Beziehungsratgeber Männer und ihre Angst sich zu binden

Will sie mehr Nähe, sucht er das Weite: Viele Männer scheinen unfähig, eine echte Bindung einzugehen. Wie man erkennt, wenn er es nicht ernst meint.

Meint er es ernst? Männer und ihre Angst sich zu binden © iStockphoto

Manche haben gerade erst eine Trennung hinter sich und suchen nur eine Übergangslösung. Andere haben nur ihre Karriere im Kopf und jetzt keine Zeit „für etwas Ernstes“. Und viele lieben ihre Unabhängigkeit mehr als die Frau an ihrer Seite. Denken nicht daran, vor den Traualtar zu treten. Was ist bloß mit den Männern los? „Es tut mir leid“, sagte er ihr am Telefon, „aber mir wird das gerade alles zu eng. Ich brauche Zeit zum Nachdenken.“ Das war vor zwei Wochen. Seither hat er weder auf ihre E-Mails noch auf Anrufe reagiert. Ist einfach aus ihrem Leben verschwunden. Dabei waren Thomas und Sylvia zwei Jahre lang ein Paar wie aus dem Bilderbuch – traten fast immer zu zweit auf, wirkten harmonisch. Innig. Und nun das: Absturz von Wolke sieben. Warum? Warum suchen Männer das Weite, wenn Frauen anfangen, von Hochzeit, Haus und Kind zu träumen?

Es scheint, als gebe es in der Liebe heute ein seltsames Gesetz von Anziehung und Loslösung: Je mehr die Frau Nähe sucht, desto mehr flüchtet sich der Mann in seine Unabhängigkeit. Vielleicht war dies auch der Grund für die Trennung von George Clooney (50) und Elisabetta Canalis (32). Aus ihrem Freundeskreis hieß es, sie wollte heiraten, er auf keinen Fall. Und je mehr sie ihn unter Druck setzte, desto mehr zog er sich zurück. Ein Muster, das man bei vielen „gebrannten Männern“ findet. Bevor die Gefühle zu intensiv werden, ziehen sie die Reißleine. Wie Thomas, der schon einmal verheiratet war. „Bindungsängstliche Menschen reagieren abweisend, wenn man von ihnen Nähe einfordert. Dahinter steckt die Furcht, verletzt zu werden“, sagt Diplom-Psychologin Lisa Fischbach.

 

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