Modetrends

Fair Trade und Bio-Kleidung: Was steckt hinter dem Trend?

Vorbei die Zeiten, als Öko-Mode als angestaubt und langweilig galt. FÜR SIE verrät, worauf beim Kauf geachtet werden sollte und warum wir unser Shopping-Verhalten überdenken könnten.

Shopping-Tüten Fair Trade und Bio-Kleidung: Was steckt hinter dem Trend? © Suprijono Suharjoto-Fotolia

Menschenunwürdige Arbeitsbedingungen, hochtoxische Chemikalien: Die Presse ist voll von Schreckensmeldungen über die Textilindustrie in Entwicklungsländern wie Bangladesh, Indien oder Vietnam. Das schlechte Gewissen shoppt also immer mit, wenn T-Shirts für 5 Euro und Pullover für 'nen Zehner in unserer Tüte landen. Aber was können wir tun, um Einfluss auf Arbeitsbedingungen und Umweltverschmutzung in den Herstellungsländern zu nehmen? Und ist Öko-Mode und Fair Trade Kleidung eine Alternative?

Leben ohne Plastik
Plastik

Plastik betsimmt unseren Alltag. Können wir noch ohne leben?

1. Konsum einschränken

Wer braucht 20 weiße Blusen und 5 blaue Jeans? Für bewusstes Einkaufen sollte das Credo lauten: Qualität vor Quantität. Denn gerade günstige Kleidung überzeugt oft schon nach ein paar Waschgängen nicht mehr. Statt fünf blaue Billigjeans zu kaufen, sollte in eine qualitativ hochwertige investiert werden. Das spart auf Dauer Geld - und schont die Umwelt. Denn die Produktion einer einzigen Jeans verbraucht im Laufe der Herstellung  unglaubliche 6.000 Liter Wasser. Und das in Ländern, wo sauberes Trinkwasser eh schon Mangelware ist.

2. Bei Öko-Mode auf Siegel achten

Selbst Massenproduzenten, die in jeder größeren Einkaufsstraße zu finden sind, bieten mittlerweile eigene Öko-Linien an. Wird hier ein Produkt gekauft, landet das Geld trotzdem im großen Topf für alle Produkte, die für die Firma produziert werden. Ein Öko-Shirt kann im Zweifelsfall also ein konventionelles T-Shirt für fünf Euro querfinanzieren. Hersteller, die nur Produkte mit den als glaubwürdig geltenden Siegeln GOTS, Öko-Tex 100plus oder Naturtextil anbieten, sind da die bessere Wahl.

Shoppen kann Herzenswünsche nicht ersetzen
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Sehnsucht lässt sich nicht durch Konsum bekämpfen.

3. Mode ist kein Wegwerfprodukt

Besonders da Kleidung immer günstiger wird (und leider oft auch schneller den Geist aufgibt), fällt es uns leichter, den ausgewaschenen Pullover in den Müll zu werfen. Schade um den Rohstoff und die Arbeit, die in diesem Kleidungsstück stecken! Auch wenn Altkleidersammlungen bisweilen umstritten sind: Nicht mehr tragbare Kleidung wird hier recycled und zum Beispiel zu Dämmmaterial oder Füllstoffen verarbeitet. Der Rest wird oft weiterverkauft, und zu günstigen Preisen Menschen angeboten, die sich keine neue Kleidung leisten können.

Kurzum: Wenn wir zum 5 Euro Shirt greifen, müssen wir uns fragen, wer den Preis für dieses günstige Kleidungsstück gezahlt hat und sollten uns auch in Geschäften und Online-Shops für faire Kleidung und Öko-Mode umsehen. Nicht nur unser Gewissen, auch der Geldbeutel wird es uns danken!

 
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