Globuli

Homöopathie für den Sommer

Was die Globuli Kügelchen bei Hitze, Sonnenbrand und auf Reisen so alles können, verraten wir Ihnen hier.

Schutz gegen Sonne Homöopathie für den Sommer © Liv Friis-Larsen/ iStock/ Thinkstock

Als Sommerbegleiter sind rezeptfreie homöopathische Mittel ideal. Die Mini-Packungen passen sogar in die Badetasche. Aber wie viel Hitze vertragen sie? Und was muss unbedingt mit, weil es sonnengestresster Haut guttut? Aus unserer FÜR SIE-Leserinnenpost haben wir Fragen gesammelt. Die Antworten finden Sie garantiert in keinem Beipackzettel. Wir machen Urlaub in der Türkei.

Wie viel Hitze vertragen meine homöopathischen Globuli?

Homöopathische Mittel sind zwar recht robust. Man sollte sie aber sicherheitshalber nicht wärmer als 30 Grad aufbewahren, um keinen Wirkverlust zu riskieren. Auf Ferientrips noch wichtiger: Empfindlich reagieren die Mittel auf Röntgenstrahlen. Auch der Sicherheitscheck am Flughafen kann ihre feinstofflichen Schwingungen beeinflussen. Umwickeln Sie die Packungen auf Flugreisen deshalb zweimal mit starker Alufolie, um sie zu schützen.

Kann Tintenfisch Pigmentflecken verschwinden lassen?

Sommersprossen können niedlich aussehen. Aber nicht jeder mag sie. Ebenso wie die bräunlichen Pigmentflecken, zum Beispiel auf Armen und Händen, kann man sie mit homöopathischem Sepia bekämpfen, dem Tintenfisch-Mittel (zweimal täglich je fünf Globuli). Es stärkt die Haut, die an den Fleckenstellen besonders dünn ist. „Ein weiterer Tipp ist Calcium fluoratum, dreimal täglich fünf Globuli“, rät Homöopathie-Experte Dr. Markus Wiesenauer aus Kernen. „Im Nebeneffekt kräftigt dieses Mittel das Bindegewebe.“ Beide Mittel lassen sich übrigens auch kombinieren. Bis die Flecken verblassen, kann es allerdings mehrere Wochen dauern.

Bienengift soll gegen Insektenstiche helfen – stimmt das?

Apis, das auf Basis von Bienengift hergestellt wird, ist ein gutes Beispiel für die Wirkweise der Homöopathie: Es hilft nämlich wirklich gegen Rötungen und Schwellungen nach Insektenstichen. Warum? In der Homöopathie wird „Ähnliches mit Ähnlichem geheilt“, wie der Begründer Samuel Hahnemann es formulierte. Das ideale Mittel gegen den Stich würde demnach bei einem Gesunden ähnliche Symptome hervorrufen wie die Hautreaktionen, unter denen der Gestochene leidet. Durch die extrem starken „Verdünnungen“ bei der Herstellung ist die „Biene“ in Globuli oder Tropfen nicht mehr gefährlich. Stattdessen hilft sie dem Körper, das Insektengift zu bekämpfen. „Wenn die Stichstelle zudem juckt oder brennt, ist es empfehlenswert, die Therapie mit homöopathischem Ledum zu ergänzen“, sagt Dr. Markus Wiesenauer. „Von beiden Mitteln nehmen Sie am besten alle 15 Minuten jeweils fünf Globuli oder Tropfen, bis die Stelle keine Beschwerden mehr macht. Therapieren Sie anschließend weiter bis zum Verschwinden der Hautreaktion mit dreimal täglich jeweils fünf Einheiten.“

Meine Freundin trinkt Salbeitee gegen Schwitzen. Funktioniert das auch mit Homöopathie?

In der Tat hat das homöopathische Mittel aus der Salbeipflanze (Salvia officinalis) ebenfalls beruhigende Wirkung auf die Schweißdrüsen. Und ähnlich wie beim Tee lohnt es sich, das Mittel schon ab sechs Wochen vor der Hitzeperiode regelmäßig zu nehmen (dreimal täglich je fünf Tabletten). Wird’s dann draußen richtig heiß, können Sie die Dosis auf jeweils eine Tablette alle zwei Stunden steigern. Speziell für Frauen in den Wechseljahren, die durch die Hormonumstellung unter regelrechten Schweißattacken leiden, gibt es übrigens ein weiteres Mittel. Experten empfehlen Jaborandi, das aus einem südamerikanischen Rautengewächs hergestellt wird (viermal täglich je fünf Globuli oder Tropfen). Im Sommer verwendet man es am besten zusätzlich zum Salbeimittel. Tipp: Verzichten Sie während der Jaborandi-Therapie auf Pfefferminztee und -süßigkeiten. Die ätherischen Öle der Minze können nämlich die Wirkung beeinträchtigen.

Sollte ich auf Scharfes verzichten, wenn ich Globuli nehme? 

„Bei der Einnahme homöopathischer Mittel braucht man auf kein Gewürz im Essen zu verzichten“, sagt Dr. Markus Wiesenauer. „Achten Sie nur darauf, sie nach homöopathischen Regeln einzunehmen – nämlich nicht später als 15 Minuten vor einer Mahlzeit.“ In der Viertelstunde vor dem Essen können die Mittel über die Mundschleimhaut ungestört vom Körper aufgenommen werden und sich entfalten.

Kann ich Homöopathie bedenkenlos im Ausland kaufen?

„Die im europäischen Ausland in Apotheken angebotenen Mittel entsprechen unseren Qualitätsstandards“, erklärt der Experte. „Wichtig zu wissen: Dort kann die Bezeichnung anders sein. Wenn etwa auf ihrem deutschen Mittel als Potenz D6 angeben ist und Sie es auf Reisen nachkaufen wollen, können Sie es auch in der Potenz C7 oder C9 nehmen.“ Geht’s weiter weg, etwa nach Südostasien, Afrika und Südamerika, sollte die homöopathische Hausapotheke allerdings mit ins Gepäck. Sofern man homöopathische Mittel dort überhaupt findet, kann man nicht sicher sein, dass sie dort strikt nach unseren Arzneibuchregeln hergestellt werden.

Verträgt sich homöopathische Medizin mit Caipirinha?

Einen Kater-Killer gibt es auch in der Homöopathie nicht. Aber ein Mittel, das dem Körper bei der Entgiftung hilft. Nux vomica, das viele als Therapie gegen Übelkeit kennen, ist der Geheimtipp von Experten bei Alkoholgenuss und üppigem Essen. Selbst wenn man nur einen Cocktail trinkt, fühlt man sich besser, wenn man zuvor und danach dreimal täglich jeweils fünf Globuli oder Tropfen des homöopathischen Mittels genommen hat.

Gibt’s etwas Homöopathisches gegen dicke Beine?

Auch gegen die Wassereinlagerungen in geschwollenen Beinen kann Apis helfen. Zusammen mit Sabdariffa aus der afrikanischen Malve bewirkt es die Entstauung der Venen. Sind die Beine dick, sollte man alle zwei Stunden jeweils fünf Globuli oder Tropfen einnehmen. Zur Vorbeugung empfehlen Experten fünf Globuli Sabdariffa über den Tag verteilt. Dazu sollte man die Beine möglichst oft hochlegen.

Was hilft gegen Sonnenbrand?

Belladonna, die schwarze Tollkirsche, kannten schon die Ägypter als Arzneimittel. Aber auch sie verwendeten sie schon sehr vorsichtig, denn die Früchte können in größeren Mengen Halluzinationen auslösen. In homöopathischer Zubereitung hilft Belladonna dem Körper bei Sonnenbrand, mit der Entzündung fertigzuwerden, und hat beruhigende Wirkung auf die gestresste Haut. Experten empfehlen, beim ersten Zeichen von Rötung mit der Therapie zu starten. Die Dosis: dreimal täglich je fünf Tabletten oder Tropfen.

Kann Homöopathie Mallorca-Akne heilen?

Globuli-Fans kennen Natrium chloratum als Kopfschmerz-Therapie an sonnigen Tagen. Es eignet sich auch gegen Mallorca-Akne. Diese Hautentzündung ist eine allergische Reaktion auf UVStrahlen: Die Haut reagiert empfindlich auf das Zusammenspiel von Sonne und dem Fett der Talgdrüsen. „Ölfreier Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor ist die beste Vorbeugung“, rät Dr. Markus Wiesenauer. „Bekommen Sie dennoch knötchenartige Pickelchen, können Sie mit Natrium chloratum die Heilung beschleunigen. Morgens und abends je fünf Globuli, bis die Haut wieder glatt ist.“ 

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Autor:
Dagmar Metzger