Mode-Designer

Karl Lagerfeld

Karl Lagerfeld ist ein in Hamburg geborener und in Paris lebender Designer und schon längst eine internationale Stilikone.

Karl Lagerfeld mit eigener Kollektion Karl Lagerfeld © Getty Images

Karl Lagerfeld

Karl Lagerfeld wurde am 10. September 1938 geboren und wuchs als Sohn des Hamburger Glücksklee-Dosenmilch-Fabrikanten in privilegierten Verhältnissen auf. Mit 14 Jahren brach er vorzeitig die Schule ab, um mit seiner Mutter Elisabeth nach Paris zu ziehen und dort die weiterbildende Schule “Lycée Montaigne“ zu besuchen. Mit 16 Jahren belegte er mit seinem Mantelentwurf beim dem internationalen Wollsekretariat den ersten Platz und erhielt eine Stelle als Schneiderlehrling im Hause Pierre Balmains. Nach drei Jahren trat er aus dem Beschäftigungsverhältnis aus und arbeitete als künstlerischer Leiter bei Jean Patou, Valentino und Krizia sowie bei Chloé. Damit hatte er die ersten Hürden in die Welt der Pret-á-Porter-Unternehmen geschafft.

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Karl Lagerfeld designte anschließend zahlreiche Pelzmodelle für Fendi in Rom, wurde für deren Produktpalette verantwortlich und arbeitete zeitgleich für das Label  “Coco Chanel“. Laut eigenen Aussagen waren ihm Umsatzbeteiligungen wichtiger, als die Gründung einer eigenen Marke. Doch nachdem ihn das renommierte Luxushaus Chanel ins Boot holte, sicherte er sich internationale Beachtung und Anerkennung. Karl gründet 1974 in Deutschland sein erstes Unternehmen “Karl Lagerfeld Impression“ und arbeitet als freier Designer für diverse Modehäuser, sowie als Gastprofessor für Mode an der Universität für angewandte Kunst in Wien, wo er später von Jil Sander abgelöst wurde.

1983 avanciert er zum Chefdirektor von Chanel und gründet ein Jahr später seine eigene Marke mit Sitz an der Pariser Champs-Èlysées. Neben der Neugestaltung befasste der Mode-Zar sich mit der Fotografie, vor allem mit der Erstellung von Mode- und Werbestrecken sowie Porträts. Zusätzlich wurden erste Kostüme für Theater und Oper von ihm entworfen. Für kurze Zeit kehrte Lagerfeld zu Chloé zurück, um sich dann wieder ganz der Fotografie und Chanel zu widmen. Immer mehr Stars lassen sich von ihm ablichten und Claudia Schiffer wird seine Muse, die er auch als Model für Chanel einstellt.

1996 erhält er den “Kulturpreis der deutschen Gesellschaft für Fotografie“ und räumt mit der Gründung zweier Bücherläden einem weiteren Hobby Platz in seinem Leben ein. Seine Firma “Karl Lagerfeld“ (kurzzeitig umbenannt in “Lagerfeld Gallery“) verkauft er an die Tommy Hilfiger Corporation, bleibt aber weiterhin Art Director. Lagerfeld entschied sich zu diesem Zeitpunkt für eine Radikal-Diät, die er in Zusammenarbeit mit seinem Hausarzt Jean-Claude Houdret durchführte. Dabei verlor der Designer innerhalb weniger Monate über 40 Kilogramm und schrieb anschließend mit Houdret das Buch “Die 3D-Diät“.

Eine eigens für das schwedische Modehaus H&M designte und somit erschwingliche Kollektion kommt ein Jahr später in die Läden. Danach präsentierte Karl Lagerfeld bei den Pret-á-Porter-Schauen in Paris drei Kollektionen und zwar für Chanel, Chloé sowie die erste Kollektion seiner jüngeren Linie “Lagerfeld Galleries“.

Am 1. Dezember erhält er mit seinem zweiten Bambi in der Kategorie “Kreativität“ einen der größten Medienpreise deutschlands. 2008 folgt prompt der “Elle Fashion Star“ für sein Lebenswerk. Zwei Jahre später werden ihm von Nicolas Sarkozy, die Insignien des Kommandeurs der Ehrenlegion verliehen. Im gleichen Jahr beginnt Lagerfeld für Coca Cola limitierte Flaschenkollektionen zu designen.

2011 entwirft der Designer für das italienische Traditionshaus Hogan eine Mode-Sonderkollektion, inklusive des dazu passenden Kurzfilmes “La Lettre“. Nicht zuletzt durch diese ganzen Meilensteine, seine unverblümte Art, die klaren Linien und die eiserne Disziplin, hat es Karl Lagerfeld von einem Designer zu einer einflussreichen Stilikone geschafft.

 
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