Sonnenschutz

Irrtümer rund um die gesunde Bräune

Eine leicht gebräunte Haut wird als ein Zeugnis für Gesundheit gesehen. Helle Hauttypen haben es allerdings schwerer, denn nicht selten mündet ein Tag in der Sonne in einem Sonnenbrand. Wir zeigen Ihnen wie auch Sie zu einer gesunden Bräune kommen.

Frau Sonnencreme Sonne Irrtümer rund um die gesunde Bräune © Rido - Fotolia.com

1. Bei sonnengebräunter Haut braucht man keinen Sonnenschutz mehr

Das stimmt leider nur bedingt. Richtig ist: Vorgebräunte Haut ist besser gegen die Sonne gewappnet – etwa um Lichtschutzfaktor 4. Doch das ist leider nicht genug. Die Haut braucht immer noch eine zusätzliche Sonnencreme (LSF 20). Hintergrund: Beim Bräunen bildet unsere Haut den Hautfarbstoff  Melanin, der wie eine Barriere wirkt – die darunterliegenden Hautschichten werden dadurch geschützt. Genau diese Barriere ist aber nur dann stark genug, wenn wir sie mit Sonnenschutzmitteln unterstützen.

2. Vorbräunen im Solarium schützt vor Sonnenbrand

„Solarien arbeiten in der Regel nur mit UV-A-Licht, und zwar in weit höheren Dosen, als sie in der Natur vorkommen“, erklärt Professor Michaela Axt-Gadermann, Dermatologin und Haut-Expertin von Garnier. Genau dieses Licht lässt uns besonders schnell braun werden – hat aber den Nachteil, dass es die Haut nicht vor Sonnenbrand schützt. „Dagegen helfen nur die alten Tricks: die Mittagssonne meiden, in den Schatten gehen, lange Kleidung und Kopfbedeckung tragen“, sagt die Expertin.

3. Eine Sonnenallergie kann man nicht verhindern

Juckreiz, Rötungen, Pusteln, Bläschen … All das kann uns den Sommer vermiesen. Vor allem Frauen leiden zu Urlaubsbeginn häufig an einer Sonnenallergie. Wie kann man ihr vorbeugen oder ihr Ausmaß verringern? Experten empfehlen, die Haut langsam an die Sonne zu gewöhnen und Cremes, Lotionen oder Sprays mit hohem Lichtschutzfaktor zu benutzen. Außerdem gibt es die „Lichtabhärtung“ beim Dermatologen. Dabei wird die Haut über Wochen täglich kurz mit medizinischen UV-Strahlen bestrahlt, unterstützend hilft ein Antihistaminikum gegen allergische Reaktionen und Juckreiz.

4. Dunkle Sonnenbrillen sind besser

Logisch: Je dunkler die Brille, desto stärker wird das Licht gedämpft. Eine Brille mit dem Etikett „Filterkategorie 3“ ist zum Beispiel für das knallige Licht eines Mittelmeersommers ausgelegt. Die weniger dunkle Kategorie 2 ist eher was für einen Junitag in Hamburg. Allerdings: Ob eine Sonnenbrille auch vor UV-Strahlen schützt – das kann man nicht an der Tönung der Gläser ablesen, sondern an der Innenseite des Bügels. Viele Brillen mit UV-Schutz tragen dort das CE-Zeichen und die Aufschrift „EN 1836:1997“.

5. Betacarotin schützt vor Sonnenbrand

Mit Betacarotin lässt sich tatsächlich ein Lichtschutz aufbauen. Der ist zwar nicht allzu hoch, aber wasserfest – und wirksam von Kopf bis Fuß. Experten empfehlen, drei Wochen lang vor demUrlaub täglich Lebensmittel zu essen, die Betacarotin  enthalten, zum Beispiel Karotten, Tomaten, Paprika, Spinat, Aprikosen und Pink Grapefruit. Die Folge: Der Pflanzenfarbstoff lagert sich in unsere Haut ein und fängt Teile der gefährlichen UV-Strahlung schon in den oberen Hautschichten ab. Natürlich: Wer in die Sonne geht, wird sich trotzdem zusätzlich eincremen.

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