Interview

Michelle Williams

Marilyn Monroe - eine Ikone, ein Mythos, eine Frau, die mit ihrem Köper und ihrem Kleidungsstil den Männer den Kopf verdrehte. Jetzt nimmt sich ein preisgekrönter Film dem Mythos Monroe an. Hauptdarstellerin Michelle Williams steht uns Frage und Antwort im Interview. Außerdem zeigen wie Ihnen in der Gaalerie den Look der Hollywoodikone Marilyn Monroe.

Marilyn Monroe Michelle Williams © Getty Images

Sie sieht aus wie die Monroe, geht wie sie, spricht wie sie. Aber nur im Film. Schauspielerin Michelle Williams (31) spielt die Hauptrolle in „My Week with Marilyn“.

Für Sie: Frau Williams, wann kamen Sie zum ersten Mal mit dem Phänomen Marilyn Monroe in Berührung?

Michelle Williams: Da war ich zwölf. Ich hängte mir ein Poster von ihr an die Wand: Sie lag barfuß im Gras, lachend, mit einem schlichten weißen Kleid, die Arme ausgestreckt. Das erinnerte mich an meine Kindheit im ländlichen Montana, und ich dachte mir: Wenn ich erwachsen bin, will ich genauso glücklich und frei sein. Ich hatte ja damals keine Ahnung, dass mein Vorbild Marilyn Monroe weder besonders glücklich noch besonders frei war.

Wie steht es denn bei Ihnen um die persönliche Freiheit?

Deutlich besser, denn ich habe volle Kontrolle über mein Leben und meine Arbeit. Ich lasse mich nicht manipulieren. Zwischen mir und Marilyn gibt es nur zwei Gemeinsamkeiten: Sie wollte als Schauspielerin ernst genommen werden und ein Baby haben. Das erklärt auch ihre ganze Unsicherheit.

Sie dagegen wirken sehr selbstsicher. Immerhin sind Sie Mutter einer sechsjährigen Tochter und haben für „My Week with Marylin“ den Golden Globe und eine Oscar-Nominierung bekommen.

Bei der Arbeit bin ich trotzdem extrem nervös. Es ist mir fast peinlich, das zu erzählen, aber ich kriege regelrechte Hitzewallungen, und mein Körper zieht sich in sich zusammen. Wie ich gelesen habe, hatte Marilyn das auch. Sie zu spielen war der reinste Horror. Es war das Gefühl, als würde etwas in mir brodeln und immer höher steigen, bis es überläuft.

Wie stellt man eine Ikone wie Marilyn Monroe dar?

Dahinter steckt sehr viel Übung. Ich nahm mir zehn Monate für die Vorbereitungen und sah mir all ihre Filme und Dokumentationen unzählige Male an, hörte sämtliche Tonaufnahmen. Trotzdem glaubte ich zunächst nicht, dass ich sie je darstellen könnte. Meine Entscheidung für diesen Film erschien mir wie ein großer Fehler. Allein schon ihre grazilen Bewegungen! Bis ich begriff, dass sie sich in aufeinanderfolgenden Posen bewegte, denn sie war ausgebildetes Model. Sie legte ihre Hand auf ihren Körper und steuerte so den Blickwinkel des Betrachters. Ich dachte mir: „Das kann ich auch.“ Natürlich sahen meine ersten Versuche idiotisch aus, aber ich probierte es einfach weiter.

Und – haben Sie ihre Bewegungen jetzt übernommen?

Gar nicht. Mein natürlicher Zustand ist es, mich zurückzuziehen und mich in mir selbst zu verkriechen. Das sehen Sie zum Beispiel an meinen nach vorn gekrümmten Schultern.

Aber Marilyns Stil haben Sie schon nachgeeifert?

Ich wünschte, ich hätte das als Teenager getan. Dann hätte ich viel besser ausgesehen. Denn ich muss sagen, ich mag diesen Stil. Man denkt immer, bei Marilyn sei alles überzogen gewesen. Dabei hat sie sich privat eher schlicht angezogen.

Gibt es einen Wesenszug an der Monroe, den Sie nicht mögen?

Mein Lieblingsfilm mit ihr ist „Manche mögen’s heiß“. Mit meiner Tochter schaue ich ihn ständig an. Aber Marilyn trieb Billy Wilder, den Regisseur dieses Films, fast in den Wahnsinn, weil sie dauernd zu spät kam, ihren Text vergaß. Das werde ich hoffentlich nie mit einem Regisseur anstellen. Ich möchte keinen einzigen Menschen verrückt machen.

 

VIDEOS ÜBER "MY WEEK WITH MARILYN"

 

VIDEOS ÜBER MARILYN MONROE

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