desto länger hält die Bräune auch! Dann kann der Sommer ja kommen.

Tuch

Gönnen Sie Ihrer Haut nach einem stressigen Tag in der Sonne unbedingt Ruhe

6  Nur, wer gut cremt, ist gut geschützt

Wer zu dünn aufträgt, erreicht nicht den vollen Lichtschutz. Dermatologen empfehlen deshalb 2 mg Sonnenschutz- Produkt pro Quadratzentimeter Haut. Das bedeutet: etwa acht Teelöffel Sonnencreme, Lotion oder Spray für den Körper, einen Teelöffel fürs Gesicht.

7 Über den Berg

Beim Wandern in den Bergen, oder generell bei sportlichen Aktivitätetn, braucht man schwitzfesten Schutz mit LSF 30 (die Intensität der UV-Strahlung nimmt um 10 Prozent pro 1000 Höhenmetern zu). Bei Sonnenbrillen gilt: große Gläser! Je dunkler, desto besser.

Netz

UVB-Strahlen bräunen die Haut und stärken das Haar

8 Weniger ist manchmal mehr

1. Sonne in Maßen schmeichelt dem Haar: Der Körper bildet mit Hilfe der UVB-Strahlen Vitamin D, das Haare wachsen lässt und ihre Struktur verbessert.

2. Im Urlaub entziehen Hitze, Wasser, Wind und pralle Mittagssonne dem Haar Feuchtigkeit. Die Folgen: Es wird spröde und strohig, die Farbe verblasst. Deshalb vor jedem Sonnenbad ein Leave-in-Pflegespray mit UV-Schutz aufsprühen (z.B. „Solar Sublime“ von L’Oréal Professionnel, ca. 15 Euro). 

9 Eine Kur lohnt sich

Tragen Sie eine Haarkur auf, bevor es an den Strand geht – die Wärme verstärkt die Wirkung! Abends ausspülen, und das Haar ist weich und glänzend. Direkt nach dem Urlaub möglichst keine Coloration machen lassen. Die Frisur ist noch strapaziert, die Farbe verblasst schneller. Besser: zwei bis drei Wochen intensiv pflegen, dann colorieren.

10 Nur kein Risiko eingehen

1. Hitze entzieht der Haut Feuchtigkeit. Deshalb ist bei trockener Haut Sonnenschutz mit ausreichend Fett und starken Feuchtigkeitsbindern nötig.

2. Manche Wirkstoffe in Medikamenten erhöhen die Lichtempfindlichkeit der Haut. Dazu gehören Antibiotika, Mittel gegen Diabetes, Psychopharmaka und Johanniskraut.

3. Der Konservierungsstoff Parabene steht schon länger auf der Verdächtigenliste für Allergie-Auslöser und krebserregende Stoffe - Alarm für die Gesundheit! Viele Sonnenschutzmittel- Hersteller verzichten deshalb jetzt darauf (z. B. Vichy).

Hängematte

Verstecken bringt nichts. UV-Strahlen durchdringen sogar dichte Wolken

11 Abgeschirmt bei jeder Gelegenheit

In der Stadt ist Kompakt-Sonnencreme ideal: Sie schützt und deckt zugleich wie ein Make-up (z. B. mit LSF 50 von Avène). Bei Gartenarbeit sind Hut (gegen Sonnenbrand auf der Kopfhaut) und Sonnencreme mit LSF 20 bis 30 das Richtige. Langärmelige Baumwoll-Shirts bieten einen Lichtschutz von 10–12.

 

 


Mit diesen Produkten sind Sie gut für Ihr Sonnenbad gerüstet und Ihre haut bleibt gesund.

Gesund bräunen und die Haut länger jung halten? Hier finden Sie Sonnenschutz mit Anti-Age-Wirkung.

Lesen Sie auch bei unserem Partner stern.de:
"Sonnenbrand: Strahlenschäden verfärben die Haut"