Braune Haut

11 Tipps für den perfekten Sommerteint

Sonne satt: Sonnenhungrige kommen zu dieser Jahreszeit auf ihre Kosten. Wir haben 11 nützliche Tipps zusammengestellt, die Ihnen zum optimalen Teint verhelfen.

Schöne Frau 11 Tipps für den perfekten Sommerteint © Thinkstock

1. JASMIN UND SONNENBLUMEN ALS WIRKSTOFF

Blütenzartze Schutzengel: Jasmin spielt nicht nur die Hauptrolle in vielen Parfums. Die Blüte kann noch viel mehr als gut duften. Forscher haben jetzt entdeckt: Sie enthält besonders viel Flavonol, das ist ein sekundärer Pflanzenstoff, der antioxidativ wirkt. Er stimuliert die Hautabwehr, schützt so vor Zellschäden durch UV-Strahlen und neutralisiert freie Radikale im Inneren der Epidermis (z. B. in der Sonnenserie von Thalgo). Nach dem gleichen Prinzip wirken jetzt auch Sonnenblumenblüten in Sonnenschutzcremes (z. B. in „Sun Care System“ von Payot).

2. TSCHÜS, BLASSE HAUT! BLITZ-BRÄUNE

Das freut alle, die es kaum abwarten können, dass ihr Teint einen schönen Bronzeton annimmt: Als Inhaltsstoff von Sonnenschutz-Lotion regt Süßholzwurzel- Extrakt die Melaninproduktion an und pusht damit den Bräunungsprozess (z. B. in „Nivea Sun Protect & Bronze“). Wunder kann man natürlich nicht erwarten. Ganz Ungeduldige tragen erst mal zusätzlich getönten Selbstbräuner auf (z. B. „Lisse Minute Autobronzant“, Clarins).

3. KAKTUS GEGEN HITZESCHOCK

Der Wüsten-Trick: Untersuchungen der Uni-Klinik Düsseldorf ergaben, dass ein Extrakt aus Kaktusfeigensamen die Produktion von Hitzeschock- Proteinen ankurbelt, die der Körper zum Schutz vor Hitze und UV-Strahlen bildet. Das macht sich die Kosmetik zunutze: Der Kaktusfeigen-Wirkstoff Opuntia G beugt Falten vor (z. B. im Sonnenschutz von Lierac). Und: Kaktusextrakt schützt die Haut beim Sonnen vor Austrocknung (z. B. in „Ambre Solaire“ von Garnier).

4. SONNENSCHUTZ AUF KNOPFDRUCK

Neuerdings kommt Sonnenschutz häufig mit Sprühmechanismus zum Einsatz. Er soll das Verteilen zum schnellen Vergnügen machen. Heißt das nun „einmal sprühen und fertig“? So einfach geht es leider nicht: Der Sonnenschutz muss für den feinen Nebel sehr dünnflüssig sein, und so trifft nicht die empfohlene Menge auf die Haut. 2 mg pro Quadratzentimeter Haut müssen es sein, für den ganzen Körper braucht man dann etwa 30 ml. Aber: Besser einmal LSF 50 etwas zu dünn auftragen als zweimal nur LSF 10.

5. DAS SCHMECKT DER HAUT

Bräune von Innen: Carotin- und lykopinhaltige Lebensmittel stärken die Hautabwehr und sind so eine prima Ergänzung zum Sonnenschutz: Auf LSF 4 kommt man etwa mit einem großen Glas Möhren- oder Tomatensaft am Tag, 300 g Spinat oder Wassermelone oder zwei Esslöffeln Tomatenmark. Etwas Olivenöl dazu verbessert die Aufnahme. Alternative: Kapseln zum Einnehmen, die den Hautschutz mit Beta-Carotin und Lykopin pushen (z. B. „innéov Sonnenempfindliche Haut“, Apotheke).

6. PURE PFLANZENPOWER

Anti-Age Effekt: Gemeinsam sind wir stark – das ist das Motto von Pflanzen-Kombis, die die Haut vor Lichtschäden bewahren. Erbse, Sennespflanze, Platane, Oliven- und Affenbrotbaum verhindern Kollagenfaser- Abbau und Pigmentflecken und stärken den Abwehrmechanismus der Haut (z. B. im Sonnenschutz von Clarins). Angelika, Pongamia (Indische Buche), Grüner Kaffee und Bitterorange sollen zusammen sogar bis zu 95 Prozent der freien Radikale reduzieren, Hauptverursacher vorzeitiger Hautalterung (z. B. im Sonnenschutz von Lancaster).

7. EINFACH GLÄNZEND

Öl hat jetzt mehr drauf: Früher galt Sonnenöl bei Hellhäutigen als Garant für einen Sonnenbrand. Kein Wunder, schließlich hatten die 70er-Jahre Öle auch höchstens Lichtschutzfaktor 10. Die Neuen bringen es sogar auf LSF 40. Das verdanken sie öllöslichen Filtern – Polymeren, die dem Öl eine fast gelartige Konsistenz geben. Ein wichtiger Helfer ist auch Kokosöl, das sich besonders gut ausbreitet und fast von selbst verteilt. So lassen sich die neuen Öle gleichmäßiger auftragen. Folge: Die Haut ist besser geschützt (z. B. von Vichy, Apotheke, Garnier und L’Oréal Paris).

8. PERFEKT ABGESCHIRMT- SONNE OHNE REUE

Ein extra hoher Lichtschutzfaktor plus viel Pflege: Diese Sprays und Cremes (Foto rechts) dürfen in keinem Urlaubskoffer fehlen:

  1. Ideal für empfindliche Kinder-Haut: „Kids Pure & Sensitive Sun Spray LSF 50+“ von Nivea Sun (200 ml ca. 13 Euro).
  2. Speziell für das Gesicht: „Sun Face Cream SPF 30“ von Cli nique (50 ml ca. 23 Euro).
  3. Wasser- und schweißfest: „Sun Spray Transparent LSF 50“ von Eucerin (200 ml ca. 20 Euro, Apotheke).
  4. Verwöhnschutz: „Capital Soleil SonnenschutzÖl LSF 40“ von Vichy (125 ml ca. 15 Euro, Apotheke).
  5. Schützt und pflegt: „Ambre Solaire Sonnenöl LSF 30“ von Garnier (150 ml ca. 7 Euro).
  6. Bei Sonnenallergie: „Anthelios XL 50+“ von La Roche-Posay (50 ml ca. 17 Euro, Apotheke).
  7. Praktisch im Handy-Format: „Reflexe Solaire LSF 50+“ von Avène (30 ml ca. 10 Euro).
  8. Beugt Sonnenfalten vor: „Crème Solaire Anti-Rides Visage UVA/ UVB 50+“ von Clarins (75 ml ca. 26 Euro).

9. EXTRA-TIPP GEGEN PICKEL & CO.

Bloß keine Haut-Stress: Jeder fünfte Deutsche hat das Problem, dass die Haut in der Sonne gereizt reagiert. Oft entwickelt sich eine Polymorphe Lichtdermatose (PLD). Die Haut juckt, zeigt rote Quaddeln oder Bläschen. Seltener kommt es zur Mallorca-Akne, bei der die Haut auf Inhaltsstoffe von Sonnencremes mit Pickeln oder Bläschen reagiert. Allerdings sind beide Hautkrankheiten für Laien oft nicht zu unterscheiden. Das beugt dem Sonnenstress vor: ein emulgatorfreier Sonnenschutz mit hochwirksamen Radikalfängern, ohne Parabene, Duft- und Konservierungsstoffe (z. B. von Eucerin und La Roche-Posay, Apotheke).

10. KEINE SONNE IN SICHT? TROTZDEM EINCREMEN!

Forscher der Uni Kiel fanden heraus: Die Strahlenbelastung für die Haut ist am höchsten bei leichter Bewölkung. Wolken wirken nämlich wie Scheinwerfer, weil sie aus kleinsten Wassertröpfchen bestehen, die das Sonnenlicht zusätzlich reflektieren. Dadurch kommt auf der Haut noch mehr Strahlung an. Wer im Urlaub schon mal an einem bewölkten Tag am Strand eingedöst ist, weiß, was das bedeutet: knallrote Haut. Also gilt auch bei Bewölkung: Mittags lieber reingehen.

11. ZUCKER, ZIMT, VANILLE

Süße Power: Küchenzutaten, die man sich sonst gern auf der Zunge zergehen lässt, sind auch in Sachen Sonnenschutz ein echtes Dreamteam: Natürlicher Zucker bildet eine Schutzmatrix, den sogenannten Glycofilm, auf der Hautoberfläche und verstärkt so den Lichtschutzfaktor. Vanille wirkt durch ihren hohen Tannin-Gehalt regenerierend, ihre Fettsäuren spenden zudem Feuchtigkeit. Zimt regt die Mikrozirkulation der Haut an, macht sie geschmeidiger und beruhigt (alle drei Wirkstoffe stecken z. B. in der Sonnenpflege von Lierac).

 
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