Weiblich & sinnlich
Entdecke die Göttin in dir
Ganz zu sich kommen und wirklich leben. Das funktioniert, sobald wir die richtige Balance finden, sagt Coach Martina Straub. Der Weg dorthin? Ist leichter, als man denkt.
Selbstbewusst auftreten und dennoch die weibliche, sinnliche Seite nicht verlieren: „Fast jede Frau tut sich schwer, diese Gegensätze zu vereinen“, sagt Lebensberaterin Martina Straub (45). Doch sie ist zugleich überzeugt: „In jeder Frau steckt eine Göttin!“
Seit acht Jahren coacht und begleitet Martina Straub Menschen, die das Leben mit mehr Leichtigkeit und Freude meistern und neue Facetten an sich entdecken möchten. In ihrer Lebensschule „Viva Fortuna“ auf Mallorca vermittelt die 45-jährige Lebensberaterin durch die Synergie von Entspannung, Motivationstraining, systemischem Coaching und Spiritualität, wie es gelingt, neue Perspektiven zu entdecken. Außerdem bietet sie eine „Viva Coach“-Ausbildung im Baukastensystem an. Mehr Infos: www.inselentspannung.com
Für Sie: Wann haben Sie erkannt, dass die „Göttin“ in uns zu kurz kommt?
Martina Straub: Ich habe 13 Jahre lang in einer männlich dominierten Welt gearbeitet, als Wertpapierhändlerin an der Frankfurter Börse. Dabei kamen bestimmte Anteile in mir zu kurz. Ich habe Sehnsüchte weggedrückt, Stärke auf Kosten meiner Gefühle und meiner Weiblichkeit bewiesen. Irgendwann wurde mir klar, dass ich kein „Entweder-oder“-Leben mehr wollte. Ich habe mir ein „Sowohl-als-auch“ gewünscht. Als ich mich vor zehn Jahren dem Coaching zuwandte, stellte ich fest, dass es vielen Frauen ähnlich geht – vor allem solchen, die beruflich sehr engagiert sind. Daraus entwickelte ich die Idee für die „Entdecke die Göttin in dir“-Seminare.
Wer ist diese Göttin in uns?
In uns allen wirken weibliche Archetypen, die unsere verschiedenen Bedürfnisse, Sehnsüchte und Fähigkeiten symbolisieren. In den Seminaren wollen wir entdecken, welche zu wenig gelebt werden. Die Göttin in uns braucht nämlich alle, damit wir wach, lebendig, stark und sinnlich sein können.
Welche Archetypen sind das?
Die Wilde, die Urvertrauen und Selbsterhaltung symbolisiert. Die Mutter, die für das Behütende und Fürsorgliche steht. Die Verführerin, die Erotik und Sexualität darstellt. Die mitfühlende Heilerin, die hingebungsvolle Liebende und die Amazone, die sich gegen andere abgrenzt, aber auch nach vorn geht und ihre eigenen Bedürfnisse lebt. Keine Frau lebt in jedem Moment alle Anteile im gleichen Maß. Wir beginnen uns jedoch unwohl zu fühlen, werden traurig oder sogar krank, wenn ein oder mehrere Anteile unterdrückt werden.
Etwa wenn ich Chefin bin und mir nicht mehr erlaube, weich und freundlich zu sein?
Genau. Oder Mütter, die sich ganz für ihre Kinder aufopfern und darüber der Verführerin in sich oder der Amazone keine Luft mehr lassen. Frauen verlieren sich mitunter auch in der Rolle der Helferin, nehmen alles Leid der Welt auf sich und sind nicht mehr in der Lage, mit genauso viel Energie für ihre eigenen Bedürfnisse einzutreten. Weil sie sie schon gar nicht mehr spüren.
Kinder, Beruf, kranke Eltern – oft geben uns doch die Umstände vor, was möglich ist …
Für kurze Phasen können wir mit Ungleichgewicht gut umgehen. Zum Beispiel, um eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen. Dann ist es sinnvoll, für diesen Zeitraum sehr fokussiert zu sein und Bedürfnisse zurückzustellen. Das funktioniert jedoch nicht dauerhaft. Wenn wir etwa Glück, Erfüllung und Motivation ausschließlich aus unserer beruflichen Rolle ziehen, ignorieren wir gleichzeitig Sehnsüchte, die auch in uns sind. Darüber geraten Körper, Geist und Seele aus der Balance. Burnout ist eine typische Folge, genauso Beziehungsprobleme.



toller artikel
hat mir sehr geholfen, vielen dank :-)
von Susa ~toller artikel
hat mir sehr geholfen, vielen dank :-)
von Susa ~