Das Comeback der Handarbeit Das Comeback der Handarbeit

Selbstgemachtes boomt – weil Einzelstücke modern und schick sind, die Designerin eine von uns sein könnte und das Verkaufen im Netz so einfach ist

Das Comeback der Handarbeit © Anthony Reyes - Fotolia

Auf dem Dachboden lag es in einer alten Kiste. Das kleine, vergilbte Kinderkopftuch aus den 50er Jahren. Die Schwiegermutter von Melanie Pfennig trug es als Kind. Jetzt kramten die beiden in der Kiste nach Kindersachen. Pfennig, eigentlich Grafikerin und damals – vor fünf Jahren – in der Babypause, verliebte sich sofort in das Tüchlein und beschloss, für ihre Tochter auch eins zu nähen. Erst einmal musste sie aber einen Kurs machen, ein Wochenende lang. Am Sonntagabend war es dann fertig – das erste Kinderkopftuch. „Wenn ich damals gewusst hätte, wie viele ich davon noch nähen würde ... Zum Glück sitze ich jetzt nicht mehr so lange dran!“ Mittlerweile entwirft und fertigt die 36- jährige Hamburgerin Kinder- und Frauen- Kopftücher, Lampen und andere Accessoires für ihr eigenes Label „Glüxpfennig“. Und ist vom Selbermachen begeistert. „Das ist für mich ein toller Ausgleich zu meinem Grafik-Job – da sitze ich ja immer nur vor dem Computer.“

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