Star-Talk

Interview mit Michael Bublé

Er ist der glitzerndste Star am Swing-Himmel. Mit der FÜR SIE sprach Michael Bublé (36) über weiße Weihnachten, Partnerschaft – und Geld.

Michael Buble

FÜR SIE: Mister Bublé, womit verbinden Sie Weihnachten am meisten?
Mit Bing Crosbys Platte „White Christmas“, damit bin ich aufgewachsen. Er hat eine Stimme, die Gänsehaut auslöst.

Nostalgische Musik begleitet Sie also von Kindheit an?
Eigentlich schon. Aber mit 14 oder 15 habe ich eher Hardrock gehört: AC/DC und Guns N’ Roses. Ich hatte damals diese peinliche Vokuhila-Frisur und trug zerrissene Moonwashed-Jeans. Bis mein Großvater mir einen Song der Mills Brothers vorspielte. Ich war sofort fasziniert, wollte unbedingt auch so singen. Ab da habe ich mich radikal verändert, meine Haare abgeschnitten und nur noch Anzüge getragen.

Das hat Ihre Eltern bestimmt gefreut ...
Nein. Sie fragten sich, warum sich ein 16-jähriger Teenager ausgerechnet dem Jazz verschrieben hatte. Mein Dad versuchte verzweifelt, mich für Bruce Springsteen oder Bryan Adams zu begeistern. Ohne Erfolg.

Stimmt es, dass Ihr Vater Fischer war?
Früher ja, heute steht er als Vizepräsident einer großen Bank vor. Das Fischen ist jetzt sein Hobby. Schließlich sind wir Bublés seit Generationen dem Meer eng verbunden.

Warum sind Sie nicht Fischer geworden?
Ich habe fast zehn Jahre lang von Juli bis Oktober als Fischer gejobbt, weil ich als Sänger nicht genug verdiente. Aber ich musste in dieser Zeit mit ansehen, wie Männer ertrunken sind. Das war wirklich hart. Gott sei Dank hat uns in solchen Situationen unser Kameradschaftsgefühl zusammengeschweißt, sonst hätte ich es nicht ausgehalten.

Was haben Sie aus dieser Zeit gelernt?
Dass erfolgreiche Künstler wahrhaftig keinen Grund haben, sich zu beklagen. Ganz ehrlich: Ich lebe meinen Traum – was könnte es Schöneres geben?

Sie haben überwiegend weibliche Fans. Stört Sie Ihr Softie-Image?
Da stehe ich drüber. Mag sein, dass einige Männer nur widerwillig von ihren Freundinnen in meine Konzerte mitgeschleppt werden. Doch am Schluss habe ich sie meist für mich gewonnen. Sie erkennen: Dieser Bublé ist total normal. Einer, mit dem man Bier trinken und über Sport fachsimpeln kann.

Sie wirken so „normal“ und bodenständig, trotz Ihres Erfolgs. Wie schaffen Sie das?
Das hat mit meiner Familie zu tun. Die begleitet mich fast immer auf meinen Tourneen. Da sind dann alle dabei: meine Mutter, mein Vater, meine beiden Schwestern, deren Ehemänner und Kinder. Wir haben eine sehr enge Bindung. Jeder achtet darauf, dass mir mein Erfolg nicht zu Kopf steigt.

Was ist der größte Luxus, den Sie sich von Ihren Gagen geleistet haben?
Ich bin Miteigentümer des Eishockeyteams Vancouver Giants und eines Golfclubs. Als Sportfanatiker konnte ich einfach nicht widerstehen. Ansonsten bin ich nicht der Typ für Statussymbole. Ich brauche keinen Lamborghini, lieber spende ich mein Geld.

Sieht das Ihre Frau Luisana ähnlich?
Ja. Obwohl sie in ihrer Heimat Argentinien schon als Sechsjährige ein Star war, hat sie nie den Bezug zur Realität verloren. Dafür liebe ich sie mindestens genauso sehr wie für ihre Schönheit und ihre Intelligenz.

Steckbrief

Wo er geboren ist: In Burnaby (British Columbia, Kanada), am 9. September 1975.
Wo er lebt: In Vancouver, Los Angeles und Buenos Aires.
Wen er liebt: Luisana Lopilato (24), Model, Sängerin und Schauspielerin. Seit dem 31. März 2011 sind die beiden verheiratet.
Wie er Karriere machte: Seinen Durchbruch hatte er 2005 mit der CD „It’s Time“. Jedes seiner drei Nachfolge-Alben erhielt einen Grammy.
Wofür er sich begeistert: Eishockey, Golf, Basketball, Sozialprojekte für Kinder.
Wo wir ihm jetzt zuhören können: Auf seinem Album „Christmas“. Schönster Song: „White Christmas“ – im Duett mit Shania Twain.

Klingt, als wäre alles perfekt ...
Ach, wissen Sie, jede Ehe ist kompliziert. Je länger man mit seinem Partner zusammen ist, desto mehr Schwächen entdeckt man. Jemanden richtig zu lieben heißt für mich aber, ihn mit all seinen Fehlern zu akzeptieren.

Als Model, Sängerin und Schauspielerin wird Ihre Frau von vielen Männern angehimmelt. Wie gehen Sie damit um?
Gelassen. Ich weiß, dass ich Lu vertrauen kann. Treue und Respekt sind die Basis unserer Beziehung.

Sind Sie gar nicht eifersüchtig?
Nein. Allerdings musste ich das erst lernen. Es gab Zeiten, da konnte ich mich selbst nicht leiden. Und weil ich mich hasste, konnte ich auch andere nicht aus tiefstem Herzen lieben und ihnen vertrauen. Aber inzwischen bin ich innerlich zur Ruhe gekommen.

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