Die große FÜR SIE-Umfrage

Männer heute

Sie sollen alles sein – Liebhaber, Versorger, Papa, Freund, Kollege. Überfordert die Multi-Rolle oder ist sie eine Chance? Fragen, die unser Autor Mark Kuntz und die exklusive FÜR SIE-Umfrage beleuchten

Vater und Tochter

Auf der Suche nach dem neuen Mann lohnt es, ein Schlaglicht auf Deutschland zu werfen: Nehmen wir einen Freitagmorgen, neun Uhr dreißig. Auf einem Spielplatz sehen wir einen Vater mit seinem Kind. Die Tagesmutter ist ausgefallen, und jetzt heißt es für ihn, den Job so gut es geht mit Laptop und Handy zu erledigen. Während er zwischendurch immer wieder neuen Sandkuchen probiert, checkt er E-Mails und hält Ausschau nach seinem Kaffeebecher, den er irgendwo stehen gelassen hat. Gegenüber hetzt ein Mann unrasiert zum Büro. Wieder mal hat er sich eine Nacht um die Ohren geschlagen, um seine gescheiterte Liebe zu vergessen. Dabei sollte er darin eigentlich schon Übung haben.

Ein anderer Vater ist am Sonntag mit den Kindern auf dem Weg zu seinen Eltern. Er ist im dritten Monat – seines Erziehungsjahrs. Gleich wird er seinen betagten Eltern Sohn und Töchterchen in die Arme drücken – und sich selbst schlaff in seinem früheren Kinderzimmer hinlegen. Mit schlechtem Gewissen: Er weiß, wer wen unterstützen müsste – und wohl bald auch muss. Und mit Sorgen: Durch den Hauskauf ist das Geld sowieso knapp – nun noch die Elternzeit. War das wirklich eine gute Idee? Deutsche Männer 2011: Zu 40 % beklagen sie, es würde ihnen deutlich schlechter gehen als vor zwanzig Jahren. So ein Ergebnis der repräsentativen FÜR SIE-Umfrage (durchgeführt vom Institut Earsandeyes).

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