Umfrage
So putzen die Deutschen
Profiputzer oder Schmutzfink: Die Innofact AG hat im Auftrag von Zewa Wisch&Weg nachgefragt, wie es um das Putzverhalten von Männern und Frauen bestellt ist und wer in deutschen Haushalten den Putzlappen und den Staubsauger schwingt. Das Ergebnis: Entgegen gängiger Geschlechterklischees sind Frauen keine Putzteufel. Und: 91 Prozent der Männer bringen den Müll runter.
Bodenwischen, Fensterputzen oder den Müll runtertragen: Das bisschen Haushalt macht ganz scön viel Arbeit. Egal ob Mann oder Frau, den Putzdienst erledigt keiner gerne. Das hat die repäsentative Umfrage „Wie putzt Deutschland?“ der Innofact AG* im Auftrag von Zewa Wisch&Weg ergeben. Auf Platz eins im Ranking der unbeliebtesten ätigkeiten im Haushalt: Fensterputzen. 42 Prozent der Befragten greifen ungern zu Fensterleder und Putzeimer. Die Toiletten zu putzen ist bei den Deutschen fast ebenso unbeliebt. 37 Prozent schrubben ungern Kloschüssel und -brille. Das Badezimmer putzen (32 Prozent) und die Böden feucht wischen (26 Prozent) – auch diese Aufgaben erledigen die Befragten eher widerwillig. Trotzdem drücken sich die Männer nicht vor dem Saubermachen: Fast jeder Vierte gab an, dass er nervige Aufgaben im Haushalt nicht an die Partnerin oder den Mitbewohner abschieben würde. Frauen sind da etwas erbarmungsloser: nur 13 Prozent der Frauen geben an, keine nervige Aufgaben abzugeben.
Klare Rollenverteilung: Männer sind für den Müll zuständig, Frauen für die Schmutzwäsche
„Bringst du mal eben den Müll runter, Schatz?“, diesen Satz haben Männer wohl schon oft gehört, denn 40 Prozent der Frauen überlassen den Gang zur Abfalltonne gerne mal dem Partner. Und 91 Prozent der Männer kommen dieser Hausarbeit auch nach. Damit ist dies die Aufgabe, die am häufigsten von den deutschen Männern übernommen wird. Bei den Frauen hingegen tun das nur 69 Prozent der Befragten. Das Staubsaugen wird von beiden Geschlechtern gleichermaßen erledigt. Mit 83 Prozent der Männer und 84 Prozent der Frauen wird damit Staubsaugen am häufigsten im Haushalt übernommen. Eine klare Rollenverteilung herrscht allerdings beim Wäsche waschen: 97 Prozent der Frauen, aber nur 40 Prozent der Männer kümmern sich um die Schmutzwäsche. Sie ist damit der häufigste Haushaltsjob der deutschen Frauen.
Ungeeignete Putzhilfen sorgen für miese Laune
Beim Putzen hat jeder seine eigenen Rituale, eine besondere Technik oder schwört auf eine besondere Putzhilfe. Egal, ob beim Staubwischen oder beim Fensterputzen: Auch falsche Helfer können die Laune verderben, wenn sie fusseln oder Rückstande beim Wischen hinterlassen. Den klassischen Putzlappen etwa erachten 25 Prozent als unpraktisch. Zewa Haushaltstücher stehen weit oben in der Beliebtheit der deutschen Putzfrauen und -männer: 70 Prozent empfinden den vielseitigen Helfer als praktisch. Noch beliebter ist nur das fusselfreie Microfasertuch. 81 Prozent der Deutschen benutzen dieses gerne. Der Wischmob (62 Prozent) und das Vliestuch (54 Prozent) sind auf Platz drei und vier auch noch gern gesehene Putzhilfen. Der Geschlechtervergleich zeigt: Microfasertuch und Haushaltstücher werden häufiger von Frauen benutzt, altbewährte Putzhilfen wie Vliestuch und klassischer Putzlappen benutzen mehr Männer als Frauen.
Die nervigsten Aufgaben im Haushalt:
- Fenster putzen: 42 Prozent
- Klo putzen: 37 Prozent
- Bad putzen: 32 Prozent
- Feucht durchwischen: 26 Prozent
- Müll entsorgen: 25 Prozent
- Staub wischen: 24 Prozent
- Küche putzen: 23 Prozent
- Staubsaugen: 22 Prozent
- Abspülen: 20 Prozent
- Wäsche waschen: 19 Prozent
- Keine: 19 Prozent
*Quelle: Das Marktforschungsinstitut Innofact AG befragte im Auftrag von Zewa Wisch&Weg im Zeitraum von 26. bis 30. Juli 2012 1.010 Personen ab 18 Jahre Jahren in Deutschland.



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