Hautausschlag im Sommer

Was tun bei Sonnenallergie?

Nach dem Sonnenbaden juckt Ihre Haut, wird rot, entzündet sich? Das könnte vielleicht eine Sonnenallergie sein. Doch wie entsteht Sonnenallergie und wie können Sie sie verhindern? Wir klären auf und geben Genesungstipps.

Frau cremt sich mit Sonnenmilch ein Was tun bei Sonnenallergie? © Zero Creatives/cultura/Corbis

Kaum brechen im Frühling die ersten warmen Sonnenstrahlen durch die Wolken, möchten wir uns genussvoll darin aalen. Also entledigen wir uns der dicken Winterkleidung. Einigen Menschen aber bekommt das unbesorgte Sonnenbaden nicht so gut wie anderen: Sonnenbrand ist eine häufige Folge des ersten Sonnenbades, da die Kraft der Sonne und die Gefahren der UV-Strahlung unterschätzt wurden. Aber auch die sogenannte Sonnenallergie verdirbt vielen den Sommeranfang.

Was ist eine Sonnenallergie?

Der Begriff „Sonnenallergie“ ist missverständlich, denn eine „Allergie gegen Sonne“ gibt es nicht. Stattdessen werden unterschiedliche Hautreaktionen auf das Sonnenbad mit diesem Oberbegriff betitelt. Oft handelt es sich um eine Unverträglichkeit, wobei in 90 Prozent der Fälle die sogenannte polymorphe Lichtdermatose, auch Sonnenekzem genannt, auftritt. Diese Unverträglichkeit kommt vor allem bei jungen Menschen vor, zudem leiden eher Frauen darunter. Dabei juckt die Haut meist stark, wird rot und fleckig, außerdem können sich kleine Bläschen und Knötchen bilden. Treten diese Symptome auf, sobald Ihre Haut nach einer längeren Pause wieder stark der Sonne ausgesetzt wird, handelt es sich womöglich um die polymorphe Lichtdermatose.

Was ist Mallorca-Akne?

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Ist Ihnen das schon passiert? Sie kommen nach der Urlaubszeit zurück ins Büro, und einer Ihrer Kollegen berichtet von „Mallorca-Akne“. Diese tritt meist im Urlaub auf und wird gerne mit dem Sonnenekzem verwechselt. Die Mallorca-Akne aber ist keine alleinige Folge starker Sonnenstrahlung. Sie entsteht, wenn Sonnencreme und Schweiß mit der Wirkung der UV-Strahlen reagieren und die Haarfollikel verstopfen, sodass diese sich entzünden. Oft sind auch photoallergische Reaktionen schuld an einem Hautausschlag – dabei reagiert die Haut allergisch auf einen Inhaltsstoff in der Sonnencreme, anderer Kosmetik oder auch Medikamenten, wenn dieser Stoff mit UV-Strahlen in Verbindung tritt.

Hilfe gegen Sonnenallergie

Zur direkten Behandlung und Linderung der Syptome einer polymorphen Lichtdermatose können entzündungshemmende Cremes verwendet werden. Um der Hautreizung vorzubeugen, ist aber vor allem ein guter Sonnenschutz mit einem hohen Lichtschutzfaktor wichtig. Außerdem sollte empfindliche Haut nicht zu plötzlich der Sonne ausgesetzt, sondern langsam an sie gewöhnt werden. Wenn Sie besonders stark und jedes Jahr wiederkehrend mit Sonnenekzemen zu kämpfen haben, sollten Sie die direkte Sonneneinstrahlung so gut wie möglich meiden und Ihre Haut auch durch Kleidung davor schützen. Auf jeden Fall sollten Sie Ihren Hautarzt aufsuchen und ihm die Symptome beschreiben.

Hausmittel zur Linderung

Ist der Ausschlag akut, sehnt man sich nach Linderung. Aloe Vera und Ringelblumensalbe können dabei sehr gut helfen, da sie die Haut beruhigen und bei der Regeneration unterstützen. Auch Quarkumschläge kühlen und beruhigen die Haut. Tragen Sie dazu Quark auf ein umgeschlagenes Küchentuch auf und legen Sie es auf die betroffenen Stellen.

Sie haben sich die Haut durch zu langes Sonnenbaden verbrannt? Bei uns finden Sie SOS-Tricks gegen Sonnenbrand.