Sucht Die Sucht nach Shopping

Lesen Sie hier alles über Symptome, Ursachen und Behandlung von Kaufsucht.

Kaufsucht Die Sucht nach Shopping © a-wrangler

Schöne Kleider, tolle Schuhe – häufig genießen wir das Stöbern und Anprobieren in Geschäften. Einige können das jedoch nicht, für sie ist dieser Genuss zur Sucht geworden. 

Symptome und Definition

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Das Phänomen der Kaufsucht oder des Kaufwahns ist schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts bekannt. Es wird nicht als Krankheit sondern als Zwangsstörung anerkannt. Menschen die unter dieser Störung leiden, besitzen mehr Konsumgüter, als sie selbst brauchen und wissen, dass vieles von den Dingen, die sie kaufen, unnütz ist. Häufig favorisieren Betroffene eine bestimmte Warengruppe, wie beispielsweise Schuhe oder Kosmetik. Die Dinge lagern dann oft verpackt in der Wohnung oder werden in Originalverpackung in den Müll geworfen. Jüngere Menschen und Frauen sind stärker betroffen als Ältere und Männer. Die Befriedigung oder der „Rausch“ entsteht nicht nur durch den Erwerb neuer Konsumgüter, sondern auch durch das Ausgeben von Geld. Auch bei „normalen“ Einkäufern kann ein Kaufrausch entstehen. Shoppen befriedigt und aktiviert das Belohnungssystem, das Endorphine ausschüttet und somit für ein Hochgefühl sorgt. Viele Süchtige beschreiben das Kaufgefühl als „Orgasmus“ oder ähnlich wie einen „Drogentrip“. Besonders in Zeiten des Internetshoppings steigt die Zahl der „Kaufsüchtigen“. Mit einem Klick kann das Belohnungszentrum aktiviert werden. Mittlerweile sind in Deutschland fünf bis acht Prozent der Bevölkerung betroffen oder gefährdet.
 

Ursachen und Folgen

Wie nach jedem „Rausch“ von Süchtigen kommt kurz nach dem Hochgefühl der Absturz. Reue, Scham und Schuldgefühle mischen sich mit Depressionen und Selbsthass. Des Weiteren gibt es auch noch finanzielle Folgen der Sucht. Überschuldung und Insolvenz können bis hin zur Kriminalisierung gehen. Häufig fangen die Betroffenen irgendwann mit Diebstahl und Unterschlagung an, um die Sucht weiter zu finanzieren. Außerdem vereinsamen sie langsam, da sich in den Wohnungen und Häusern Tüten und Pakete stapeln und aus Scham niemand mehr hereingelassen wird. Als Ursachen werden oft Persönlichkeitsstörungen festgestellt und die Süchtigen können unter vermindertem Selbstwertgefühl leiden. Durch das Shoppen werden negative Gedanken und Frust ausgeblendet. 
 

Behandlung

Für Betroffene gibt es zur Zeit noch wenig Hilfe und Anlaufstellen, sie sind oft auf sich allein gestellt. Das Stellen der Diagnose ist schwierig. Wenn Sie jemanden kennen, auf den disee Symptome zutreffen oder vielleicht selbst etwas Bedrohliches an sich wiedererkennen, sollten Sie nachhaken oder sich jemandem anvertrauen. Sprechen Sie mit Freunden und Familie über Ihre Probleme und suchen Sie nach geeigneten Therapiemöglichkeiten. Oft können Gruppen-Therapien sehr hilfreich sein.