Royale Hochzeit Kann Kate glücklich werden?

Wir fragten Promi- und Adelsexpertin Sibylle Weischenberg, die für SAT.1 live von der Royal Wedding berichtet.

Kate Middleton Kann Kate glücklich werden? © Getty Images

Frau Weischenberg, kann Kate mit William glücklich werden oder droht ihr ein ähnliches Schicksal wie Diana?

Zwei Jahre lang dürfen die beiden eher privat leben, zwischendurch wird es ein paar große Auftritte geben. Das hat die Queen zum Schutz vorprogrammiert, damit Catherine sich in die Rolle einfinden kann – ein Zeichen, dass man aus dem Desaster um Diana gelernt hat. Man bereitet ihr das Nest „Königshaus“.

Sie ist ja schon ziemlich schlank geworden. Muss man sich etwa Sorgen machen?

Viele Bräute nehmen für den großen Tag ab, auch Catherine will exquisit aussehen. Das Königshaus sorgt sich aber in der Tat und hat ihr einen Ernährungsberater an die Seite gestellt, sie muss jeden Tag eine Mindestmenge an Kalorien zu sich nehmen. Man will eben nie wieder das Diana-Drama.

Viele Menschen werten es als böses Omen, dass William Kate den Ring seiner Mutter angesteckt hat. Was spricht für diese Geste?

Sie hat mein Herz sehr berührt: William und Harry halten die Erinnerung an Diana wach; in London finden Sie nicht mehr viel, was an sie erinnert. Diese Geste demonstriert die Liebe eines Sohnes. William hat gesagt: Meine Mutter kann leider nicht hier sein – aber so ist sie doch dabei.

Wie erklären Sie sich, dass plötzlich überall in Europa Bürgerliche in Königsfamilien einheiraten dürfen?

Der Königsnachwuchs kennt sich untereinander gut. Einer hat den Stein ins Rollen gebracht und dann den anderen Tipps gegeben, wie man’s machen muss: etwa sich entziehen bis hin zur Drohung, auf den Thron zu verzichten. Damit haben sie ihre Eltern erpresst. Hinzu kommt bei der britischen Königsfamilie der Wunsch nach mehr Volksnähe.

Was spricht im Vergleich mit Diana dafür, dass Kate es schaffen kann?

Diana war 19 und Jungfrau, auch im Geiste. Ihre Eltern waren geschieden. Kate ist älter, hat studiert und kommt aus einer heilen Familie, der William sehr zugetan ist. Sie kennen sich seit zehn Jahren. Und: Catherine ist bereits durch ein Stahlbad gegangen.

Sie meinen die jahrelangen Belastungsproben durch allgegenwärtige Paparazzi?

Unter anderem. Sie hat nie in der Öffentlichkeit gesprochen. Sie hat Spott über ihre Familie, über sich als „Waity Katie“ ausgehalten. Sie hat sich in seinen Kreisen mit vielen Snobs nicht unterbuttern lassen. Aber es lauern auch viele Unwägbarkeiten.

Wo sehen Sie denn Gefahren?

Eine Frage ist: Wie verhalten sich die snobistischen Hofbediensteten in der dritten Generation ihr gegenüber? Und wie kommt sie mit dem Clan klar – einige sind schon sehr spinnös.

Aber wenigstens gibt es keine Camilla ...

Oh, da wäre ich vorsichtig! Da gibt es eine Frau: Jecca Craig. Sie kommt neben anderen Ex-Flammen von William auch zur Hochzeit. Sie war eine sehr große Liebe von ihm – aber sie wollte nicht. Wir wollen es ja nicht beschreien. Aber Catherine muss damit leben, dass da noch jemand ist, an dem er sehr hängt.

Nein, wir wollen es nicht beschreien. Stimmt es eigentlich, dass die Braut nicht in der Hochzeitskutsche fahren will?

Ja, sie besteht darauf, im Auto zur Westminster Abbey gefahren zu werden. Ein Sinnbild dafür, dass William und Kate auf Pomp verzichten wollen. William bereitet schrittweise vor, dass er einst ein Bürgerkönig sein wird. Das ist das Vermächtnis von Diana, und das ist schön.

 
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